Beschreibung
Junge in kurzen Hosen ist eine Leinwand von etwa 1918 im Dallas Museum of Art, unter der Nummer 1977.1. Ein Junge sitzt frontal vor uns, in einer weiten ockerbraunen Jacke und dunklen kurzen Hosen, die Hände im Schoß gefaltet, vor einer lachsrosa Wand. Bei uns entsteht das Werk als handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, auf Bestellung, in acht Maßen oder in einem Maß, das Sie uns nennen; vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand.
| Titel: | Junge in kurzen Hosen |
| Weitere Titel: | Garçon au pantalon court — Le garçon en culottes, die französischen Verzeichnistitel |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | etwa 1918 – die Datierung des Museums; Ceroni Nr. 255 nennt 1918, Lanthemann Nr. 370 nennt 1919 |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 64,8 × 99,7 cm – das Maß der Verzeichnisse; das Museum nennt nur ein Sichtmaß und ein Rahmenmaß |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus, École de Paris |
| Standort: | Dallas Museum of Art (Inv. 1977.1, Schenkung der Leland Fikes Foundation, Inc.) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, acht Maße oder ein Maß nach Wunsch |
Junge in kurzen Hosen – Amedeo Modigliani
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Ein Junge sitzt uns zugewandt und füllt die Mitte der Leinwand von den Knien aufwärts. Das Haar ist eine Masse rotblonder Locken über einer hohen blassen Stirn; das Gesicht ist ein langes Oval mit einem rosa Hauch auf beiden Wangen, einem kleinen roten Mund und einer in einer Linie gezogenen Nase, und die Augen sind auf schmale blaugraue Schlitze verengt, in denen fast nichts steht. Er trägt eine lockere ockerbraune Jacke mit zwei runden Knöpfen, deren Schultern in eine weiche ovale Masse abfallen, und am Hals zeigt sich ein weißer Kragen. Darunter liegen die dunkelblauen kurzen Hosen des Titels und nackte Knie. Er sitzt auf einem rotbraunen gepolsterten Stuhl, dessen Lehne hinter seiner linken Schulter aufsteigt. Die Wand dahinter ist breit lachsrosa; am rechten Rand läuft ein graugrüner Streifen, oben links steht eine graugrüne Fläche. Die Signatur steht in der oberen rechten Ecke.
Der Saaltext des Museums, und worauf er zeigt
Der Text in Dallas ist kurz und nennt eine Quelle. Er sagt, dass Modigliani wie seine Zeitgenossen Henri Matisse, Pablo Picasso, Georges Braque und André Derain afrikanische Masken sehr bewunderte und dass deren Einfluss hier in der stilisierten Behandlung des Jungengesichts zu sehen ist. Die Farben nennt er säuerlich gelbgrün, und über das Werk sagt er, es trage jene ikonische Eleganz, die Modigliani seinen bohemischen Bekannten oft verlieh, dazu die Zurückhaltung des Dargestellten. Das geben wir als Lesart des Museums weiter, weil sie seine ist. Nützlich ist sie wegen dessen, was sie einem Kopisten sagt: das Gesicht ist als Maske aufgebaut und nicht als Kopf modelliert, und eine Hand, die es zur Ähnlichkeit weichzeichnet, verliert das Werk. Dieselbe flache Maske herrscht in Der Knabe und in Junge im gestreiften Pullover auf diesem Regal.
Der Eintrag zum Original, und ein Maß, das das Museum nicht nennt
Hier ist das Museum ungewöhnlich wortkarg. Es nennt zwei Maße, und keines davon ist die Leinwand: ein Sichtmaß von 38 3/4 × 25 Zoll (98,43 × 63,5 cm), also das, was der Rahmen sehen lässt, und ein Rahmenmaß von 50 × 35 1/4 × 2 1/4 Zoll. Das Maß der Leinwand kommt stattdessen aus den Verzeichnissen: 64,8 × 99,7 cm, das sind 25 1/2 × 39 1/4 Zoll. Beide hängen genau zusammen – die Sichtöffnung ist in jeder Richtung einen halben Zoll kleiner, also ein Viertelzoll Falz des Rahmens an jeder der vier Seiten. Nicht alle Verzeichnisse stimmen überein: Wayne 2002 und Klein 2004 geben 100,3 × 64,8 cm, und Pfannstiel druckte 1956 92 × 60 cm und datierte die Arbeit auf 1917, was nichts Späteres stützt. Die eigene Aufnahme des Museums entscheidet, welche Form der Leinwand gehört: die Datei ist als ungerahmte Vorderseite ausgewiesen, und ihr Verhältnis liegt 0,44 Prozent vom Leinwandmaß der Verzeichnisse und 1,17 Prozent von der Sichtöffnung entfernt. Das Museum verzeichnet die Signatur oben rechts, und dort ist sie auch lesbar. Seine eigene Seite ist ein Programm, das die Seite in Ihrem Browser zeichnet, und sie beantwortet eine erfundene Objektnummer mit genau derselben Seite wie diese, deshalb ist der Verweis oben gegen den eigenen Objekteintrag des Museums registriert, der Inventarnummer, Technik, Erwerbungszeile, beide Maße und den Saaltext trägt. Die Arbeit hat auch einen eigenen Wikidata-Eintrag. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Amedeo Modigliani, und über den Maler haben wir einen längeren Artikel geschrieben.
