Beschreibung
Blick auf Vétheuil ist eine handgemalte Reproduktion eines Monet-Blicks vom Hang: das Dorf mit dem spitzen Kirchturm liegt in einer Mulde unter uns, und von rechts fällt ein trockenes ockerfarbenes Feld steil ab. Wir malen es in acht Formaten oder nach Ihrem Maß, Öl auf Leinwand, mit einem Foto des fertigen Werks zur Freigabe vor dem Versand. Welche von Monets Leinwänden mit Vétheuil die Vorlage genau dieser Reproduktion ist, ist nicht geklärt, deshalb finden Sie hier weder eine Jahreszahl noch ein Museum.
| Titel: | Blick auf Vétheuil |
| Maler: | Claude Monet |
| Original: | nicht zuverlässig bestimmt |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Formate oder nach Maß |
Blick auf Vétheuil – Claude Monet
Was ist zu sehen?
Die Leinwand liegt quer, und wir schauen von oben, den Hang hinunter. Unten rechts fällt in der Diagonale ein steiles trockenes Feld in Ockergelb ab; darauf liegt niedriges dunkelgrünes Gebüsch verstreut, dazu winzige rotorange Punkte. Am rechten Rand und im Vordergrund steht dichtes dunkelgrünes Gehölz. Links der Mitte und tiefer liegt das Dorf: weiße und gräuliche Häuser mit blauen Dächern, in die Mulde gedrängt. Darüber erhebt sich eine graublaue Kirche mit hohem spitzem Turm — das Höchste im Dorf, und doch tief unter dem Kamm, der sich darüber schließt. Hinter dem Dorf und links steigt ein blasser Kalkhang zum Kamm, gestreift in Creme, Weiß und Grün; über den Kamm läuft ein Weg, am Horizont stehen ein paar winzige dunkle Bäume. In der Ferne rechts reihen sich niedrige blaugraue Hügel. Das obere Drittel gehört einem blassen graublauen Himmel, in langen schrägen Zügen gemalt, die nach rechts fallen. Dieses Ölgemälde hat keine einzige Gestalt und kein Ereignis.
Warum treffen sich die Hänge gerade am Dorf?
Weil es zwei gegenläufige Diagonalen sind und nicht eine. Der Kalkhang links fällt von der oberen linken Ecke zur Mitte; das trockene Ockerfeld rechts fällt in die Gegenrichtung, vom rechten Rand zu derselben Mitte. Wo sie sich treffen, im Grund dieses V, liegt das Dorf. Nur das Dorf ist auch anders gemalt: in kurzen senkrechten Flächen, Block an Block, während alles um es herum schräg liegt. Deshalb ist das Dorf das Einzige, was hier ruhig steht, und das Auge, das einen der beiden Hänge hinabrutscht, endet an derselben Stelle. Ein Gemälde auf Leinwand ist hier also durch den Rhythmus des Zuges geordnet und nicht durch Perspektive: Tiefe geben erst die Größe der Häuser und das Verblassen der Hügel in der Ferne.
Wie ist das Werk gemacht?
Schnell und dünn. Die Farbe ist überall darübergezogen, nicht geknetet, und das Korn der Leinwand scheint stellenweise durch — am meisten im Kalkhang links, wo cremefarbene und weiße Bänder nebeneinander liegen und nicht übereinander. Das dunkelgrüne Gebüsch ist in kurzen, dickeren Tupfen aufgesetzt, die über dem ockerfarbenen Grund stehen, und gerade dieser Unterschied in der Dicke trennt den Bewuchs vom Feld stärker als die Farbe. Die rotorangen Punkte im Feld kommen zuletzt und sind am wenigsten; sie sind die einzige warme Farbe, die nicht ocker ist, und das Auge liest sie als Blüten, obwohl es nur Punkte sind. Ein impressionistisches Gemälde dieser Art lebt von diesem Gleichgewicht zwischen Tempo und Genauigkeit.
Bewusst nicht angegeben
Monet hat Vétheuil immer wieder gemalt — vom Fluss und vom Hang, im Sommer und im Schnee, über mehrere Jahre und in mehreren Formaten — und die erhaltenen Leinwände unterscheiden sich in Ausschnitt, Maß und Jahr. Welche davon die Vorlage genau dieser Reproduktion ist, ist nicht geklärt; deshalb finden Sie hier kein Entstehungsjahr, keinen Sammlungsnamen, keine Inventarnummer — und auch kein Maß des Originals. Lieber sagen wir weniger, als über ein fremdes Werk eine Zahl zu schreiben, für die wir nicht geradestehen. Wir sagen, was auf der Leinwand zu sehen ist, und nichts sonst.
