Beschreibung
Mademoiselle Dihau am Klavier zeigt eine junge Frau, die am Klavier sitzt und sich über die Schulter geradeaus zu uns umwendet. Sie trägt ein dunkles grünschwarzes Kleid und einen schwarzen Hut mit grünem Laub und einer orangefarbenen Blüte; am Rand des Hutes läuft eine blasse Borte, und im Ohr blitzt ein kleiner goldener Ohrring. Hinter ihr steht auf dem Pult ein aufgeschlagenes Notenheft — zwei große blasse Seiten, der hellste Teil der Szene. Die untere Hälfte nimmt der dunkel lackierte Korpus des Klaviers ein. Das Original ist in Öl auf Leinwand gemalt und wird vom Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 2416 verwahrt. Bei uns entsteht es als handgemalte Arbeit, in Maßen von 40 x 60 bis 150 x 210 cm oder nach Ihrem Maß, und Sie erhalten vor dem Versand ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Mademoiselle Dihau am Klavier |
| Weitere Titel: | Mlle Dihau au piano, Mademoiselle Dihau at the Piano |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | 1869–1872 |
| Größe des Originals: | 40 cm x 32 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Befindet sich: | Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. RF 2416) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 7 Maße von 40 x 60 cm bis 150 x 210 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Mademoiselle Dihau am Klavier – Edgar Degas
Wer ist zu sehen?
Eine einzige Frau, die der Titel benennt: Mademoiselle Dihau, Pianistin. Sie sitzt am Klavier, von uns abgewandt, hat aber den Kopf über die Schulter gedreht und sieht uns geradeaus an. Das Gesicht ist der einzige beleuchtete Teil des Körpers; alles Übrige — Kleid, Schultern, Rücken — ist dunkel grünschwarz. Auf dem Kopf trägt sie einen schwarzen Hut mit grünem Laub und einer orangefarbenen Blüte, am Rand eine blasse Borte. Im Ohr blitzt ein kleiner goldener Ohrring. Der Ausdruck ist ruhig und ein wenig müde, wie bei jemandem, den man unterbrochen hat.
Was ist auf der Leinwand?
Sehr wenig, und alles dunkel bis auf zwei Stellen. Hinter der Frau steht ein aufgeschlagenes Notenheft: zwei große blasse Seiten, eine mit blass hingeschriebenen Noten — das ist der hellste Teil der Szene und zugleich die Lichtquelle für sie. Die untere Hälfte nimmt der dunkel lackierte Korpus des Klaviers ein, in dem sich sanft ein heller Reflex spiegelt. Der Hintergrund ist eine glatte dunkle grüngraue Wand. Farben gibt es wenige: Grünschwarz, Creme, Haut und ein einziger orangefarbener Punkt am Hut.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil es das Porträt einer Musikerin ist, die in diesem Augenblick nicht spielt. Die Noten stehen auf dem Pult, das Klavier ist offen, aber sie hat den Kopf von beidem weggedreht. Das ist Degas’ Art: er lässt das Ereignis beiseite und malt den Augenblick daneben. Das zweite ist die Verteilung des Lichts. Es leuchtet weder ein Fenster noch eine Lampe, sondern Papier — die weiße Notenseite ist es, die das Gesicht beleuchtet. Die Szene ist also so gebaut, dass die Musik buchstäblich das Licht gibt.
Was bedeutet die Szene?
Nähe, nicht Auftritt. Impressionismus hat bei Degas immer die Genauigkeit der Beobachtung eines bekannten Menschen in einem bekannten Raum bedeutet, und hier ist beides. Ein impressionistisches Gemälde dieser Art ist deshalb keine Konzertszene, sondern ein Besuch. Als Kunstgemälde ist es dunkel und gesammelt; es braucht eine helle Wand oder gerichtetes Licht, sonst geht die Notenseite verloren. Ein Ölgemälde neben dem Klavier, im Musikzimmer oder in einer stillen Ecke passt hier hervorragend.
