Beschreibung
Spaziergang auf der Klippe bei Pourville ist eine handgemalte Reproduktion nach Monets Leinwand im Art Institute of Chicago: zwei Gestalten in langen Kleidern stehen auf der grasigen Klippe über dem Meer, die hintere hält einen roten Sonnenschirm, und der rechte Rand schneidet einen zweiten, dunklen Felsen an. Das Original misst 82,3 x 66,5 cm, ist Öl auf Leinwand und trägt die Inventarnummer 1933.443. Das Museum datiert es auf 1882, die Leinwand ist unten rechts »Claude Monet 82« signiert, die Jahreszahlen stimmen also überein. Wir malen es in acht Größen oder nach Ihrem Maß, mit einer Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Spaziergang auf der Klippe bei Pourville |
| Weitere Titel: | Promenade sur la falaise, Pourville (Name in der Datensammlung Wikidata) · Promenade sur la Falaise (Ausstellung bei Durand-Ruel, Paris 1883) · Falaises de Dieppe (Brüssel 1904) · The Walk on the Cliffs (London 1905) |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1882 nach dem Museumseintrag; das Museum selbst gibt die Signatur unten rechts als »Claude Monet 82« wieder, die Jahreszahlen stimmen also überein |
| Originalgröße: | 82,3 cm x 66,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Art Institute of Chicago (Inv.-Nr. 1933.443) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Spaziergang auf der Klippe bei Pourville – Claude Monet
Wer steht auf der Klippe?
Das Museum behauptet es nicht mit Sicherheit. Das Art Institute of Chicago schreibt, die beiden jungen Frauen seien höchstwahrscheinlich Marthe und Blanche, die ältesten Töchter von Alice Hoschedé; das Wort höchstwahrscheinlich stammt vom Museum, und ein Beleg fehlt. Weniger strittig ist, was zu sehen ist: zwei Gestalten in langen Kleidern, beide mit Kopfbedeckung, dem Wasser zugewandt. Die nähere trägt einen hellen Strohhut mit dunklem Band, die hintere einen roten Sonnenschirm, die einzige starke rote Fläche neben der Signatur. Gesichter gibt es nicht, und so bleiben sie Teil des Hanges.
Was ist auf der Leinwand?
Die grasige Klippe steigt von rechts zur Mitte an und endet in einem Grat dicht unter den beiden Gestalten; darunter fällt eine dunkle Felswand ab, die einzige wirklich dunkle Fläche der unteren Hälfte. Links reicht das Meer bis zum Horizont, mit verstreuten weißen Segeln, darüber der Himmel.
Zwischen Hang und Wasser wechselt die Handschrift deutlich. Das Gras ist in kurzen, raschen, gebogenen Strichen angelegt — so beschreibt es das Museum selbst — viele fast senkrecht, und gerade dadurch scheinen die Halme im Wind zu schwanken; das Meer dagegen ist in kurzen waagerechten Strichen gemalt. Unsere ältere Beschreibung behauptete, das Gras sei in langen waagerechten Strichen angelegt; das trifft weder nach dem Museumseintrag noch nach dem Original zu und steht hier nicht mehr. Waagerecht ist das Wasser, nicht das Gras. Das Museum nennt noch etwas, das auf der Leinwand nicht zu sehen ist: Röntgenaufnahmen zeigen, dass Monet den Felsvorsprung am rechten Rand verkleinert hat, um Meer und Himmel auszugleichen.
Wie ist das Werk datiert, und was sagt die Leinwand?
Das Art Institute of Chicago nennt 1882, ohne Spanne und ohne vorsichtiges um, mit gleichem Anfangs- und Endjahr. Im selben Eintrag gibt das Museum die Inschrift selbst wieder: Signatur unten rechts, »Claude Monet 82«. Dasselbe haben wir auf unserer Aufnahme des Originals in 2807 mal 2251 Punkten gelesen, dicht über dem unteren Rand. Eintrag und Leinwand stimmen also überein — bei den Kathedralen von Rouen aus dem Orsay nennt das Museum gar keine Inschrift, und dort weicht die von uns gelesene Jahreszahl zweimal um zwei Jahre ab.
Was sagt der Museumseintrag zur Größe?
