Beschreibung
Jean Monet auf seinem Schaukelpferd ist eine handgemalte Reproduktion von Monets Familienporträt aus dem Jahr 1872: der ältere Sohn des Malers, damals etwa fünf, sitzt auf einem Spielpferd mit drei Rädern mitten auf einem hellen Gartenweg vor einer dunklen Hecke und sieht den Betrachter direkt an. Das Original misst 74,3 x 60,6 cm und wird im Metropolitan Museum of Art in New York unter der Inventarnummer 2000.195 verwahrt. Wir malen es in acht Formaten oder nach Ihrem Maß, mit einem Foto des fertigen Werks zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Jean Monet auf seinem Schaukelpferd |
| Weitere Titel: | Jean Monet (1867–1914) on His Horse Tricycle · Jean Monet on His Hobby Horse |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1872; unten rechts signiert und datiert |
| Originalgröße: | 74,3 cm x 60,6 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Metropolitan Museum of Art, New York (Inv. 2000.195) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Formate oder nach Maß |
Jean Monet auf seinem Schaukelpferd – Claude Monet
Wer ist das Kind auf der Leinwand?
Das Kind ist Jean Monet, der ältere Sohn des Malers Claude Monet, 1867 geboren und bei der Entstehung also etwa fünf. Das Museum nennt ihn schon im Titel, mit Lebensdaten, und führt ihn als dargestellte Hauptperson, nicht als namenloses Kindermodell. Das ändert die Lesart: keine Genredarstellung irgendeines Kindes mit einem Spielzeug, sondern das Porträt eines bestimmten Kindes, gemalt von seinem Vater.
Was ist zu sehen?
Die Leinwand liegt quer. Die Mitte nimmt das Kind ein, in einem langen cremeweißen Mantel mit kurzem Umhang und einer Reihe kleiner Knöpfe vorn; auf dem Kopf ein brauner Hut mit hartem flachem Deckel, aus dem hinten eine braune Feder aufrecht heraussteht. Das Gesicht ist genau nach vorn gewendet, der Mund geschlossen, der Ausdruck ernst und ein wenig unsicher. Es sitzt auf einem Spielpferd: der Körper blass cremefarben, die Mähne weiß und zerzaust, Zaum und Brustriemen leuchtend rot, an den Verbindungen blaue Rosetten, die Vorderbeine mit dunklen Hufen weit zum linken Rand gestreckt. Das Spielzeug steht auf einem Gestell mit drei Speichenrädern in dunklem Blau bis fast Schwarz, das größte rechts. Die oberen zwei Drittel schließt eine dichte Wand aus Laub, so dunkel, dass sie stellenweise ins Schwarze übergeht; rechts öffnet sich daraus ein Busch roter Pelargonien, darüber einige weiße Blüten in dickem Auftrag, Impasto, der über der Fläche steht. Das untere Drittel ist ein heller Sandweg, fast ohne Einzelheiten. Unten rechts stehen Signatur und Jahreszahl, auf einem Ölgemälde von weniger als achtzig Zentimetern Breite.
Schaukelpferd oder Dreirad?
Das Spielzeug ist das am genauesten gemalte Ding auf dieser Leinwand und das einzige, über das die Einträge uneins sind. Der Titel, unter dem wir verkaufen, spricht von einem Schaukelpferd; das Metropolitan Museum of Art nennt es in seinem heutigen Eintrag „Jean Monet (1867–1914) on His Horse Tricycle“, also ein Pferd auf einem Dreirad. Wikidata trägt noch die ältere Museumsform „Jean Monet (1867–1913) on His Hobby Horse“ und führt unter den dargestellten Gegenständen ein Steckenpferd, das hier gar nicht vorkommt; nicht einmal in den Lebensdaten des Jungen stimmen die beiden überein. Eine Leinwand, drei Namen. Wo die Quellen sich widersprechen, richten wir uns nach der Einrichtung, die das Werk verwahrt; deshalb steht oben die Museumsform als weiterer Titel und im Text der Name, unter dem wir verkaufen. Wer hinsieht, erkennt schnell, wessen Beschreibung genauer ist: das Pferd steht auf Rädern, nicht auf Kufen und nicht auf einem Stock.
