Beschreibung
Die Brücke von Argenteuil ist eine handgemalte Reproduktion von Monets Seine-Ansicht aus dem Jahr 1874: rechts überspannt eine steinerne Straßenbrücke den Fluss, an ihrem näheren Ende steht ein rosafarbenes Zollhaus, und links im Vordergrund liegen zwei vertäute Segelboote mit kahlen Masten. Das Original misst 80 x 60,3 cm, ist Öl auf Leinwand und wird unter der Inventarnummer RF 1937 41 vom Musée d’Orsay in Paris verwahrt. Wir malen es in acht Maßen oder nach Ihrem Maß, mit einer Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Die Brücke von Argenteuil |
| Weitere Titel: | Le Pont d’Argenteuil · Le Pont d’Argenteuil et les barques · The Argenteuil Bridge |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1874; unten rechts signiert und datiert »Claude Monet 74« |
| Originalgröße: | 80 cm x 60,3 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris (Inv. RF 1937 41) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße oder nach Maß |
Die Brücke von Argenteuil – Claude Monet
Was ist zu sehen?
Auf der Leinwand gibt es keinen Porträtierten. Der Gegenstand ist ein Ort: ein Abschnitt der Seine bei Argenteuil, wo Monet in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts wohnte und arbeitete. Die Hauptfigur ist die Straßenbrücke und das Wasser darunter. Die einzige menschliche Anwesenheit ist eine winzige Gestalt am gegenüberliegenden Ufer, ohne Gesicht gemalt; der museale Eintrag nennt niemanden, also nennen auch wir niemanden.
Was steht auf der Leinwand?
Das Format ist quer. Rechts spannt sich die steinerne Straßenbrücke über den Fluss: massive viereckige Pfeiler stehen im Wasser, dazwischen niedrige Bögen, obenauf ein helles Geländer, das sich zum rechten Rand hin verengt. Am näheren Ende steht ein quadratisches Zollhaus mit rosa-cremefarbener Fassade und dunklem Walmdach. Links im Vordergrund liegen zwei vertäute Segelboote: der nähere Rumpf weiß, der andere mit dunklerer Wasserlinie, beide Masten kahl und ungewöhnlich hoch, dazwischen schräg abfallende Wanten. Dahinter zieht sich das Gegenufer mit dichter grüngrauer Baumreihe hin, aus der ein helles zweigeschossiges Haus mit braunrotem Dach aufsteigt.
Die untere Hälfte nimmt das Wasser ein, in kurzen waagerechten Strichen in Blau, Grün, Ocker und Weiß; unter Pfeilern und Masten drehen sich dieselben Striche senkrecht und dehnen sich zu langen Spiegelungen. Oben steht ein blasser blauer Himmel mit Quellwolken. Unten rechts ist signiert und datiert; die Signatur endet auf der Zahl 74, mit derselben feinen Pinselspitze gesetzt wie der Name. Dieses Ölgemälde stammt aus der Zeit, in der Monet die glatte Ausarbeitung bereits aufgegeben, bei der Architektur aber eine feste Zeichnung behalten hatte: die Brücke ist vermessen, das Wasser nicht.
Warum ist dieses Werk wichtig?
Argenteuil war für den Impressionismus, was für andere Richtungen eine Akademie war. Monet lebte und arbeitete an diesem Fluss bis 1878; hier formte sich die Arbeitsweise im Freien, die wir en plein air nennen. Das Motiv ist alltäglich und zeitgenössisch, und die Mühe des Malers gilt dem, was sich ändert – dem Licht auf der Wasseroberfläche.
Wichtig ist es auch durch das, was es unterlässt. Die Brücke ist nicht als Denkmal gemalt und steht nicht in der Mitte; sie ist in das rechte Drittel gedrängt und vom Rand der Leinwand angeschnitten, wie sie jemand sähe, der keinen schöneren Standort gesucht hat. Diese scheinbare Zufälligkeit war 1874 neu: ein impressionistisches Gemälde bot dem Betrachter erstmals eine Ansicht, die nicht für ihn geordnet worden war.
Was bedeutet das Werk?