Das Werk bewahrt das Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1933.443. Die Maße veröffentlicht es in der Reihenfolge Höhe mal Breite, 66,5 x 82,3 cm; unsere Tabelle stellt die Breite voran, hier lesen Sie daher 82,3 x 66,5 cm. Die Korrektur betrifft nur die Reihenfolge: die Zahlen waren in unserer älteren Beschreibung richtig, standen aber in der des Museums. Diesmal stimmt die Datensammlung Wikidata vollständig mit dem Museum überein — dasselbe Jahr bei Genauigkeit 9, dieselbe Inventarnummer, dieselben Maße — 823 Millimeter breit und 665 hoch. Wir sagen das ausdrücklich, weil eine Seite ohne Hinweis auf eine Abweichung und eine Seite ohne Vergleich gleich aussehen. Mit Rahmen nennt das Museum 104,8 x 88,9 x 10,8 cm.
Von Hayes nach Chicago, und die Stelle, an der sich der Eintrag widerspricht
Für diese Leinwand veröffentlicht das Museum eine echte Kette von Eigentümern statt einer Erwerbszeile, jede Station mit einer Quelle. Der erste ist Hayes, bei dem das Werk bis zum 1. März 1883 war. Dann Hermann Kapferer in Paris, bis zum 17. Juli 1888, und am selben Tag der Verkauf an das Handelshaus Durand-Ruel für 1.200 Franc. Dann, so das Museum, möglicherweise der Verkauf an Annie Swan Coburn in Chicago bis zum 26. April 1928; das Wort möglicherweise stammt vom Museum, dessen Notiz das Archiv des Handelshauses nicht bestätigen konnte. 1933 kam die Leinwand als Vermächtnis in die Mr. and Mrs. Lewis Larned Coburn Memorial Collection.
Mitten in dieser Kette widerspricht sich der Eintrag, und das sagt das Museum selbst. Der Wildenstein-Katalog von 1996 führt Hermann Kapferer nicht auf und behauptet, Durand-Ruel habe die Leinwand im Oktober 1882 unmittelbar vom Maler gekauft; das Durand-Ruel-Archiv kann das nach dem Museumseintrag nicht stützen. Welche Fassung zutrifft, wissen wir nicht; beide stehen auf der Museumsseite und beide hier.
Welche unserer beiden Klippen bei Pourville ist diese?
Wir verkaufen zwei Leinwände, die im selben Jahr an derselben Küste entstanden und leicht zu verwechseln sind. Dies ist die Chicagoer, 82,3 x 66,5 cm. Die andere heißt Klippen bei Pourville, wird von der National Gallery of Art in Washington unter der Inventarnummer 1985.64.27 bewahrt und misst 100 x 60 cm, ist also deutlich breiter und niedriger. Auf unserer stehen beide Gestalten, die hintere mit rotem Sonnenschirm, die Signatur unten rechts. Auf der Washingtoner sitzt eine Frau und die andere steht neben ihr, ein Sonnenschirm fehlt, der Blick kommt aus größerer Höhe, die Signatur steht unten links. Beide sind gleich signiert, »Claude Monet 82«; die Ecke unterscheidet sie, die Signatur nicht. Im Wildenstein-Katalog stehen sie unter 758 und 754.
In unserer Galerie Claude Monet steht das Werk neben Leinwänden derselben Küste: im selben Jahr entstand Das Zollhäuschen bei Varengeville; dieselbe Begegnung von Gras, Fels und Wasser zeigen Felsen bei Port-Goulphar; aus der Normandie stammt auch Der Aufbruch der Boote, Étretat. Einen roten Sonnenschirm trägt eine Frau auch auf Frau mit Sonnenschirm.
Unter wie vielen Namen ist die Leinwand gereist?
Unter vieren, die das Museum selbst nennt, und unter einem fünften aus der Datensammlung Wikidata: im März 1883 bei Durand-Ruel in Paris als Promenade sur la Falaise, im selben Jahr in London unter fast demselben Namen, 1904 in Brüssel als Falaises de Dieppe, 1905 wieder in London als The Walk on the Cliffs.
