Beschreibung
| Titel: | Camille Monet auf dem Totenbett |
| Weitere Titel: | Camille sur son lit de mort · Camille Monet on Her Deathbed |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1879 |
| Originalgröße: | 68 cm x 90 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris (Inv. RF 1963 3) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Formate oder nach Maß |
Camille Monet auf dem Totenbett ist Monets Porträt seiner Frau Camille, gemalt 1879, in den Stunden nach ihrem Tod. Der Kopf liegt auf dem Kissen etwas oberhalb der Mitte, das Gesicht ist kaum aufgelöst, und über die ganze Fläche laufen schnelle schräge Züge in Violett, Blaugrau und Ocker. Das Original hängt im Musée d’Orsay in Paris. Bei uns entsteht daraus eine handgemalte Reproduktion, Öl auf Leinwand, in acht Formaten oder nach Ihrem Maß, mit einem Foto des fertigen Werks zur Freigabe vor dem Versand.
Camille Monet auf dem Totenbett – Claude Monet
Wer ist dargestellt?
Camille Doncieux, geboren 1847, Monets erste Frau. Sie war sein Modell, als er selbst noch unbekannt war, und steht hinter den meisten weiblichen Figuren seiner frühen Werke. Geheiratet haben sie 1870. Sie starb am 5. September 1879 in Vétheuil, zweiunddreißigjährig, nach langer Krankheit, und diese Leinwand entstand an ihrem Bett.
Was steht auf der Leinwand?
Ein Hochformat, auf dem kein einziger Gegenstand gezeichnet ist. Der Kopf liegt auf dem Kissen über der Mitte und etwas links, leicht dem Betrachter zugewandt; die Augen sind geschlossen, der Mund ein wenig offen, und das Gesicht besteht aus wenigen Zügen und löst sich erst auf, wenn das Auge eine Weile darauf ruht. Alles Übrige ist Bettzeug: lange, schnelle schräge Züge in Violett, Blaugrau, Blassrosa und Ocker, die von der oberen rechten Ecke zur unteren linken laufen und die ganze Fläche füllen. Tief in der Mitte liegt ein kleiner Strauß, der einzige benennbare Gegenstand. Am unteren rechten Rand fällt eine dunkle Schräge. Das Ölgemälde hat keine Wand, kein Fenster, keine Lichtquelle — nur einen Vorhang aus Bewegung, durch den das Gesicht erscheint. Unten rechts ist die Leinwand signiert.
Warum ist dieses Werk wichtig?
Weil es zu den ungewöhnlichsten Porträts des 19. Jahrhunderts gehört. Das Totenporträt war damals eine feste Gattung, aber es wurde ruhig gemalt, mit scharfen Konturen und in dunklen Tönen. Monet tat das Gegenteil: die Farbe ist hell, der Zug unruhig, die Kontur zerfällt. Ein Kunstgemälde, das ein Gesicht festhalten sollte, lässt es stattdessen verschwinden. Genau deshalb ist dies eines der wenigen Werke, in denen die impressionistische Methode nicht auf Licht über Wasser angewandt wird, sondern auf etwas, woran sie sich nie versucht hat.
Was hat Monet über die Entstehung gesagt?
Später beschrieb er Georges Clemenceau, was ihm am Bett geschah: während er das tote Gesicht ansah, ertappte er sich dabei, wie sein Auge dem Wechsel der Farben automatisch folgte, als wäre es irgendein anderes Motiv, und wie ihn diese Gewohnheit erschreckte. Diese Schilderung ist der Grund, warum man vor diesem Werk anders steht als vor seinen übrigen: was wir sehen, ist keine Entscheidung des Malers, etwas auszudrücken, sondern die Folge einer Gewohnheit, die nicht aufgehört hat. Eine impressionistisches Gemälde mildert das nicht und versucht es auch nicht.
Welche Camille ist das?
Camille kommt bei Monet oft vor, aber fast immer in Bewegung und fast nie mit deutlichem Gesicht. Für alle vier Figuren eines frühen Werks hat sie gestanden — Frauen im Garten; am Tisch mit dem Sohn Jean sitzt sie in einem zweiten — Das Mittagessen; im Gras mit Sonnenschirm und Jean steht sie in einem dritten — Frau mit Sonnenschirm. Die Frau mit Sonnenschirm nach links gewandt dagegen, Frau mit Sonnenschirm (nach links gewandt), zeigt nicht Camille, sondern Suzanne Hoschedé, gemalt sieben Jahre nach Camilles Tod — eine Verwechslung, die bei Monet häufig vorkommt. Lebend sehen Sie sie auch auf Camille Monet auf einer Gartenbank im Metropolitan Museum, sechs Jahre vor dieser Leinwand.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Diese Leinwand gehört für einen Kopisten zu den schwierigeren, weil es keine Zeichnung gibt, die man übertragen könnte. Der Maler beginnt mit der Farbe der ganzen Fläche — Violett, Grau und Ocker gehen zugleich auf, nass in nass — und sucht erst danach den Kopf, der aus denselben Zügen entstehen muss wie das Bettzeug um ihn herum und nicht als gezeichnetes Gesicht darauf gelegt werden darf. Löst sich das Gesicht zu deutlich auf, verliert das Werk genau das, was es ausmacht. Deshalb schicken wir vor dem Versand immer ein Foto des fertigen Werks: bei diesem Motiv ist das Verhältnis von Deutlichkeit und Verwischung das Einzige, was wirklich freigegeben werden muss.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 68 x 90 cm ist das Maß des Originals und für die meisten Wände genug. Für einen kleineren Raum nehmen Sie 50 x 65 oder 60 x 80 cm, für eine große Wand 100 x 130 oder 120 x 160 cm. Die mittleren Maße 80 x 110 und 90 x 120 cm decken die meisten Wohnzimmer ab. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer ist bei Monet meist eines der helleren Motive; dieses ist anders. Ein Wandgemälde mit diesem Motiv ist still und hell, ohne starken Kontrast, und wirkt deshalb dort gut, wo man nah und ruhig davorsteht — am Treppenaufgang, im Arbeitszimmer, im Schlafzimmer — und weniger gut auf einer großen, belebten Wand, auf der seine Farbe verlorengeht.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der genannten Maße, fertigen wir nach Maß — schicken Sie Breite und Höhe, und wir nennen Preis und Termin. Das Original misst 68 x 90 cm, ein Verhältnis von etwa 1 : 1,32. Das Gemälde auf Leinwand ist auf einen Holzkeilrahmen gespannt, die Kanten sind mitgemalt, deshalb wirkt es auch ohne Rahmen nicht unfertig. Zu diesem Motiv passt eine schmale, dunkle oder naturbelassene Leiste; eine breite goldene nimmt ihm die Stille.