Die Ansicht ist aus zwei gegenläufigen Richtungen gebaut. Die Waagerechten – Geländer, Wasserfläche, Ufer – laufen von links nach rechts; die Senkrechten – Masten, Pfeiler, Spiegelungen – schneiden sie. Diese Kreuzung hält alles zusammen, obwohl nichts geschieht: die Boote sind vertäut, die Segel geborgen. Die Spannung kommt aus einem Netz von Richtungen.
Die zweite Schicht liegt im Stofflichen. Stein ist fest und wird einmal gemalt; Wasser ist nie dasselbe und wird hundertmal gemalt. Die Spiegelung unter dem Pfeiler ist kein Schatten, sondern ein eigener Gegenstand aus denselben kurzen Strichen wie die Wellen, nur anders gedreht. Wer nahe herantritt, sieht, dass die untere Hälfte abstrakt ist. Ein Kunstgemälde von uns muss diesen Unterschied zwischen Vermessenem und Aufgelöstem bewahren, sonst sinkt die Ansicht zum Dekor herab.
Wie kam die Leinwand ins Musée d’Orsay?
Der museale Eintrag ist kurz und eindeutig: Das Werk gelangte 1937 als Vermächtnis von Antonin Personnaz in französischen Staatsbesitz (»Legs Antonin Personnaz, 1937«). Personnaz war Sammler der Impressionisten; nach seinem Tod ging die Sammlung an den Staat über, und das Werk erhielt die Nummer RF 1937 41. Mehr führt das Museum nicht an, also ergänzen auch wir weder Vorbesitzer noch Preise.
Zwei Leinwände aus demselben Jahr: welche haben wir?
Monet malte 1874 zwei Fassungen der Straßenbrücke von Argenteuil; sie auseinanderzuhalten ist schwerer, als es scheint. Unsere ist die Pariser (RF 1937 41), im Werkverzeichnis Wildenstein unter Nummer 311. Die andere verwahrt die National Gallery of Art in Washington unter 1983.1.24, im Werkverzeichnis unter 312. Beide messen etwa 60 x 80 cm, beide sind Öl auf Leinwand von 1874, beide sind mit »Claude Monet 74« signiert, und die Katalognummern folgen unmittelbar aufeinander.
Unterschieden werden sie durch die Komposition. Auf unserer liegen im Vordergrund zwei vertäute Segelboote mit hohen kahlen Masten, die Brücke öffnet sich nach rechts, daneben steht das rosafarbene Zollhaus. Auf der Washingtoner steht mittig eine dunkle Barke unter zwei Masten, links ein weißes Segel, der Himmel nimmt mehr Raum ein, das Wasser ist ausgeprägt blau. Wer nur die Daten vergleicht, kann beide nicht trennen; wer die Werke ansieht, kann sie nicht verwechseln. Deshalb haben wir die Identität durch Ansehen geprüft und nicht allein durch Lesen.
Eine dritte Brücke gibt es nicht: Die Eisenbahnbrücke bei Argenteuil ist ein anderes Bauwerk am selben Ort, mit eiserner Konstruktion und einem Zug. Wasser ohne Brücke bieten Das Becken von Argenteuil und Die Promenade bei Argenteuil, den flussabwärts gelegenen Abschnitt Die Seine bei Bougival. Alles steht in der Monet-Sammlung, und über die Jahre des Malers an der Seine schreiben wir im Blog über Claude Monet.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Diese Ansicht steht und fällt mit dem Verhältnis von Festem und Aufgelöstem. Zuerst entsteht die Architektur: Pfeiler, Bögen und Geländer werden mit gerader Kante und kühlem Untergrund gesetzt, damit Stein Stein bleibt. Erst danach kommt das Wasser, umgekehrt aufgebaut – in kurzen waagerechten Berührungen, ohne Mischen auf der Leinwand, damit Blau, Grün und Ocker erst im Auge des Betrachters zusammenfließen. Die Spiegelungen entstehen zuletzt, nur gedreht und verlängert.
Die Masten sind der riskanteste Zug: zwei lange, fast gerade Linien in einem Schwung, sonst sieht man, wo die Hand abgesetzt wurde. Ein Gemälde auf Leinwand mit diesem Motiv entsteht deshalb in fester Reihenfolge und braucht bei größeren Maßen länger. Eine handgemalte Kopie hat hier keinen Ort für einen Fehler, denn es gibt weder Porträts noch kleine Figuren, die das Auge vom Strich ablenken. Studiofotografien dieses Motivs liegen derzeit nicht vor; sie entstehen, wenn das Werk das nächste Mal gemalt wird.