Einer dieser Namen ist eine Falle. Falaises de Dieppe heißt Klippen von Dieppe — und der Wildenstein-Katalog führt ausgerechnet unter Sur la Falaise à Dieppe jene andere, die Washingtoner Leinwand. Beide trugen also einmal einen Namen nach den Klippen bei Dieppe.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Bestellung malt ein Maler einzeln, in Öl auf Baumwoll- oder Leinenleinwand. So entsteht jedes Gemälde auf Leinwand bei uns: ohne Druck, ohne Übertragung, ohne maschinellen Zwischenschritt. Anspruchsvoll ist dieses Kunstgemälde vor allem in der Handschrift: der Hang besteht aus Tausenden kurzer gebogener Striche, das Meer aus waagerechten, und wechselt die Hand dazwischen nicht, wird die Klippe zur grünen Wand. Der rote Sonnenschirm ist der einzige starke Akzent und verträgt keine Vergrößerung. Das Museum verzeichnet Monet von Februar bis Mitte April 1882 in Pourville; bei solcher Arbeit im Freien, en plein air, bleibt die Untermalung hell und der Schatten wird aus kühlen Lasuren aufgebaut.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl, von 45 x 38 bis 150 x 120 cm, und es gibt zwei Antworten. Der Größe nach ist 80 x 60 cm dem Original am nächsten: 2,3 cm schmaler und 6,5 cm niedriger als die Leinwand in Chicago. Nach dem Seitenverhältnis ist gerade diese Größe die entfernteste von allen acht — das Original hat 0,808, 80 x 60 cm dagegen 0,750. Am nächsten liegen 50 x 40 und 150 x 120 cm, beide bei 0,800. Im Flur genügen 50 x 40 cm, als Gemälde fürs Wohnzimmer 90 x 70 cm.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wollen Sie genau das Verhältnis des Originals, ist die Anfertigung nach Maß der einzige Weg: schicken Sie uns Breite und Höhe in Zentimetern. Die Leinwand kommt aufgespannt auf einem Keilrahmen oder gerollt in einer Hülse; der Rahmen ist nicht im Preis enthalten. Zu diesem Motiv passt eine schmale Leiste in hellem Naturholz oder Weiß; eine breite Vergoldung drängt Blau und Grün in den Hintergrund.
Lieferung und Garantie
Die Anfertigung dauert zwei bis drei Wochen, bei den größten Maßen einige Tage länger, weil das Öl zwischen den Schichten trocknen muss. Kommt das Werk beschädigt an oder weicht es deutlich von der freigegebenen Aufnahme ab, ersetzen wir es oder erstatten den Preis. Eine handgemalte Kopie ist kein Fabrikprodukt, kleine Unterschiede im Strich sind zu erwarten; ein Schaden oder ein falsches Motiv nicht.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In Chicago, im Art Institute of Chicago, unter der Inventarnummer 1933.443, wo es in Saal 240 hängt.
Wer sind die Frauen in den langen Kleidern?
Nach dem Museumseintrag höchstwahrscheinlich Marthe und Blanche Hoschedé. Das Museum sagt höchstwahrscheinlich und belegt die Namen nicht.
Ist Promenade sur la falaise dasselbe Werk?
Ja. Unter diesem Namen wurde es 1883 ausgestellt, und unter ihm führt es auch die Datensammlung Wikidata; es ist dieselbe Leinwand.
Ist das ein Druck?
Nein. Ein Ölgemälde entsteht bei uns immer von Hand. Gedruckte oder maschinell übertragene Werke verkaufen wir nicht.
Welche Größe soll ich wählen?
80 x 60 cm für die Größe des Originals, 50 x 40 cm für das Seitenverhältnis. Sonst etwa zwei Drittel der Wandbreite.
Kann ich ein Maß erhalten, das nicht auf der Liste steht?
Ja. Arbeit nach Maß ist bei uns üblich, hier besonders, weil kein Maß der Liste das Verhältnis des Originals trifft.
Wie kommt das Werk zu mir?
Aufgespannt auf dem Keilrahmen im festen Karton oder gerollt in einer Hülse, mit Sendungsverfolgung.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass sich Wind so malen lässt, dass man ihn nur am Gras sieht.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Es ist nicht verkäuflich und gehört zur Museumssammlung. Einen Wert nennen wir nicht, weil kein öffentlicher Eintrag ihn festlegt; das Museum nennt nur den Verkauf für 1.200 Franc im Jahr 1888.
Wie hoch soll ich es hängen?
Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden, bei einem Querformat eher höher.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, und wenn Sie sich bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: die beschenkte Person wählt Größe und Motiv selbst.
- Motiv. Zwei Gestalten auf der Klippe über dem Meer, die hintere mit rotem Sonnenschirm.
- Original. Öl auf Leinwand, 82,3 x 66,5 cm, 1882; Art Institute of Chicago, Inv.-Nr. 1933.443.
- Unsere Ausführung. Acht Größen; 80 x 60 cm der Größe nach am nächsten, 50 x 40 cm dem Verhältnis nach.
- Wissenswert. Das Museum gibt die Signatur »Claude Monet 82« selbst wieder; die Jahreszahlen stimmen überein.









































