Beschreibung
Der kleine Bauer ist ein Öl auf Leinwand, das Amedeo Modigliani um 1918 malte, höchstwahrscheinlich in Nizza, wohin er sich mit Jeanne Hébuterne aus dem Kriegsalltag zurückgezogen hatte; das Original gehört der Tate in London unter der Inventarnummer N05269 und hängt in der Tate Modern. Dargestellt ist ein junger Bauernbursche mit breitkrempigem Hut, der frontal auf einem Stuhl sitzt und geradeaus zum Betrachter blickt. Unser Kunstgemälde ist eine handgemalte Kopie dieses Werks: Ein akademischer Maler führt es in Öl auf Baumwollleinwand aus, in acht Größen von 40 x 60 cm bis 120 x 180 cm oder in Ihrem eigenen Maß, und vor dem Versand fotografieren wir es und schicken Ihnen die Aufnahme zur Freigabe.
| Titel: | Der kleine Bauer |
| Weitere Titel: | Le Petit Paysan · Il contadinello · The Little Peasant |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | um 1918, der Titel ist unten rechts auf die Leinwand geschrieben |
| Originalgröße: | 100 x 64,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Moderne Kunst, École de Paris |
| Standort: | Tate, London (Inv. N05269) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 40 x 60 cm bis 120 x 180 cm, auf Wunsch nach Maß |
Der kleine Bauer – Amedeo Modigliani
Wer sitzt hier Modell?
Wir wissen es nicht, und das ist keine Lücke der Forschung, sondern eine Eigenschaft des Werks. Modigliani hat es nach einem Menschentyp benannt und nicht nach einem Namen, wie bei Porträts arbeitender Leute üblich, und der Eintrag der Tate nennt keine Person. Ein junger Bauernbursche saß vor der Staffelei – wie er hieß und wo er lebte, wissen wir nicht. Dasselbe Modell taucht in einem weiteren Werk auf, bekannt als Der junge Lehrling: Der Junge hat also nicht nur einmal nebenbei gesessen. Mehr behaupten wir nicht. Wo die Quelle fehlt, erfinden wir keinen Namen – er würde hier rasch zu einer „Tatsache“, die nach uns jemand abschreibt.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Der Junge sitzt frontal auf einem schlichten Stuhl, von dem neben seiner Hüfte nur ein schmaler Streifen der Lehne sichtbar bleibt. Er trägt einen dunkelbraunen Hut mit breiter Krempe, etwas nach hinten geschoben, sodass das Gesicht offen bleibt. Das Gesicht ist rund und warm, in Ocker und Rosa angelegt, mit kleinen hellen Augen und einem schmalen, geschlossenen Mund; der Ausdruck ist weder heiter noch traurig, sondern geduldig, wie bei jemandem, der weiß, dass er still sitzen muss. Er trägt eine graugrüne Jacke, eine zugeknöpfte Weste derselben Farbfamilie und darunter ein weißes Hemd ohne Kragen; die Hose ist ockerbraun und weich gefaltet. Die Hände ruhen auf den Knien: groß, schwer, ohne jede Beschönigung gemalt und sichtbar größer, als es die Proportion des Körpers verlangen würde. Der Hintergrund ist eine blasse graugrüne Wand; links deutet sich kaum merklich die Kante eines Türrahmens an, unten rechts steht der Titel. Die Farbskala ist eng und leise: Ocker, Grau, Grün, Braun, ohne einen einzigen lauten Ton.
Warum ist dieses Werk wichtig?
Weil es einen Modigliani zeigt, der gerade nicht das tut, wofür wir ihn kennen. Wir kennen ihn für lange Hälse, mandelförmige Augen ohne Pupille, die Dichter und Kunsthändler vom Montparnasse; hier sitzt ein arbeitender Mensch in Arbeitskleidung vor ihm, der Körper breit und fest, der Hals kurz, von der charakteristischen Streckung bleibt fast nichts. Dahinter steht Cézanne, dessen Bauern und Feldarbeiter in kühlen bläulichen Tönen Modigliani gut kannte; ein postimpressionistisches Gemälde dieser Art war für ihn kein Zitat, sondern eine Art, einen Menschen zu malen, der mit den Händen arbeitet. In Paris gehörte Modigliani zu jenem Kreis zugewanderter Maler, den wir heute École de Paris nennen, und genau dieser Kreis nahm das Porträt eines Arbeiters ebenso ernst wie das eines Dichters. Deshalb ist Der kleine Bauer auch für jene interessant, die seine Akte kaltlassen: ein Werk über Schwere und Ruhe, nicht über Eleganz.