Welches Maß für welche Wand?
Kurze Antwort: 80 x 60 cm kommt dem Original am nächsten — gleich breit, 3 mm niedriger; 90 x 70 cm über der Kommode, 120 x 90 cm über dem Sofa, 150 x 110 cm für eine große offene Wand. Da das Original 80 x 60,3 cm misst, kommt unser Maß 80 x 60 cm seinem Verhältnis am nächsten. Ein Gemälde mit diesem Motiv verträgt auch größere Maße: mehr Fläche bedeutet mehr sichtbare Striche.
Die kleinsten Maße 40 x 30 cm und 50 x 40 cm sind für Flur oder schmale Wand; dort fließen die feinen Striche zusammen, die Brücke bleibt lesbar. 60 x 40 cm und 70 x 50 cm wirken gut im Büro oder Schlafzimmer. Als Gemälde fürs Wohnzimmer bewährt sich 120 x 90 cm, weil sich die Spiegelungen in voller Höhe ausbreiten. Das Motiv ist quer und verlangt Breite.
Wie hoch Sie das Gemälde hängen: die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden. Da die Spiegelungen nach unten abfallen, verliert die Ansicht bei zu hoher Hängung das Wasser – die Hälfte des Werks.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Verlangt Ihre Wand ein Verhältnis, das nicht auf der Liste steht, fertigen wir ein Gemälde nach Wunsch – das Motiv wird nicht gedehnt, sondern der Ausschnitt so überlegt, dass Brücke und Boote ihren Platz behalten. Die Leinwand ist auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig; die Kanten sind mitgemalt. Für den Rahmen nutzen wir eine Anwendung, in der Sie das Motiv im gewählten Profil sehen. Die Rahmenwahl und der separate Dienst der Visualisierung sind zwei verschiedene Dinge.
Lieferung und Gewährleistung
Wir malen auf Bestellung, das Werk liegt also nicht am Lager. Ist die Leinwand fertig und trocken, senden wir eine Aufnahme zur Freigabe; erst danach geht sie in den Versand. Wir liefern nach Deutschland, Österreich und in weitere EU-Länder, in fester Verpackung, auf den Keilrahmen gespannt. Stimmt etwas nicht, bessern wir nach oder malen neu.
Wenn Sie das Gemälde verschenken und bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Der Beschenkte wählt Größe und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Musée d’Orsay in Paris, unter der Nummer RF 1937 41. Das Museum führt es als Le Pont d’Argenteuil, mit dem Zusatz Le Pont d’Argenteuil et les barques.
Sind Menschen darauf zu sehen?
Fast niemand. Am gegenüberliegenden Ufer steht eine einzige winzige Gestalt, mit wenigen Strichen und ohne Gesicht. Der museale Eintrag nennt niemanden.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass eine neue steinerne Brücke über die Seine ein Motiv sein kann und dass das Wasser darunter interessanter ist als sie.
Aus welchem Jahr stammt das Gemälde?
Aus dem Jahr 1874. Monet lebte damals in Argenteuil und malte die Straßenbrücke über die Seine in jenem Jahr mehrmals.
- Motiv. Steinerne Straßenbrücke über die Seine bei Argenteuil, rosafarbenes Zollhaus und zwei vertäute Segelboote mit hohen kahlen Masten.
- Original. Öl auf Leinwand, 80 x 60,3 cm, 1874, Musée d’Orsay, Inv. RF 1937 41, Wildenstein 311, Vermächtnis Antonin Personnaz 1937.
- Unseres. Acht Maße oder nach Maß, von 40 x 30 bis 150 x 110 cm; 80 x 60 cm ist so breit wie das Original und 3 mm niedriger.
- Wissenswert. Monet malte im selben Jahr eine zweite Fassung derselben Brücke, heute in Washington; die Daten decken sich fast, die Ansichten nicht.









