Genau dieses Spielzeug erklärt auch, warum das Werk eigenartig wirkt. Das Kind ist weich gemalt, der Rand des Mantels zerfließt stellenweise in den Hintergrund, während Pferd, Zaum und Räder scharf gezeichnet sind, mit jeder einzeln gezählten Speiche. Das Spielzeug ist stofflicher als das Kind, das darauf sitzt — bei einem Porträt das Gegenteil des Erwarteten. Die Hecke dahinter hat keine Tiefe, sie ist Fläche und nicht Raum, und so stehen beide davor wie ausgeschnitten. Ein impressionistisches Gemälde ist dies dem Stil nach; dem Aufbau nach steht es einer überlegten Anordnung näher als einer nebenbei aufgefassten Szene.
Angaben aus dem Museumseintrag
Die Leinwand ist im Metropolitan Museum of Art in New York unter der Inventarnummer 2000.195 verzeichnet: Öl auf Leinwand, 60,6 x 74,3 cm, Jahr 1872. Das Museum schreibt die Höhe zuerst, bei uns steht die Breite vorn. Die Jahreszahl ist ohne Vorbehalt eingetragen und stimmt mit dem Datum überein, das der Maler selbst auf die Leinwand geschrieben hat. Ins Museum kam das Werk im Jahr 2000 als Schenkung der Sara Lee Corporation, und mehr sagt der Eintrag über frühere Besitzer nicht; im Wildenstein-Katalog trägt es die Nummer 238. Den Paralleleintrag führt Wikidata, das mit dem Museum in Inventarnummer, Sammlung, beiden Maßen und Objektnummer übereinstimmt; der Museumseintrag ist oben in der Zeile „Standort“ verlinkt. Das Werk entstand zwei Jahre vor der ersten impressionistischen Ausstellung von 1874.
Monets Angehörige auf weiteren Gemälden bei uns
Dasselbe Kind, älter und halb hinter dem Tisch nach dem Essen verborgen, findet sich auf Das Mittagessen. Eine Gestalt im Freien, unter weitem Himmel, zeigt Frau mit Sonnenschirm. Die Gartenfassung mit mehreren Figuren bieten Frauen im Garten, und das Innenporträt aus demselben Haus ist Madame Monet im Kimono. Alle vier malen wir von Hand, in derselben Formatauswahl.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Dieses Motiv steht und fällt mit zwei gegensätzlichen Auftragsweisen in einem Werk. Die Hecke wird von hinten nach vorn aufgebaut: ein kühler dunkler Grund, dann Hunderte kurzer Tupfer in drei oder vier Grüntönen, sonst sackt die Fläche in ein gleichförmiges Schwarz zusammen. Der Mantel entsteht umgekehrt, in breiten weichen Flächen mit sparsamem Strich, der kaum zu sehen ist. Die harten Teile kommen zuletzt: die Radkränze, jede Speiche einzeln, der rote Zaum und die blauen Rosetten. Zeichnet der Maler die Räder zu früh, verschmieren die Kanten ins Grün, und die Schärfe, auf der die Szene beruht, ist verloren. Die Fassung, die Sie bekommen, folgt dieser Reihenfolge und braucht in großen Formaten länger.
Welches Format für welche Wand?