Was bedeutet das Werk?
Es bedeutet, dass jemand, dessen Namen niemand aufgeschrieben hat, eine hundert Zentimeter hohe Leinwand und die ganze Aufmerksamkeit des Malers bekam. Modigliani beschönigt den Jungen nicht und bemitleidet ihn nicht. Er stellt ihn nicht in eine Landschaft, gibt ihm kein Werkzeug, macht kein Symbol des Arbeitslebens aus ihm; er setzt ihn vor eine leere Wand und lässt ihn uns ansehen. Gerade deshalb sagen die Hände mehr als das Gesicht. Sie sind groß und unbeholfen gemalt, mit Fingern, die sich auch leer nicht lösen, und in ihnen steckt alles, was das Gesicht nicht preisgeben will. Ein Gedanke zum Mitnehmen: Würde wird hier nicht verliehen, sie wird bemerkt.
Ist Der kleine Bauer dasselbe Werk wie Der junge Lehrling?
Nein, es sind zwei verschiedene Gemälde, auf denen nach dem Stand der Forschung derselbe Junge sitzt. Die Verwechslung liegt nahe: Anlage und Stimmung ähneln einander, und die Originale hängen nicht in derselben Sammlung. Dasselbe gilt für die Titel: Le Petit Paysan ist der französische Titel genau dieses Werks, Il contadinello der italienische und The Little Peasant der englische – das sind nicht drei Werke, sondern eines mit mehreren Namen. Der Forscher Joseph Lanthemann verortet die Arbeit in Nizza, weil im Hintergrund derselbe Raum erscheint wie auf Werken, die Jeanne Hébuterne zeigen. Wenn Sie weitere Porträts junger und arbeitender Menschen suchen, sehen Sie sich den Jungen in kurzen Hosen, den Jungen im gestreiften Pullover, Das Dienstmädchen und Die Blumenverkäuferin an; in ihrer Unmittelbarkeit verwandt ist auch die Zigeunerfrau mit Kind. Die vollständige Auswahl finden Sie in der Galerie Amedeo Modigliani, über den Maler selbst haben wir einen längeren Beitrag geschrieben. Einen englischen Eintrag zu diesem Werk führt auch Wikipedia.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Das Werk wird von einem akademischen Maler in Ölfarben auf Baumwollleinwand ausgeführt, die wir auf einen Keilrahmen aus Holz spannen. Es ist kein Druck und keine maschinelle Reproduktion: Jeder Strich wird von Hand gesetzt, und deshalb weicht Ihre Leinwand in Farbauftrag und Nuancen immer ein wenig von unserer Vorlage ab. Der Maler arbeitet nach einer hoch aufgelösten Reproduktion und unserer Farbreferenz und beginnt bei der graugrünen Wand, denn sie entscheidet, wie warm das Gesicht wirkt. Ist die Farbe trocken, fotografieren wir das Werk und schicken Ihnen die Aufnahme zur Freigabe; erst dann geht es weiter. Stört Sie etwas, bessert der Maler nach, bevor die Arbeit die Werkstatt verlässt.
Welche Größe für welche Wand?
Für die meisten Wohnungen ist 65 x 100 cm die richtige Wahl: Der Junge kommt der natürlichen Proportion nahe, ohne dass das Werk die ganze Wand einnimmt. Die kleinen Maße 40 x 60 und 50 x 80 cm wirken im Flur, an einer schmalen Wand zwischen zwei Türen oder über einer Kommode. Die mittleren 70 x 110 und 80 x 120 cm sind für die Wand über Sofa oder Esstisch, wo man aus zwei bis drei Metern schaut. Die großen 90 x 140, 100 x 150 und 120 x 180 cm gehören in Räume mit hohen Decken und in Flure. Das Hochformat trägt eine schmale, hohe Wand, die für manches andere Motiv zu anspruchsvoll wäre, und steht gut neben einer Tür oder im Treppenhaus. Die ruhige Skala aus Ocker und Graugrün streitet nicht mit den Möbeln und verlangt keine kräftige Wandfarbe; am besten wirkt sie auf einer Wand, die nicht zu voll ist.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Verlangt Ihre Wand ein Maß, das nicht in der Liste steht, fertigen wir es an. Nennen Sie Höhe und Breite in Zentimetern; wir prüfen, ob das Verhältnis den Ausschnitt des Originals trägt, und sagen Ihnen, was sich an den Rändern ändert. Sie können wählen, ob wir das Werk gespannt auf einem Keilrahmen oder gerollt im Versandrohr schicken: gespannt ist es sofort aufhängbar, gerollt günstiger im Versand und praktischer, wenn Sie es beim Rahmenmacher spannen lassen. Dieses Werk bieten wir ohne Rahmen an, den Rahmen wählen Sie also selbst und stimmen ihn auf den Raum ab. Bei der Platzierung helfen wir mit einer Visualisierung: Vor dem Kauf setzen wir das Werk in die Aufnahme Ihrer Wand, damit Sie Verhältnis und Höhe sehen. Suchen Sie ein Werk, das wir nicht führen, sehen Sie sich die Gemälde nach Wunsch an.