Weitere Landschaften Monets bei uns
Dasselbe Dorf im Winter, wenn alles weiß und still ist, zeigt Schnee-Effekt bei Vétheuil. Den Fluss unterhalb des Dorfes, von der Ebene statt vom Hang gesehen, zeigen Die Ufer der Seine bei Vétheuil. Wie sich dasselbe Wasser im Morgennebel verhält, sagt Morgen an der Seine bei Giverny. Und offene Landschaft ohne Siedlung, nur Gras und Licht, bietet Wiese bei Giverny.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Die Schwierigkeit dieses Motivs liegt nicht in der Zeichnung, sondern darin, dass das Ganze geneigt bleiben muss. Der Maler beginnt mit Himmel und Kalkhang, weil diese beiden die Neigung von allem Übrigen festlegen, und zieht sie in langen schrägen Zügen an, nicht in waagerechten. Dann kommt das trockene Feld rechts, in derselben Richtung, aber in dichterer Farbe. Erst danach das Dorf — und genau hier wird am meisten falsch gemacht: lehnt der Maler es an dieselbe Schräge, geht es unter und die Leinwand wird nur noch Hang. Deshalb sind die Häuser in kurzen senkrechten Flächen gemalt und der Kirchturm zuletzt, als der letzte Zug, den das Auge sucht. Ein Kunstgemälde dieser Größe braucht mehrere Tage, und eine handgemalte Kopie folgt genau dieser Reihenfolge.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: über der Kommode 80 x 62 cm, über dem Sofa 100 x 80 cm, für eine große offene Wand 150 x 120 cm; für den Flur oder eine kleinere Wand 50 x 40 cm. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Sofabreite einnehmen. Das Motiv liegt quer und ist hell, mit viel Creme und Ocker, es verträgt also auch eine Wand, die nicht ganz weiß ist, und steht gut neben Holz. Wer ein Gemälde für einen größeren Raum sucht, findet hier eines, das Abstand braucht: aus der Nähe zerfällt das Dorf in Flächen, aus drei Schritten setzt es sich wieder zu Häusern und Turm zusammen.
Wie hoch Sie das Gemälde hängen: die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden. Da wir von oben hinabschauen, wirkt es etwas höher besser als tiefer: dann deckt sich der Blick auf das Dorf mit unserem.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der acht Maße, malen wir in dem Maß, das Sie selbst bestimmen — schicken Sie Breite und Höhe, und wir nennen Preis und Termin. Bei diesem Motiv halten wir das Seitenverhältnis, damit der Hang seine Neigung behält. Die Leinwand ist auf einen Holzkeilrahmen gespannt und die Kanten sind mitgemalt, deshalb wirkt das Werk auch ohne Rahmen nicht unfertig. Zu diesem Motiv passt helleres Holz oder eine schmale dunkle Leiste; ein breiter goldener Rahmen zieht das ockerfarbene Feld ins Braune, und der Hang verliert das Licht, das in ihm die Hauptsache ist.
Lieferung und Garantie
Wir liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Italien und Ungarn, in Schutzfolie gewickelt und im festen Karton. Vor dem Versand schicken wir ein Foto des fertigen Werks; stimmt darauf etwas nicht, wird korrigiert, solange das Werk noch in der Werkstatt ist. Bei den größten Maßen ist die Fertigungszeit länger. Weitere Motive Monets finden Sie in der Galerie Claude Monet, über das Malen und die Wahl der Motive schreiben wir im Blog.
Wenn Sie das Gemälde verschenken und bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Der Beschenkte wählt Größe und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Welches Dorf ist das?
Wir führen das Werk unter einem Titel, der Vétheuil nennt, ein Dorf an der Seine nordwestlich von Paris, wo Monet einige Jahre gelebt und gemalt hat. Welche seiner Leinwände mit diesem Dorf die Vorlage genau dieser Reproduktion ist, ist nicht geklärt, deshalb behaupten wir über die Leinwand selbst nichts weiter.
Was ist das Höchste in der Mitte?
Der Kirchturm — aber nur im Dorf. Er durchbricht nirgends den Horizont: der Kalkhang schließt sich über ihm und umgibt ihn von allen Seiten. Gerade deshalb wirkt das Dorf tiefer gelegen, als es liegt.
Ist das Original signiert?
Auf der Vorlage, nach der wir arbeiten, ist keine Signatur deutlich, deshalb setzen wir keine hinzu. Wenn Sie eine wünschen, sagen Sie es bei der Bestellung, und der Maler setzt sie in die untere rechte Ecke.
Wann lebte Monet in Vétheuil?
Von 1878 bis 1881. Er mietete ein Haus in dem Dorf an der Seine unweit von Paris und malte Vétheuil und seine Umgebung viele Male; dort starb 1879 auch Camille.
- Motiv. Ein Dorf mit spitzem Kirchturm in der Mulde, ein trockenes ockerfarbenes Feld von rechts, ein Kalkhang mit einem Weg über den Kamm.
- Handgemalt. Öl auf Leinwand, kein Druck und kein maschineller Auftrag.
- Acht Formate oder nach Maß. Von 50 x 40 bis 150 x 120 cm, nach Absprache auch anders.
- Keine erfundenen Angaben. Jahreszahl, Sammlung, Inventarnummer und Maß des Originals nennen wir nicht, weil diese Leinwand nicht zuverlässig identifiziert ist.









