Die kurze Antwort: 74 x 61 cm kommt dem Original am nächsten — 3 mm schmaler und 4 mm höher; 90 x 70 cm über der Kommode, 110 x 90 cm über dem Sofa, 150 x 120 cm für eine große freie Wand. Ein Kunstgemälde mit diesem Motiv wirkt auf Augenhöhe am besten, denn das Kind sieht direkt heraus, und der Blick trifft am unmittelbarsten, wenn das gemalte Gesicht und das des Betrachters gleich hoch hängen. Das kleinste Format 60 x 50 cm passt in einen Flur oder an eine schmale Wand neben der Tür; bei 130 x 110 cm trennen sich die Speichen schon aus einigen Schritten; 80 x 65 cm und 100 x 80 cm liegen dazwischen. Da die oberen zwei Drittel dunkel sind, braucht ein Gemälde mit diesem Motiv eine helle Wand und genug Licht; in einer dunklen Ecke schließt sich die Hecke. Ein Gemälde fürs Kinderzimmer ist dies dem Motiv nach, nicht der Farbe nach.
Wie hoch Sie das Gemälde hängen: die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden. Da das Kind direkt herausblickt, geht die Szene verloren, wenn das Werk zu hoch hängt — der Betrachter sieht hinauf und das Kind an ihm vorbei.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der acht Formate zu Ihrem Raum, malen wir das Werk in dem Maß, das Sie bestimmen — schicken Sie Breite und Höhe, und wir nennen Preis und Termin. Die Anfertigung nach Maß behält das Seitenverhältnis bei, weil sich die Räder sonst zu Ellipsen dehnen und das Spielzeug genau das verliert, was es überzeugend macht. Das Gemälde auf Leinwand ist auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt und die Kanten sind mitgemalt, sodass es auch ohne Rahmen nicht unfertig wirkt. Dazu passt eine schmale dunkle Leiste oder warmes Nussholz; ein breiter goldener Rahmen zieht das cremige Weiß des Mantels ins Gelbliche.
Lieferung und Garantie
Das Werk reist in sechzehn Länder der Europäischen Union — unter anderem nach Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien und Italien sowie nach Ungarn — in Schutzfolie gewickelt und in einem festen Karton. Das Foto der fertigen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand: stimmt etwas nicht, bessern wir nach, solange das Werk in der Werkstatt ist. Weitere Motive von Monet finden Sie in der Galerie Claude Monet, und über das Malen schreiben wir in unserem Blog.
Wenn Sie das Gemälde verschenken und bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Der Beschenkte wählt Größe und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Wo ist das Original?
Im Metropolitan Museum of Art in New York, Inventarnummer 2000.195, Abteilung für europäische Malerei. Der Eintrag nennt keinen Saal, deshalb behaupten wir nicht, dass das Werk derzeit ausgestellt ist.
Ist außer dem Kind noch jemand zu sehen?
Nein. Ein einziger Mensch, Jean Monet, und ein einziges Spielzeug. Alles andere ist Garten: die Hecke, ein Busch roter Pelargonien und der Sandweg.
Was sagt das Gemälde in einem Satz?
Dass ein Vater seinen fünfjährigen Sohn auf einem Spielpferd gemalt hat — und das Spielzeug schärfer als das Kind.
Aus welchem Jahr stammt das Gemälde?
Aus dem Jahr 1872. Jean, Monets älterer Sohn, war damals etwa fünf Jahre alt; die Familie lebte in Argenteuil.
- Motiv. Der etwa fünfjährige Jean Monet im cremeweißen Mantel und braunen Hut auf einem Spielpferd mit drei blauen Rädern, vor einer dunklen Hecke.
- Original. Öl auf Leinwand, 74,3 x 60,6 cm, 1872, Metropolitan Museum of Art, Inv. 2000.195, Wildenstein 238.
- Unseres. Acht Formate oder nach Maß, von 60 x 50 bis 150 x 120 cm; 74 x 61 cm ist 3 mm schmaler und 4 mm höher als das Original.
- Wissenswert. Das Museum nennt das Werk heute Pferd auf einem Dreirad, nicht Schaukelpferd — die Leinwand gibt ihm recht, denn das Spielzeug hat Räder.









































