Beschreibung
Léon Indenbaum ist ein Porträt von 1916 in der Sammlung Henry und Rose Pearlman, Nummer L.1988.62.19, als Dauerleihgabe im Princeton University Art Museum. Der Dargestellte – ein Bildhauer und Freund des Malers – ist frontal in Grau- und Grüntönen gemalt, ganz ohne Umgebung, und sein Nachname steht in großen Buchstaben quer über der oberen Kante der Leinwand. Bei uns entsteht er als handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, auf Bestellung, in acht Maßen oder in einem Maß, das Sie uns nennen; vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand.
| Titel: | Léon Indenbaum |
| Weitere Titel: | Porträt von Léon Indenbaum (die längere Form der Werkverzeichnisse) |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | 1916 (signiert unten rechts MODIGLIANI; der Name des Dargestellten oben eingeschrieben) |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 45,7 × 54,6 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus, École de Paris |
| Standort: | Sammlung Henry und Rose Pearlman, Dauerleihgabe an das Princeton University Art Museum (Inv. L.1988.62.19) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, acht Maße oder ein Maß nach Wunsch |
Léon Indenbaum – Amedeo Modigliani
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Der Mann ist bis zur Brust zu sehen, frontal, und füllt fast die ganze Fläche. Die Stirn ist hoch, blass und gewölbt, das Haar an beiden Schläfen zurückgewichen, mitten am Haaransatz steht eine dunkle Tolle. Das Gesicht ist lang und schmal, die Augen schwerlidrige Mandeln ohne Iris, die Nase lang und gerade, der Mund klein und rosa, die Ohren auffällig. Der Hals ist lang und geht in ein graugrünes Kleidungsstück mit hohem Kragen über. Der Grund ist graugrün und geteilt: ein dunkleres Band links, ein helleres Feld rechts. Oben quer läuft in großen Buchstaben der Nachname des Dargestellten, den der Kopf selbst in zwei Hälften schneidet. Die Signatur steht unten rechts, in Versalien.
Warum steht der Name oben quer über der Leinwand?
Weil das Werk ein Geschenk war, und der Eintrag der Sammlung erklärt, wie es dazu kam. Modigliani bat den Bildhauer, ihn malen zu dürfen, und wollte wissen, ob er in seiner Wohnung Malmaterial habe. Dann arbeitete er beharrlich über drei Sitzungen, und als Indenbaum ihm Bezahlung anbot, bestand er darauf, dass das Porträt ein Geschenk sei. Der eingeschriebene Name findet sich auch auf anderen Porträts von Modiglianis Freunden, die Künstler und Händler waren, und die Sammlung liest diese Gruppe als Reihe, mit der er materielle Hilfe und Freundschaft zurückzahlte. Die Buchstaben oben sind also keine später von einem Museum angebrachte Beschriftung: Sie gehören zum Werk und sagen, wer das ist und dass er dem Maler etwas bedeutete. Die beiden hatten zwischen 1911 und 1919 zu verschiedenen Zeiten Ateliers in der Cité Falguière, einer Sackgasse an der Rue Falguière – und Indenbaum wäre heute, wie der Eintrag anmerkt, beinahe vergessen, gäbe es die Porträts seiner Freunde nicht.
Der Eintrag zum Original und der Weg der Leinwand
Das Original ist Öl auf Leinwand. Die Sammlung misst es 54,6 cm hoch und 45,7 cm breit, weshalb auf unserer Seite, wo die Breite zuerst steht, 45,7 × 54,6 cm zu lesen ist. Die Nummer L.1988.62.19 beginnt mit einem L, weil es eine Leihgabe ist: Das Werk gehört der Henry and Rose Pearlman Foundation und wird in Princeton verwahrt. Die Besitzkette ist auf ganzer Länge benannt und beginnt beim Dargestellten selbst, was selten ist: 1916 in Paris vom Künstler an Léon Indenbaum, etwa im selben Jahr weiter an Georges Chéron; am 1. Juli 1937 im Hôtel Drouot als Los 151 versteigert; dann Victor Raykis in der Pariser Galerie Zak, verkauft an Henry Pearlman bis 1949 und nach 1974 an die Stiftung. Eine Abweichung nennen wir offen: Die Seiten des Museums in Princeton weisen unsere Anfragen ab, deshalb verweisen wir auf den Eintrag der Sammlung Pearlman statt auf ihren und übernehmen nichts von einer Seite, die wir nicht lesen konnten. Das Werk hat auch einen eigenen Wikidata-Eintrag.
