Beschreibung
Porträts an der Börse zeigen eine Ecke des Börsensaals, in der zwei Männer eine Information austauschen. Ein bärtiger Mann im Zylinder und dunklen Mantel steht uns zugewandt und blickt auf ein Blatt Papier in seinen Händen. Von links lehnt sich ihm ein Mann in der Melone über die Schulter, von hinten gesehen, die Hand dicht an dessen Kragen, und spricht ihm ins Ohr. Rechts hält ein dritter Mann einen weißen Zettel vor sein Gesicht, dahinter erscheint am Rand eine weitere Gestalt. Links stehen Männer an einem blassen Pfeiler mit einer Tafel, der Boden ist grau und mit weißen Papieren übersät. Das Original misst 81,5 x 100,5 cm, entstand zwischen 1878 und 1879 und hängt im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 2444. Bei uns entsteht es von Hand, in acht Größen von 30 x 40 bis 120 x 160 cm oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe.
| Titel: | Porträts an der Börse |
| Weitere Titel: | Portraits à la Bourse, À la Bourse, Portraits at the Stock Exchange |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | zwischen 1878 und 1879 |
| Maße des Originals: | 81,5 cm x 100,5 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | Musée d’Orsay, Paris (Inv. RF 2444) |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 8 Größen von 30 x 40 cm bis 120 x 160 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Porträts an der Börse – Edgar Degas
Wer ist in der Szene zu sehen?
Der Eintrag des Museums nennt keinen der Männer beim Namen, also nennen wir sie auch nicht; sagen lässt sich nur, was zu sehen ist. Im Vordergrund steht ein bärtiger Mann mittleren Alters in hellem Zylinder und dunklem Mantel, uns zugewandt, den Kopf über ein Blatt Papier gesenkt. Von links lehnt sich ihm ein zweiter Mann in der Melone über die Schulter; ihn sehen wir fast nur von hinten, sodass nur der Rand der Wange und ein Ohr bleiben. Die rechte Hand hält er dicht am Kragen des anderen, den Kopf an dessen Kopf gelegt. Rechts hält ein dritter Mann im Zylinder einen weißen Zettel so nah vor das Gesicht, dass das Papier die untere Hälfte verdeckt; dahinter erscheint am Rand eine weitere Gestalt. Links im Hintergrund stehen, kleiner und unschärfer, drei weitere Männer.
Was ist auf der Leinwand?
Eine Ecke des Saals, nicht seine Weite. Links steigt ein blasser Pfeiler auf, an dem eine Tafel hängt; dass etwas darauf steht, erkennt man, nicht aber was. Die Wand dahinter ist gleichmäßig warm und grau, ohne Zierrat, sodass nichts den Blick von Köpfen und Händen ablenkt. Auf dem grauen Boden liegen weiße und gelbliche Papierblätter verstreut, manche gefaltet, manche flach hingeworfen – das einzige Zeichen, dass hier schon vorher etwas geschehen ist. Alle Kleidung ist dunkel: schwarze und anthrazitfarbene Mäntel, die fast zu einer Fläche verschmelzen. Hell sind nur die Gesichter, die weißen Kragen und die beiden Papiere. Die Farbe ist dünn und rasch aufgetragen; große Flächen der Mäntel bleiben fast unbearbeitet, und stellenweise scheint das Gewebe der Leinwand hindurch.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil sie ein Porträt des Flüsterns ist. Ein übliches Gruppenporträt stellt Menschen so auf, dass man sie sieht; hier ist die Hauptfigur in ein Papier vertieft, die zweite kehrt uns den Rücken zu. Gezeigt wird nicht, wie die beiden aussehen, sondern wie einer dem anderen etwas mitteilt – die Hand am Kragen, Kopf an Kopf, beide Blicke auf demselben Blatt. Der zweite Grund ist der Ausschnitt: Die Gestalten rechts sind vom Rand abgeschnitten, als liefe die Szene weiter – die fotografische Sehweise, die Degas im Theater und auf der Rennbahn benutzte und hier in einen Geschäftsraum trug. Der dritte ist der Gegenstand: Ein Börsensaal galt damals nicht als schöner Vorwurf, und Degas hat ihn als Ort der Arbeit gemalt, nicht als Bühne des Reichtums.
