Amedeo Modigliani – Bildnis Jeanne Hébuterne III

ab 132,00 

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns: info@svetslik.si

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Beschreibung

Bildnis Jeanne Hébuterne III ist ein Öl auf Leinwand von Amedeo Modigliani; das deutsche Beschlagnahmeverzeichnis datiert es auf 1918 und nennt die Maße 46 × 29 cm, die Werkverzeichnisse von Pfannstiel und Patani dagegen 55 × 38 cm. Das Original ist heute in Privatbesitz. Unser Kunstgemälde ist eine handgemalte Kopie dieses Werks: Ein akademisch geschulter Maler führt es in Öl auf Baumwollleinwand aus, in acht Größen von 38 × 55 cm bis 120 × 170 cm oder in dem Maß, das Sie uns nennen, und vor dem Versand fotografieren wir es und schicken Ihnen die Aufnahme zur Freigabe.

Titel:Bildnis Jeanne Hébuterne III
Weitere Titel:Jeanne Hébuterne frontal · Head of Jeanne Hébuterne · Portrait of a lady
Maler:Amedeo Modigliani (1884–1920)
Entstehungsjahr:1918 (nach dem Beschlagnahmeverzeichnis; der Katalog setzt ein Fragezeichen)
Maße des Originals (Höhe × Breite):46 × 29 cm (Ceroni, Parisot und das Beschlagnahmeverzeichnis); Pfannstiel und Patani: 55 × 38 cm
Technik des Originals:Öl auf Leinwand, oben rechts signiert
Malstil:Moderne Kunst, École de Paris
Befindet sich:Privatbesitz – Werkeintrag im Katalog; zuvor Nationalgalerie Berlin (Inv. A II 799)
Unsere Reproduktion:handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 38 × 55 cm bis 120 × 170 cm, Sondermaß auf Wunsch

Bildnis Jeanne Hébuterne III – Amedeo Modigliani

Was ist auf der Leinwand zu sehen?

Kopf, Hals und Schultern, frontal zum Betrachter. Das Haar ist in der Mitte gescheitelt und fällt in zwei langen braunen Massen zu beiden Seiten des Gesichts. Das Gesicht ist zu einer ovalen Maske verengt, die Nase lang und gerade, der Mund klein und rot, die Augen dunkle Mandelflächen, weit auseinandergesetzt. Der Hals ist auffallend schlank und verlängert. Der Grund ist graublau; links schließt ihn ein dunklerer Streifen, rechts läuft ein hellbrauner Streifen nach unten. Genauso ist das Werk im Auktionskatalog von 1939 beschrieben: schlanker Mädchenkopf auf schlankem Hals, braunes gescheiteltes Haar, graublauer Grund, rechts ein hellbrauner Streifen. Die Signatur steht oben rechts. Es ist ein postimpressionistisches Gemälde in jenem Sinn, in dem der Postimpressionismus der Aufbau des Gesichts aus Flächen war und nicht die Beschreibung des Lichts. In Paris gehörte Modigliani zu jenem Kreis zugewanderter Maler, den wir heute École de Paris nennen.

Wo ist das Original heute?

In Privatbesitz, deshalb gibt es keine Inventarnummer des heutigen Eigentümers und wir nennen auch keine. Der Weg dieser Leinwand ist ungewöhnlich gut dokumentiert und ungewöhnlich düster. Aus den Händen von Léopold Zborowski, dem Händler des Malers, ging sie in die Sammlung Netter, dann an die Galerie Bernheim-Jeune und 1930 in die Sammlung von Riccardo Gualino in Turin; im selben Jahr war sie auf der Biennale in Venedig zu sehen. Später gelangte sie in die Berliner Nationalgalerie, ins Kronprinzenpalais, unter der Inventarnummer A II 799 — und genau dort geschah das, wodurch diese Leinwand heute historisch interessant ist.

Was geschah mit diesem Werk 1937?

Am 30. Oktober 1937 wurde es beschlagnahmt. Das Beschlagnahmeverzeichnis, das heute die Freie Universität Berlin führt, verzeichnet das Werk unter der Nummer 15680, als Öl auf Leinwand, oben rechts signiert, Maße 46 × 29 cm, mit der Herkunftsinstitution Nationalgalerie Berlin (Kronprinzenpalais) und der Herkunftsinventarnummer A II 799. Als Titel führt der Eintrag ein Porträt einer Dame. Modigliani war Jude und Ausländer, und seine Kunst galt damals amtlich als unerwünscht; Tausende Werke wurden in jenen Jahren aus deutschen Museen entfernt. Diese Leinwand war eines davon. Der Eintrag im Beschlagnahmeverzeichnis ist öffentlich zugänglich und nennt auch den Stand der Forschung.