Das Motiv im Werk des Malers
Die Nachbarnummer in derselben Sammlung ist Jean Cocteau, L.1988.62.18 – im Verzeichnis stehen sie nebeneinander, und beide sind auf diesem Regal. Aus demselben Jahr und ebenso von jeder Umgebung befreit ist Das Dienstmädchen, und für einen weiteren Freund aus demselben Montparnasse-Kreis steht Bildnis Moïse Kisling. Zusammen zeigen sie, was Modigliani in diesen Jahren immer wieder tat: ein Gesicht, kein Raum, und ein Name – wenn es einen zu geben gab. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Amedeo Modigliani, und über den Maler haben wir einen längeren Artikel geschrieben.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Ein Maler malt sie, mit dem Pinsel, in Öl auf Leinwand, auf Ihre Bestellung. Jedes Kunstgemälde entsteht über einige Wochen, und jede Kopie fällt ein wenig eigen aus; das ist die Folge davon, dass ein Mensch arbeitet und keine Maschine. Bei diesem Motiv liegt die Schwierigkeit darin, dass fast alles aus einer Farbfamilie stammt. Gesicht, Kleidung und Grund liegen sämtlich im Graugrünen und müssen drei getrennte Dinge bleiben, ohne dass eines heller gerät, als das Original es zulässt. Die Schrift oben muss gemalt sein, nicht gezeichnet und nicht schabloniert, und sie muss die leichte Unregelmäßigkeit behalten, die sie hat – maschinell perfekte Buchstaben sähen gedruckt aus und verrieten das ganze Werk. Eines kann unsere Kopie nicht zeigen: Eine Röntgenaufnahme von 2011 fand unter diesem Porträt eine damit nicht zusammenhängende Komposition, möglicherweise ein Stillleben. An der Oberfläche ist sie unsichtbar, und darum ist sie es auch bei uns. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Leinwand und geben sie frei. Ein Druck ist es nie.
Welche Größe für welche Wand?
Für dieses Motiv schlagen wir 90 × 110 cm vor. Die Darstellung ist beinahe quadratisch und still, ohne starke Farbe, und wirkt daher dort, wo ein Werk die Stimme nicht heben soll: im Arbeitszimmer, im Büro, in der Bibliothek, im Eingangsbereich. Die graugrüne Skala verträgt sich gut mit Holz und mit erdfarbenen Wänden und verliert an einer sehr dunklen etwas von ihrer Ruhe. Unter den Maßen, die wir anbieten, folgt 137 × 164 cm den Proportionen des Originals am genauesten, und 60 × 70 cm genügt dort, wo die Wand klein ist und aus der Nähe gesehen wird. Ein postimpressionistisches Gemälde in einem Maß, das nicht aufgeführt ist, ist kein Problem: Wir fertigen es nach Wunsch.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In der Sammlung Henry und Rose Pearlman, Nummer L.1988.62.19, als Dauerleihgabe im Princeton University Art Museum.
Wer war Léon Indenbaum?
Ein Bildhauer, geboren in Vilnius und an ukrainischen Kunstschulen ausgebildet, der 1911 nach Paris kam und Modigliani wahrscheinlich in den Kreisen des Montparnasse kennenlernte, jener Gruppe, die heute École de Paris heißt. Das Wort wahrscheinlich ist das der Sammlung, und wir behalten es. Die Seite der Sammlung nennt zwei verschiedene Todesjahre, deshalb nennen wir keines.
Was steht oben quer geschrieben?
Der Nachname des Dargestellten, von Modigliani selbst ins Werk gemalt und vom Kopf in zwei Teile geschnitten.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja – und das passend, denn das Original war eines. Wenn Sie das Maß nicht selbst wählen möchten, gibt es einen Geschenkgutschein, den die beschenkte Person selbst einlöst.
Wie genau folgt unsere Leinwand den Proportionen des Originals?
Das Original misst 45,7 × 54,6 cm. Am nächsten kommt unser Maß 137 x 164 cm, das vom Verhältnis des Originals um 0,19 % abweicht.
- Motiv: Mann bis zur Brust, frontal, hohe gewölbte Stirn, Augen ohne Iris, sein Nachname in großen Buchstaben quer über der oberen Kante
- Original: 45,7 × 54,6 cm, Öl auf Leinwand, 1916, Sammlung Henry und Rose Pearlman, Inv. L.1988.62.19
- Unsere Fassung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße oder nach Maß, mit einer Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: Modigliani malte es in drei Sitzungen und lehnte jede Bezahlung ab – und eine Röntgenaufnahme von 2011 fand darunter ein anderes, nicht dazugehöriges Werk
Die Augen auf dieser Leinwand sind ohne Pupillen gemalt. Wir haben alle 76 Werke Modiglianis auf diesem Regal gezählt: 53 sind so, 17 nicht – Werk für Werk.









































