Edgar Degas – Madame Jeantaud vor dem Spiegel

ab 124,00 

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns: info@svetslik.si

Artikelnummer: 1549__ Kategorie:

Beschreibung

Madame Jeantaud vor dem Spiegel setzt dasselbe Gesicht zweimal auf eine Leinwand. Rechts steht eine Frau im Profil, nach links gewandt: Sie trägt einen dunklen, pelzbesetzten Umhang und einen hellen Hut mit weißen Federn, am Hals eine weiße Blüte, am Ohr einen Tropfen. Ihr Gesicht ist ruhig und von uns abgewandt. Links hängt ein großer Spiegel, und darin kehrt dasselbe Gesicht frontal zurück, dunkler und tiefer beschattet; die Spiegelung beschönigt nichts und wirkt älter und müder als die Gestalt wenige Zentimeter rechts davon. Zwischen beiden läuft die dunkle senkrechte Kante des Spiegelrahmens, die die Leinwand halbiert, und rechts schiebt sich eine blau-weiße Stofffläche in die graue Wand. Das Original misst 85,5 x 76 cm, entstand um 1875 und hängt im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 1970 38. Bei uns entsteht es von Hand, in acht Größen von 50 x 40 bis 150 x 120 cm oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe.

Titel:Madame Jeantaud vor dem Spiegel
Weitere Titel:Madame Jeantaud au miroir, Mrs Jeantaud in the Mirror
Maler:Edgar Degas (1834–1917)
Entstehungsjahr:um 1875
Maße des Originals:85,5 cm x 76 cm
Technik des Originals:Öl auf Leinwand
Stilrichtung:Impressionismus
Wo das Original hängt:Musée d’Orsay, Paris (Inv. RF 1970 38)
Unsere Ausführung:handgemaltes Öl auf Leinen, 8 Größen von 50 x 40 cm bis 150 x 120 cm, auf Wunsch Sondermaß

Madame Jeantaud vor dem Spiegel – Edgar Degas

Wer ist dargestellt?

Der Eintrag des Museums nennt sie nur im Titel: Madame Jeantaud. Beruf, Lebensdaten und Verwandtschaft führt er nicht, also führen wir sie auch nicht. Zu sehen ist dies. Rechts steht eine Frau im Profil, nach links gewandt. Sie trägt einen dunklen, pelzbesetzten Umhang, der Schultern und Hals schließt, und einen hellen Hut mit weißen Federn, hoch auf aufgestecktem Haar. Am Hals sitzt eine weiße Blüte, am Ohr fängt ein kleiner Tropfen das Licht. Die Hände sind unter dem Umhang verborgen. Ihr Gesicht ist ruhig, die Lippen geschlossen, der Blick nach vorn am Rand der Leinwand vorbei; sie sieht weder uns noch den Spiegel an. Gerade diese Gefasstheit macht die andere Hälfte der Arbeit so seltsam.

Was ist auf der Leinwand?

Zwei Gesichter derselben Frau, getrennt von einer dunklen senkrechten Kante. Links hängt ein großer Spiegel in dunklem Rahmen, und darin kehrt dasselbe Gesicht frontal zurück statt im Profil. Die Spiegelung ist dunkler, tiefer beschattet und rascher gemalt; sie wirkt älter und müder als die Gestalt wenige Zentimeter rechts davon. Die Kante des Spiegelrahmens läuft senkrecht über die Leinwand und teilt sie beinahe in der Mitte, sodass die beiden Hälften der Szene zugleich verbunden und getrennt sind. Die Wand ist grau und glatt, ohne Zierrat. Rechts schiebt sich eine blau-weiße Stofffläche hinein, der einzige kühle helle Ton. Sonst ist die Farbe dünn aufgetragen: Der Pelz am Kragen entsteht aus wenigen Strichen, die Federn am Hut aus weißen Tupfern, die nie zu Ende gezeichnet werden.

Warum ist gerade diese Arbeit wichtig?

Weil die Spiegelung keine Zierde ist, sondern eine Behauptung. In der Malerei jener Zeit zeigt ein Spiegel gewöhnlich dieselbe Person von einer anderen Seite oder erweitert den Raum; hier zeigt er etwas, das die Gestalt selbst zurückhält. Die Frau ist abgewandt und unzugänglich, ihre Spiegelung dagegen sieht uns direkt an und wirkt älter. Der Maler stellt also die höfliche und die unfreundliche Fassung eines Menschen nebeneinander und sagt nicht, welche stimmt. Der zweite Grund ist die Teilung der Leinwand: Die dunkle senkrechte Kante fällt fast in die Mitte, was in einem Porträt selten ist und uns keinen einzelnen Mittelpunkt lässt. Der dritte ist die Zurückhaltung. Nichts in der Szene ist übertrieben; die ganze Wirkung beruht auf dem Unterschied zweier Gesichter auf einer Fläche.