Was bedeutet die Szene?
Dass eine Nachricht von Mund zu Ohr wandert. Impressionismus heißt bei Degas nicht Licht im Freien, sondern genaue Beobachtung der modernen Stadt. Als Kunstgemälde wirkt die Szene anders als Blumen oder eine Landschaft: Hier gibt es eine Handlung, die gelesen werden will. Weil die Farben zurückhaltend sind – Grau, Schwarz, Braun und wenige weiße Flächen –, ist es ein ruhiges Ölgemälde für Wohnzimmer, Büro oder Arbeitsecke. Wer ein Gemälde kaufen möchte, das nicht nur schmückt, sondern etwas erzählt, findet hier vier Gesichter und eine Handlung.
Zwei Fassungen derselben Szene
Denselben Titel tragen zwei verschiedene Arbeiten. Unsere ist das Ölwerk aus dem Musée d’Orsay, dort unter der Inventarnummer RF 2444 verzeichnet. Daneben gibt es ein Pastell im Metropolitan Museum in New York unter der Nummer 1991.277.1, 72,1 x 58,1 cm, auf Papier, das auf Leinwand aufgezogen ist – zwei verschiedene Arbeiten mit derselben Szene, nicht zwei Aufnahmen derselben Leinwand. Unter den Arbeiten von Degas bei uns stehen dieser Szene am nächsten Das Orchester der Oper, wo ebenfalls wirkliche Männer bei ihrer Arbeit gemalt sind, Der Grafiksammler, das Porträt eines Mannes, dem das Papier in den Händen wichtiger ist als der Betrachter, und Lorenzo Pagans und Auguste De Gas, ein Doppelporträt, in dem sich die Blicke ebenfalls nicht treffen.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, in derselben Technik wie das Original. Der schwierigste Teil sind die dunklen Anzüge: Vier Mäntel müssen eine dunkle Fläche bleiben und trotzdem zeigen, wo eine Gestalt endet und die nächste beginnt; deshalb bauen wir sie aus Braun, Blau und Grün auf, nie aus reinem Schwarz. Der zweite ist das Papier: Die Blätter in den Händen und am Boden sind die einzigen hellen Flächen unten und brauchen mehrere Weißtöne, sonst wirken sie wie Löcher. Die Hand am Kragen ist der dritte: zu kräftig gemalt wird die Szene zur Drohung, zu schwach geht die Handlung verloren. Die Gesichter heben wir uns bis zuletzt auf, weil von ihnen abhängt, wer wem zuhört. Jede Reproduktion entsteht neu, und zwei sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist deshalb eine eigene. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen fertiger Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; deshalb steht hier keine und wir beschreiben auch keine. Eine Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unschlüssig sind: 70 x 90 cm. Das Original misst 81,5 x 100,5 cm und liegt damit ungewöhnlich nah an unserem Maß 80 x 110 cm – anderthalb Zentimeter schmaler, neuneinhalb Zentimeter niedriger. Im Seitenverhältnis ist 40 x 50 cm am nächsten: 1,25 gegenüber 1,233. Bei 30 x 40 und 40 x 50 cm gehen Tafel und Papiere verloren; 50 x 70 und 80 x 110 cm sind gestreckter, die Szene wirkt dort in die Höhe gezogen. 60 x 80 und 70 x 90 cm passen über Kommode oder Schreibtisch; 100 x 130 und 120 x 160 cm verlangen eine breitere Wand und etwas Abstand, machen dafür den Ausdruck auf allen vier Gesichtern lesbar. Messen Sie das Maß vorher mit einem Papierausschnitt ab. Keine Größe liegt fertig bereit: Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung und bleibt ein Einzelstück.