Das Motiv unter den Werken von Degas
Die Familie Dihau ist bei Degas eine ganze Gruppe von Arbeiten. Das Orchester der Oper war lange Jahre im Besitz derselben Familie, Mademoiselle Marie Dihau ist ein kleineres Porträt derselben Frau, und Joseph-Henri Altès das Porträt eines Flötisten desselben Orchesters. Diese Arbeit ist im Werkverzeichnis von Degas unter der Nummer MS 782 verzeichnet, und wie Degas sich selbst in ebenso dunklem Ton sah, zeigt das Selbstporträt im Art Institute of Chicago.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit Pinsel und Ölfarben, nicht mit einem Drucker, und die Technik des Originals ist hier dieselbe wie unsere. Jede unserer Leinwände entsteht Schicht für Schicht, und bei diesem Motiv liegt die Schwierigkeit im Verhältnis zwischen dem Dunkel und dem Gesicht. Kleid, Hut und Klavier sind fast eine einzige dunkle Fläche, und in ihr müssen sich drei verschiedene Schwarztöne unterscheiden: Stoff, Hut und Lack. Werden sie gleich gemalt, verliert die Frau ihren Körper. Die Notenseiten sind die zweite Falle: sind sie zu hart weiß, werden sie zu Papier statt zu Licht. Das Gesicht malen wir zuletzt, denn es bestimmt alles Übrige. Jede Reproduktion entsteht neu und zwei Exemplare sind nie ganz gleich, denn die Hand wiederholt denselben Strich nicht zweimal; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für dieses Werk haben wir keine Fotos unserer fertigen Leinwände, deshalb zeigen und beschreiben wir hier keine. Das Foto Ihrer Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welches: 50 x 70 cm. Das Original misst 40 x 32 cm und ist damit sehr klein; unser Maß 40 x 60 cm kommt ihm der Größe nach am nächsten, dem Verhältnis nach kommt 60 x 80 cm am nächsten, denn unsere Maße sind schmaler und höher als das Original. Die Maße 40 x 60 und 50 x 70 cm sind für einen kleineren Raum oder neben das Klavier, wo die Arbeit aus der Nähe gesehen wird. Das Maß 60 x 80 cm ist die häufigste Wahl über einer Kommode. Die Maße 80 x 110 und 90 x 130 cm sind für eine größere Wand, wo die dunkle Hälfte ihren Raum bekommt und das Gesicht den Blick aus der Ferne aushält. Das Maß 120 x 170 cm ist für einen hohen Raum, und bei 150 x 210 cm sind wir bei den Maßen, in denen die Arbeit durchatmet und der Kopf größer als natürlich ist — bei einem so dunklen Motiv eine starke Wirkung; wer bei uns ein solches Gemälde kaufen möchte, sollte das bedenken. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab; beim Hochformat passiert der Fehler meist in der Höhe. Kein Maß liegt als fertiges Stück auf Lager: jedes Exemplar entsteht auf Bestellung und bleibt ein Einzelstück.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn Ihnen keines der sieben Maße passt oder Sie das Verhältnis des Originals wollen, malen wir nach Ihrem Maß und behalten dabei die Verhältnisse der Szene, damit beide Notenseiten ganz bleiben und der Hut oben nicht abgeschnitten wird; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Jedes Exemplar wird auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt geliefert, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: an diesem Motiv zeigt sie alle Leistenprofile, die wir führen, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können — sie dient der Rahmenwahl und sonst nichts. Wollen Sie sehen, wie die Arbeit an Ihrer eigenen Wand aussieht, ist das unser gesonderter Dienst der Raumplatzierung.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie also mit 15 bis 45 Tagen je nach gewähltem Maß; bei den größten Maßen liegt die Zeit meist an der oberen Grenze. Wir senden es gespannt und für den Transport geschützt, gerahmt wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot dieses Malers steht in der Galerie Edgar Degas, und das Leben des Malers beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Wer ist dargestellt?
Mademoiselle Dihau, Pianistin, die schon der Titel der Arbeit benennt. Sie selbst behielt das Werk bis 1923, als es an den Louvre kam.
Spielt sie?
In diesem Augenblick nicht. Die Noten stehen auf dem Pult und das Klavier ist offen, aber sie hat den Kopf von beidem weggedreht und sieht zu uns.
Was ist das Helle hinter ihr?
Ein aufgeschlagenes Notenheft. Die beiden blassen Seiten sind der hellste Teil der Szene und zugleich das, was das Gesicht beleuchtet.
Was trägt sie auf dem Kopf?
Einen schwarzen Hut mit grünem Laub und einer orangefarbenen Blüte; am Rand läuft eine blasse Borte.
Wo befindet sich das Original?
Im Musée d’Orsay in Paris, unter der Inventarnummer RF 2416.
Wie groß ist das Original?
40 x 32 cm, also sehr klein. Unser Maß 40 x 60 cm kommt ihm der Größe nach am nächsten.
Warum sind zwei Jahreszahlen angegeben?
Weil im Werkverzeichnis ein Zeitraum steht, 1869–1872, und keine einzelne Jahreszahl. Wo das Jahr nicht bestimmt ist, bestimmen wir es auch nicht.
Haben Ihre Maße das Verhältnis des Originals?
Nein — unsere sind schmaler und höher. Dem Verhältnis nach kommt 60 x 80 cm am nächsten; wollen Sie das Verhältnis des Originals, malen wir es nach Ihrem Maß.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit wird von Hand mit Ölfarben gemalt; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja, wir malen nach Maß und behalten dabei die Verhältnisse der Szene.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, besonders für einen Pianisten oder für jemanden, der ruhige, dunkle Porträts mag. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie mit der Fertigungszeit; wollen Sie die Wahl lieber überlassen, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: eine Pianistin am Klavier, über die Schulter zu uns gewandt, hinter ihr ein aufgeschlagenes Notenheft, unten der dunkle Korpus des Klaviers
- Original: Edgar Degas, Ölmalerei, 40 x 32 cm, Musée d’Orsay in Paris (RF 2416)
- Unseres: von Hand in Öl gemalt, sieben Maße von 40 x 60 bis 150 x 210 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: die Szene beleuchtet kein Fenster, sondern das Notenpapier — die Musik gibt auf dieser Leinwand buchstäblich das Licht









