Was bedeutet die Arbeit?

Dass ein Mensch nicht eine einzige Ansicht ist. Impressionismus heißt bei Degas nicht Lichtwirkung, sondern genaue Beobachtung von Menschen, und die Beobachtung ist hier schonungslos. Als Kunstgemälde ist die Arbeit ungewöhnlich still und zugleich beunruhigend: Die Farben sind dunkel und grau, und was geschieht, ist seelisch und nicht erzählt. Weil sie überwiegend braun, grau und schwarz ist, mit einer kühlen blauen Fläche, ist es ein ernstes Ölgemälde für Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flur, und es wirkt am besten bei weichem Licht. Wer ein Gemälde kaufen möchte, in dem ein Porträt steckt, bekommt hier zwei Gesichter zum Preis von einem, und sie sind nicht freundlich zueinander. Unsere Reproduktion bewahrt diesen Unterschied, denn ohne ihn bleibt nur eine Frau mit Hut.

Das Motiv im Werk des Malers

Degas malte Menschen aus seinem eigenen Kreis und kehrte zu denselben Familien zurück. Das Orsay bewahrt auch sein Gruppenporträt von 1871, Jeantaud, Linet und Laîné, im Schulman-Katalog MS 859 und im Orsay unter RF 2825; nach diesem Katalog kaufte Charles Jeantaud es beim Maler selbst, behielt es bis 1906, und danach gehörte es bis 1929 Mme Charles Jeantaud. Wie die beiden Personen zusammenhängen, sagt der Eintrag zu unserer Leinwand nicht, und wir ergänzen es nicht. Unter den Arbeiten von Degas bei uns stehen dieser Leinwand am nächsten Frau neben einer Blumenvase, wo eine Frau ebenfalls an den Rand ihres eigenen Porträts gedrängt ist, Junge Frau mit Ibis, wieder ein Profil, und Die Genesende, eine Frau in einem stillen, geschlossenen Raum. Unsere Leinwand hängt im Musée d’Orsay unter der Inventarnummer RF 1970 38.

Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?

Mit Pinsel und Ölfarbe, in derselben Technik wie das Original. Das Schwierigste ist das Verhältnis der beiden Gesichter. Die Spiegelung muss dunkler und weicher sein als das Profil, ohne verwaschen zu wirken; zu schwach gemalt verliert die Arbeit ihren Gegenstand, zu stark wird sie zu einer zweiten Person. Deshalb bauen wir sie mit weniger Kontrast und graueren Hauttönen auf und lassen die Konturen unscharf. Der zweite schwierige Teil ist das Schwarz des Umhangs, das dicht bleiben und dennoch den Pelz an der Kante zeigen muss; wir machen es aus Braun, Blau und Grün, nie aus reinem Schwarz. Der dritte sind die Federn am Hut: einige weiße Striche, die Striche bleiben und nicht zu Gefieder werden dürfen. Jede Ausführung entsteht neu, und zwei sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist eine eigene. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen fertiger Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; deshalb steht hier keine und wir beschreiben auch keine. Eine Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.

Welche Größe für welche Wand?

Wenn Sie unschlüssig sind: 70 x 60 cm. Das Original misst 85,5 x 76 cm, und unser Maß 90 x 75 cm kommt ihm in der Größe am nächsten — in der Höhe auf einen Zentimeter genau, in der Breite wenige Zentimeter darüber. Im Seitenverhältnis ist 80 x 70 cm am nächsten: 1,143 gegenüber 1,125. 50 x 40 und 61 x 51 cm sind klein, und dort ist die Spiegelung schwer zu lesen, weil sie von kleinen Schattenunterschieden lebt. 70 x 60 und 80 x 70 cm sind die richtige Wahl über einer Kommode, einem Schreibtisch oder im Flur. 90 x 75 und 100 x 80 cm geben der Szene den Raum, den sie braucht, und dort wiegen beide Gesichter gleich schwer. 120 x 100 und 150 x 120 cm verlangen eine breitere Wand und etwas Abstand; in diesen Maßen ist der Unterschied zwischen den Gesichtern quer durch den Raum zu sehen. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab. Keine Größe liegt bereit: Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung.