Sondermaß, Rahmen und Keilrahmen
Passt keines der acht Maße oder wünschen Sie das Seitenverhältnis des Originals, malen wir nach Ihrem Maß und bewahren den Ausschnitt, damit die Gestalten am rechten Rand in der Szene bleiben; das ist unsere Arbeit nach Wunsch. Jedes Exemplar versenden wir aufgespannt auf einen hölzernen Keilrahmen, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv alle Leisten, die wir führen – Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz – und dient nur der Rahmenwahl. Wie die Arbeit an Ihrer Wand wirkt, zeigt unser eigener Dienst, die Platzierung im Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie je nach Maß mit 15-45 Tagen, bei den größten meist am oberen Rand. Es reist aufgespannt und transportgeschützt, gerahmt bei entsprechender Wahl, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Um welche Arbeit handelt es sich hier?
Das Ölwerk Porträts an der Börse von Degas, zwischen 1878 und 1879, 81,5 x 100,5 cm. Es hängt im Musée d’Orsay unter RF 2444, wo auch der zweite Name steht, À la Bourse.
Wie groß ist das Original?
81,5 cm breit und 100,5 cm hoch. Mit Rahmen gibt das Museum 101 x 121 cm an. Unser Maß 80 x 110 cm kommt dem Original in der Größe am nächsten, im Seitenverhältnis 40 x 50 cm.
Wer sind die Männer in der Szene?
Der Eintrag nennt sie nicht, also nennen wir sie auch nicht. Er führt nur einen Namen, den des Schenkers: Ernest May übergab die Arbeit 1923 dem Museum. Ob einer der gemalten Männer er selbst ist, sagt der Eintrag nicht.
Ist das Pastell in New York dieselbe Arbeit?
Nein, eine andere Arbeit mit demselben Titel: ein Pastell auf Papier, auf Leinwand aufgezogen, 72,1 x 58,1 cm, unter 1991.277.1. Unsere Leinwand ist das größere Ölwerk und hängt in Paris.
Wie kam die Arbeit ins Orsay?
Als Schenkung. Der Eintrag vermerkt: Schenkung unter Vorbehalt des Nießbrauchs, Ernest May, 1923 – der Schenker übergab die Arbeit und behielt das Nutzungsrecht bis zu seinem Tod.
Wo kann man sie sehen?
Im Musée d’Orsay in Paris. Ob sie gerade ausgestellt ist oder im Depot liegt, sagt der Eintrag nicht.
Was hält der Mann rechts vor sein Gesicht?
Einen kleinen weißen Zettel, der die untere Hälfte seines Gesichts verdeckt. Was darauf steht, ist nicht lesbar, und der Eintrag des Museums schweigt dazu – also behaupten wir es auch nicht.
Ist das Original Öl oder Pastell?
Öl auf Leinwand; so steht es im Eintrag des Museums. Unsere Technik ist hier dieselbe wie die des Originals. Das Pastell ist die andere Fassung in New York.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja. Die acht Größen sind unsere übliche Auswahl, wir malen aber auch nach Ihrem Maß, auch genau im Seitenverhältnis des Originals. Sagen Sie, wo die Arbeit hängen wird, damit wir den Ausschnitt anpassen.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit entsteht von Hand in Öl auf Leinwand; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar, und auf den dunklen Mänteln scheint das Gewebe durch, wie beim Original.
Eignet sie sich als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der mit Papieren oder Zahlen arbeitet – für Büro oder Empfang. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; überlassen Sie die Wahl lieber dem Beschenkten, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: eine Ecke des Börsensaals; ein Mann in der Melone spricht dem bärtigen Mann ins Ohr, der ein Blatt liest
- Original: Edgar Degas, Öl auf Leinwand, 81,5 x 100,5 cm, Musée d’Orsay, Paris (RF 2444)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, acht Größen von 30 x 40 bis 120 x 160 cm
- Wissenswert: der Eintrag nennt keinen der gemalten Männer – der einzige Name darin ist der des Schenkers von 1923









