Die Auktion in Luzern am 30. Juni 1939

Die beschlagnahmten Werke wurden nicht zerstört — sie wurden gegen Devisen verkauft. Diese Leinwand kam am 30. Juni 1939 in der Galerie Fischer in Luzern unter der Nummer 98 zur Versteigerung, in einer Auktion mit dem Titel „Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen“. Im Katalog stand sie als Porträt einer Dame, mit den Maßen 47 × 30 cm, und als Einlieferer war die Berliner Nationalgalerie genannt. Diese Auktion ist heute einer der bekanntesten Vorgänge in der Geschichte des Kunsthandels: Ein Museum verkaufte Werke, die der Staat aus seinen eigenen Sammlungen genommen hatte. Danach verschwand das Werk in privater Hand, wo es bis heute ist. Wer eine Reproduktion dieses Porträts kauft, hängt sich ein Motiv an die Wand, das genau das überstanden hat.

Welches Maß stimmt?

Offen gesagt: Die Quellen gehen hier weiter auseinander als bei jedem anderen Werk auf dieser Seite. Das Beschlagnahmeverzeichnis nennt 46 × 29 cm, ebenso Ceroni und Parisot; der Auktionskatalog von 1939 nennt 47 × 30 cm; der Werkeintrag im Katalog selbst 44,8 × 27,5 cm; Pfannstiel und Patani dagegen 55 × 38 cm. Die ersten drei Zahlen liegen nahe beieinander, die letzte fällt heraus. Deshalb nennen wir in der Tabelle 46 × 29 cm als das besser gestützte Maß und daneben das von Pfannstiel und Patani. Unsere Größen gehen auf die ältere Angabe 38 × 55 cm zurück, und darum bewerben wir keine davon als Maß eins zu eins mit dem Original — bei diesem Werk wäre eine solche Aussage unbegründet, weil es kein einziges festes Maß gibt, dem man folgen könnte.

Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?

Das Werk malt ein akademischer Maler mit Ölfarben auf Baumwollleinwand, die über einen Keilrahmen aus Holz gespannt ist. Es ist kein Druck: Jeder Strich wird von Hand gesetzt, und darum weicht Ihre Leinwand in Duktus und Farbauftrag immer ein wenig von unserer Vorlage ab. Bei diesem Motiv hängt alles am Gesicht, denn sonst ist fast nichts in der Szene. Der Maler beginnt beim graublauen Grund und beim dunklen Streifen links, denn die beiden bestimmen, wie hell das Gesicht wirkt; erst danach kommt die ovale Maske, und die muss in wenigen Strichen sitzen — wird sie nachgebessert, verliert das Gesicht seine Ruhe. Das Haar geht zuletzt über den Rand des Gesichts. Ist die Farbe trocken, fotografieren wir das Werk und schicken die Aufnahme zur Freigabe.

Welche Größe für welche Wand?

Das Original ist klein, deshalb vergrößert jedes unserer Maße das Werk. Das kleinste, 38 × 55 cm, kommt dem ursprünglichen Eindruck am nächsten und gehört in den Flur, an eine schmale Wand oder zwischen zwei Türen. Die mittleren, 50 × 70, 60 × 90 und 70 × 100 cm, wirken über einer Kommode oder neben dem Bett. Die großen, 80 × 120, 90 × 130, 100 × 150 und 120 × 170 cm, verlangen eine freie Wand und mindestens drei Meter Abstand; in diesen Maßen ist der Kopf überlebensgroß und das Werk nimmt den ganzen Raum ein. Das Format ist hochkant und schmal, es wirkt also dort, wo die Wand höher als breit ist. Dies ist eines der ruhigsten Porträts dieser Gruppe: Nichts geschieht, nichts versucht Aufmerksamkeit zu erzwingen, und darum wirkt es auch dort gut, wo man dem Werk nur im Vorbeigehen begegnet.

Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen

Verlangt Ihre Wand ein Maß, das nicht auf der Liste steht, fertigen wir es an. Nennen Sie uns Höhe und Breite in Zentimetern; wir prüfen, ob das Verhältnis den Ausschnitt trägt, und sagen Ihnen, was sich an den Rändern ändert — bei diesem Motiv zeigt sich das zuerst rechts, wo der hellbraune Streifen läuft, und links, wo der dunklere Streifen den Grund schließt; beide halten den Kopf in der Mitte und lassen sich nicht folgenlos wegschneiden. Sie wählen außerdem, ob Sie das Werk auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und aufhängefertig erhalten oder in einer Rolle, was im Versand günstiger ist. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die ihn realistisch am Werk zeigt, und auf Wunsch setzen wir das Werk vor dem Kauf in ein Foto Ihrer Wand. Suchen Sie ein Werk, das wir nicht führen, sehen Sie sich unsere Auftragsarbeiten an.

Lieferung und Garantie

Wir liefern bis an die Wohnungstür, und das Werk reist geschützt, die Leinwand frei von der Außenwand der Verpackung. Die Frist hängt von Größe und Auslastung des Ateliers ab: Wir nennen die Schätzung bei der Bestellung und melden uns, wenn sie sich ändert. Für Ausführung und Material garantieren wir: Kommt das Werk beschädigt an oder stimmt es nicht mit der freigegebenen Aufnahme überein, malen wir es auf unsere Kosten neu. Da Sie das Werk vor dem Versand auf einer Aufnahme sehen, klärt sich das meiste, bevor das Paket losgeht.

Häufige Fragen

Wo befindet sich das Original?

In Privatbesitz. So führt es auch das deutsche Beschlagnahmeverzeichnis, das die Geschichte dieses Werks begleitet.

Warum stehen zwei Maße in der Tabelle?

Weil die Quellen auseinandergehen. Das Beschlagnahmeverzeichnis, Ceroni und Parisot nennen 46 × 29 cm, Pfannstiel und Patani 55 × 38 cm, der Auktionskatalog von 1939 nennt 47 × 30 cm.

Hat eines Ihrer Maße die Größe des Originals?

Nein, und wir behaupten es nicht. Da es kein einziges festes Maß des Originals gibt, bewerben wir keine Größe als eins zu eins.

Warum wurde das Werk beschlagnahmt?

Weil es 1937 in Deutschland als unerwünschte Kunst eingestuft wurde. Es wurde am 30. Oktober 1937 aus der Berliner Nationalgalerie entfernt.

Was geschah nach der Beschlagnahme?

1939 wurde es in Luzern unter der Nummer 98 versteigert und ging in private Hand über.

Ist das ein Druck?

Nein. Jede Leinwand wird von einem Maler in Öl von Hand gemalt. Wir drucken nichts.

Welches Maß soll ich nehmen?

Für eine schmale Flurwand 38 × 55 cm, über einer Kommode 60 × 90 cm, für eine große Wand 100 × 150 cm.

Kann ich ein Maß bekommen, das nicht auf der Liste steht?

Ja. Nennen Sie uns Höhe und Breite in Zentimetern; vor dem Beginn erklären wir, wie sich das Maß auf den Ausschnitt auswirkt.

Wie kommt das Werk an?

Auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und aufhängefertig oder in einer Rolle, ganz wie Sie wählen. Beides reist in einer Schutzverpackung.

Wie hoch soll ich es hängen?

Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden. Bei einem schmalen Hochformat hängt man es klugerweise etwas tiefer, als es sich richtig anfühlt.

Welche weiteren Porträts Jeanne Hébuternes führen Sie?

Sehen Sie sich Bildnis Jeanne Hébuterne I, Bildnis Jeanne Hébuterne IV, Bildnis Jeanne Hébuterne V und Bildnis Jeanne Hébuterne VI an, unter den anderen Modellen Bildnis Lunia Czechowska. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Amedeo Modigliani, und über den Maler haben wir einen längeren Artikel geschrieben.

  • Motiv: Kopf, Hals und Schultern frontal zum Betrachter, braunes gescheiteltes Haar, graublauer Grund und ein hellbrauner Streifen rechts
  • Original: 46 × 29 cm nach dem Beschlagnahmeverzeichnis (Pfannstiel und Patani 55 × 38 cm), Öl auf Leinwand, 1918, Privatbesitz
  • Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 38 × 55 bis 120 × 170 cm; keine davon bewerben wir als Maß eins zu eins
  • Gut zu wissen: das Werk wurde am 30. Oktober 1937 in der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt und 1939 in Luzern versteigert

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