Wo ist die Arbeit gewesen?
Die veröffentlichte Kette hat Lücken, und die Verzeichnisse setzen lieber Fragezeichen, als sie zu füllen. Der erste genannte Besitzer ist Léopold Zborowski in Paris – die achte Kette auf diesem Regal, die bei ihm beginnt, und er steht selbst auf dem Regal als Bildnis Léopold Zborowski. Nach ihm die Sammlung Menier in Paris, dann eine Lücke, dann eine Versteigerung bei Christie’s in London am 2. Dezember 1975, Acquavella Galleries in New York, die Sammlung Leland Fikes in Dallas und die Leland Fikes Foundation, die die Arbeit 1977 dem Museum schenkte. Der früheste gedruckte Auftritt steht in einer deutschen Zeitschrift, Deutsche Kunst und Dekoration, im Juli 1925. Die Arbeit reist auch: Buffalo und Fort Worth 2002 und 2003, Toronto und Washington 2004 und 2005, Villeneuve d’Ascq und Budapest 2016, in jenem Winter Helsinki, und Tate Modern in London 2017. Zborowski war einer der Händler der École de Paris, und der Weg von ihm nach Texas führt über eine Pariser Sammlung, ein Londoner Auktionshaus und eine Familie aus Dallas. Die Arbeit ist ausgestellt, im Saal für europäische Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts im zweiten Stock. Modigliani malte in diesen Monaten im Süden Frankreichs viel dieser Art, darunter Der junge Lehrling.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Ein Maler malt sie, mit dem Pinsel, in Öl auf Leinwand, auf Ihre Bestellung. Jedes Kunstgemälde entsteht über einige Wochen, und jede Kopie fällt ein wenig eigen aus; das ist die Folge davon, dass ein Mensch arbeitet und keine Maschine. Die Arbeit hängt an einem einzigen Verhältnis: eine ockerbraune Masse in der Mitte vor einer lachsrosa Wand. Die Jacke muss braun und warm bleiben, ohne ins Orange zu kippen, und die Wand rosa, ohne ins Rot zu kippen, denn treffen sich die beiden in der Mitte, löst sich die Figur nicht mehr von der Wand. Die Grüntöne stehen nur an den Rändern, ein Streifen rechts und eine Fläche oben links, und gerade sie halten das Rosa davon ab, süß zu werden. Das Gesicht will zwei rosa Hauche und sonst nichts Modelliertes; die Augen sind Schlitze und bleiben Schlitze. Die Hände sind ein einziger Knoten aus Fingern im Schoß und die schwerste Stelle der Arbeit. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Leinwand und geben sie frei. Ein Druck ist es nie.
Welche Größe für welche Wand?
Für dieses Motiv schlagen wir 90 × 140 cm vor. Bei den Proportionen ist 130 × 200 cm beinahe genau, 0,008 Prozent von der Form des Originals, dann 99 × 151 cm mit 0,9 und 90 × 140 cm mit 1,1; doch 130 × 200 cm ist ein sehr großes Format, und das Original ist eine Leinwand von etwa zwei Dritteln eines Meters Breite. Der Aufbau ist frontal und ruhig und hält eine Wand, an der man nah vorbeigeht – ein Flur, ein Treppenabsatz, der Platz neben einem Bücherregal. Die Palette ist warm, sie steht daher gut an Weiß, an blassem Grau und an Grün, und sie kämpft gegen ein starkes Terrakotta oder ein tiefes Rot. Ein postimpressionistisches Gemälde in einem Maß, das nicht aufgeführt ist, ist kein Problem: Wir fertigen es nach Wunsch.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Dallas Museum of Art, Inventarnummer 1977.1, eine Schenkung der Leland Fikes Foundation, Inc. Es hängt im Saal für europäische Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts.
Wer ist der Junge?
Kein Eintrag nennt ihn. Er ist eines der einheimischen Kinder und jungen Arbeiter, die Modigliani gegen Kriegsende im Süden Frankreichs malte.
Warum nennt das Museum zwei Maße?
Weil beide das gerahmte Objekt beschreiben: das, was der Rahmen sehen lässt, und den Rahmen selbst. Das Maß der Leinwand, 64,8 × 99,7 cm, kommt aus den Verzeichnissen.
Wie genau folgt unsere Leinwand den Proportionen des Originals?
Das Original misst 64,8 × 99,7 cm. Am nächsten kommt unser Maß 130 x 200 cm, das vom Verhältnis des Originals um 0,01 % abweicht.
- Motiv: ein Junge, frontal sitzend, weite ockerbraune Jacke, dunkle kurze Hosen, gefaltete Hände, lachsrosa Wand
- Original: 64,8 × 99,7 cm, Öl auf Leinwand, etwa 1918, Dallas Museum of Art, Inv. 1977.1
- Unsere Fassung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße oder nach Maß, mit einer Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: Das Museum nennt ein Sichtmaß und ein Rahmenmaß, aber kein Maß der Leinwand, und sein Saaltext nennt afrikanische Masken als Quelle des Gesichts
Die Augen auf dieser Leinwand sind ohne Pupillen gemalt. Wir haben alle 76 Werke Modiglianis auf diesem Regal gezählt: 53 sind so, 17 nicht – Werk für Werk.









