Sondermaß, Rahmen und Keilrahmen

Passt keines der acht Maße oder wünschen Sie genau das Seitenverhältnis des Originals, malen wir nach Ihrem Maß und bewahren die Breite, damit der Spiegel links ganz bleibt und die Kante seines Rahmens etwa in die Mitte fällt; das ist unsere Arbeit nach Wunsch. Jedes Exemplar versenden wir aufgespannt auf einen hölzernen Keilrahmen, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv alle Leisten, die wir führen – Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz – und dient nur der Rahmenwahl. Wie die Arbeit an Ihrer Wand wirkt, zeigt unser eigener Dienst, die Platzierung im Raum.

Lieferung und Garantie

Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie je nach Maß mit 15-45 Tagen, bei den größten meist am oberen Rand. Es reist aufgespannt und transportgeschützt, gerahmt bei entsprechender Wahl, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.

Häufige Fragen

Um welche Arbeit handelt es sich hier?

Das Ölwerk Madame Jeantaud vor dem Spiegel von Degas, 85,5 x 76 cm. Es hängt im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 1970 38.

Wer war Madame Jeantaud?

Der Eintrag des Museums nennt sie nur so, ohne weitere Angaben. Dasselbe Museum bewahrt Degas’ Gruppenporträt von 1871, Jeantaud, Linet und Laîné, unter RF 2825; der Katalog hält fest, dass Charles Jeantaud es beim Maler selbst kaufte und dass es von 1906 bis 1929 Mme Charles Jeantaud gehörte. Wie die beiden zusammenhängen, sagt der Eintrag zu unserer Leinwand nicht.

Wann ist sie entstanden?

Das Museum gibt an: um 1875. Die Ungefährheit lassen wir stehen, weil der Eintrag sie stehen lässt.

Wie groß ist das Original?

85,5 cm breit und 76 cm hoch, nach der Messung des Museums. Mit Rahmen gibt das Museum 114,5 x 103,5 cm an. Unser Maß 90 x 75 cm kommt ihm in der Größe am nächsten, im Seitenverhältnis 80 x 70 cm.

Warum sieht die Spiegelung anders aus als ihr Gesicht?

Weil sie anders gemalt ist: dunkler, stärker beschattet und rascher, und sie zeigt das Gesicht frontal, während die Gestalt im Profil steht. Das ist eine Beobachtung an der Arbeit, keine Deutung aus dem Eintrag; über die Bedeutung der Spiegelung sagt das Museum nichts.

Wie kam die Arbeit ins Orsay?

Als Vermächtnis unter Vorbehalt des Nießbrauchs. Der Eintrag des Museums vermerkt: Vermächtnis von Jean Edouard Dubrujeaud zugunsten seines Sohnes Jean Angladon-Dubrujeaud, 1970.

Ist die Leinwand signiert?

Der Eintrag des Museums sagt nichts über eine Signatur, also behaupten wir nichts. Wo bei anderen Arbeiten dieses Malers eine Signatur verzeichnet ist, nennen wir sie; hier gibt es keinen solchen Vermerk.

Wo kann man sie sehen?

Im Musée d’Orsay in Paris. Ob sie gerade ausgestellt ist oder im Depot liegt, sagt der Eintrag nicht.

Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?

Ja. Die acht Größen sind unsere übliche Auswahl, wir malen aber auch nach Ihrem Maß, auch genau im Seitenverhältnis des Originals. Sagen Sie, wo die Arbeit hängen wird, damit wir den Ausschnitt anpassen.

Ist das ein Druck?

Nein. Die Arbeit entsteht von Hand in Öl; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar, besonders im Pelz und in den Federn am Hut.

Eignet sie sich als Geschenk?

Ja, für jemanden, der Porträts und dunklere Farben mag – weniger für einen Raum, in dem Sie Leichtigkeit wollen. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; überlassen Sie die Wahl lieber dem Beschenkten, gibt es den Geschenkgutschein.

  • Motiv: rechts eine Frau im Profil, links ihre Spiegelung frontal, dazwischen die dunkle Rahmenkante
  • Original: Edgar Degas, Öl auf Leinwand, 85,5 x 76 cm, Musée d’Orsay, Paris (RF 1970 38)
  • Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, acht Größen von 50 x 40 bis 150 x 120 cm
  • Wissenswert: die Spiegelung wirkt älter und müder als die Frau, die wenige Zentimeter rechts davon steht

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