Lieferung und Garantie
Nach Deutschland und Österreich liefern wir bis an die Haustür, und das Werk reist geschützt, mit der Leinwand getrennt von der Außenwand der Verpackung. Die Fertigungszeit hängt von der Größe und der Auslastung der Werkstatt ab; eine Einschätzung nennen wir bei der Bestellung und melden uns, wenn sie sich ändert. Wir haften für Ausführung und Material: Kommt das Werk beschädigt an oder entspricht es nicht der freigegebenen Aufnahme, bessern wir nach oder malen auf unsere Kosten neu. Da Sie es vor dem Versand auf der Aufnahme sehen, klärt sich das meiste vorher – genau dafür ist dieser Schritt da.
Häufige Fragen
Wo hängt das Original?
In London, in der Sammlung der Tate, unter der Inventarnummer N05269. Gezeigt wird es in der Tate Modern.
Wen hat Modigliani hier gemalt?
Einen jungen Bauernburschen, den die Quellen nicht benennen. Der Titel nennt einen Typ und keine Person; dasselbe Modell erscheint im Werk Der junge Lehrling.
Ist Le Petit Paysan dasselbe Werk?
Ja. Das ist der französische Titel desselben Werks; italienisch heißt es Il contadinello, englisch The Little Peasant.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von einem Maler in Öl von Hand gemalt. Wir drucken nichts.
Welche Größe soll ich wählen?
Wenn Sie sich nicht entscheiden können, nehmen Sie 65 x 100 cm. Für die Wand über dem Sofa 80 x 120 cm, für eine schmale Flurwand 40 x 60 cm.
Bekomme ich ein Maß, das nicht aufgeführt ist?
Ja. Nennen Sie Höhe und Breite in Zentimetern, wir fertigen nach Maß; vorher sagen wir Ihnen, wie sich das Maß auf den Ausschnitt auswirkt.
Wie wird geliefert?
Auf einen Keilrahmen gespannt und aufhängefertig oder gerollt im Versandrohr, ganz wie Sie wählen. Beides reist in schützender Verpackung.
Worum geht es in einem Satz?
Darum, dass ein junger arbeitender Mensch ohne Namen eine ganze Leinwand und die volle Aufmerksamkeit des Malers verdient.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Es ist nicht verkäuflich. Es gehört zur öffentlichen Sammlung der Tate, ist nicht im Handel, und deshalb schätzen wir es auch nicht.
Wie hoch sollte ich es aufhängen?
Setzen Sie die Mitte etwa 145 cm über den Boden. Beim Hochformat hängt man besser eine Spur tiefer, als es auf den ersten Blick richtig scheint.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, besonders für Menschen, die dekorative Motive nicht mögen. Das Motiv ist ernst und still und nutzt sich nicht ab.
- Motiv: ein junger Bauernbursche mit breitkrempigem Hut, frontal auf einem Stuhl, mit großen Händen auf den Knien – Nizza, um 1918
- Original: 100 x 64,5 cm, Öl auf Leinwand, Tate, London (Inv. N05269), gezeigt in der Tate Modern
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 40 x 60 bis 120 x 180 cm, auf Wunsch nach Maß, mit Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: Die Hände sind größer gemalt, als die Proportion es verlangen würde – und gerade sie sagen über den Jungen mehr als das Gesicht









