Lieferung und Garantie
Wir liefern nach Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Italien und Ungarn, in Schutzfolie gewickelt und im festen Karton. Vor dem Versand schicken wir ein Foto des fertigen Werks; stimmt darauf etwas nicht, wird korrigiert, bevor es die Werkstatt verlässt. Die Fertigungszeit hängt von Maß und Auslastung ab. Weitere Motive Monets finden Sie in der Galerie Claude Monet, über das Malen und die Wahl der Motive schreiben wir im Blog.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Musée d’Orsay in Paris, unter der Inventarnummer RF 1963 3. Das Museum erhielt es 1963 als Schenkung von Katia Granoff.
Aus welchem Jahr stammt es?
Aus 1879, dem Jahr von Camilles Tod. Das Museum nennt auch das Maß, 90 cm Höhe und 68 cm Breite, und die Technik, Öl auf Leinwand.
Ist »Camille sur son lit de mort« dasselbe Werk?
Ja, das ist der französische Name desselben Werks; auf Englisch heißt es Camille Monet on Her Deathbed, auf Slowenisch Camille Monet na smrtni postelji, auf Kroatisch Camille Monet na smrtnoj postelji, auf Italienisch Camille Monet sul letto di morte und auf Ungarisch Camille Monet halálos ágyán.
Ist das ein Druck?
Nein. Jedes Stück ist eine handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, eigens für die Bestellung gemalt. Der Zug bleibt sichtbar und die Oberfläche ist nicht glatt, was eine gedruckte Reproduktion nicht kann.
Welches Maß soll ich wählen?
Wollen Sie das Werk im Verhältnis und in der Größe des Originals, wählen Sie 68 x 90 cm. Sonst messen Sie die Breite des Möbels unter der Wand und nehmen etwa zwei Drittel davon.
Bekomme ich auch ein Maß, das nicht gelistet ist?
Ja. Maßanfertigung ist bei uns der Normalfall; schicken Sie Breite und Höhe, wir nennen Preis und Termin, bevor wir beginnen.
Wie wird geliefert?
Auf den Keilrahmen gespannt, in Schutzfolie gewickelt und im festen Karton. Haben Sie einen Rahmen bestellt, ist das Werk schon bei uns gerahmt.
Ist dieses Motiv schwer auszuhalten?
Die Frage ist berechtigt, und die Antwort hängt davon ab, wo das Werk hängt. Die Farbe ist hell und das Motiv nicht schaurig; die meisten sehen zuerst das Bettzeug und erst danach das Gesicht. Wer es in einen Raum hängt, in dem man sich kurz aufhält, liest es als Farbfläche; wer es dorthin hängt, wo er sitzt und liest, bleibt länger dabei.
Wie hoch soll ich es hängen?
Die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden. Da das Motiv still ist, hängen Sie es nicht zu hoch — man muss nah herangehen können.
Ist die Leinwand signiert?
Im Original steht die Signatur unten rechts. Auf unserer Fassung malen wir sie dorthin, wo sie im Original steht, ohne eine Jahreszahl zu ergänzen.
Eignet es sich als Geschenk?
Seltener als andere Motive Monets — dieses Werk kaufen die meisten für sich selbst. Möchten Sie jemandem ein Gemälde schenken und wissen nicht welches, gibt es einen Geschenkgutschein: dann sucht die beschenkte Person Motiv und Maß selbst aus.
- Handgemalt. Öl auf Leinwand, kein Druck und kein maschineller Auftrag.
- Acht Formate oder nach Maß. Von 50 x 65 bis 120 x 160 cm, darunter 68 x 90 cm, das Maß des Originals.
- Foto vor dem Versand. Sie sehen das Werk fertig, bevor es die Werkstatt verlässt.
- Angaben aus dem Museum. Jahr, Maß und Inventarnummer stehen so, wie das Musée d’Orsay sie führt.









































