Beschreibung
Die Probe zeigt einen Übungssaal der Pariser Oper, dessen Mitte leer ist, während alles Geschehen an die Ränder gedrängt wurde. Links schneidet eine Wendeltreppe in die Szene; auf ihr steigen Tänzerinnen herab, die wir nur bis zu den Knien sehen. Links der Mitte üben zwei eine Arabeske mit gestrecktem Bein und Arm, hinten an den hohen Fenstern steht eine Gruppe in hellen Röckchen. Rechts sitzt eine Tänzerin in grüner Jacke mit dem Rücken zu uns, daneben steht eine zweite, dahinter eine ältere Frau in rotem Umhang und ein bärtiger älterer Mann. Die untere Hälfte der Leinwand nimmt der nackte Holzboden ein. Das Original ist in Öl auf Leinwand gemalt und wird von der Burrell Collection in Glasgow unter der Inventarnummer 35.246 verwahrt. Bei uns entsteht es von Hand, in acht Größen von 80 x 60 bis 180 x 130 cm oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Die Probe |
| Weitere Titel: | La répétition, The Rehearsal |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | um 1874 |
| Maße des Originals: | 58,4 cm x 83,8 cm |
| Technik des Originals: | Öl, Leinwand |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | Burrell Collection, Glasgow (Inv. 35.246) |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 8 Größen von 80 x 60 cm bis 180 x 130 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Die Probe – Edgar Degas
Wer ist in der Szene?
Etwa fünfzehn Tänzerinnen, eine ältere Frau und ein älterer Mann; niemand von ihnen wird benannt. Auf der Treppe links steigen mindestens drei Paar Beine in rosa Schuhen herab, die Körper aber schneidet der obere Rand ab. Links der Mitte üben zwei Tänzerinnen, eine in Blassgelb und eine in Weiß mit rosa Gürtel, eine dritte ist rothaarig und trägt ein schwarzes Band um den Hals. Hinten an den Fenstern steht eine Gruppe in hellen Röckchen. Rechts sitzt eine Tänzerin in dunkelgrüner Jacke mit dem Rücken zu uns und gewendetem Kopf, daneben steht eine zweite und richtet ihren Gürtel. Dahinter eine Frau in rotem Umhang, ganz rechts oben ein bärtiger Mann in rot-cremefarbenem Rock.
Was ist auf der Leinwand?
Die Szene liegt quer und ist weit, der Raum in drei ungleiche Teile geteilt. Links steht die Wendeltreppe: die große braune gekrümmte Fläche ihrer Unterseite schneidet in die Szene und verdeckt, was dahinter liegt. Oben rechts hohe Fenster mit blassem Licht und eine braune Wand mit rötlichem Sockelstreifen. Das rechte Drittel füllen Gestalten, dicht nebeneinander. Und zwischen alledem bleibt die Mitte leer: nackter Holzboden, warme braune Dielen, die schräg verlaufen und fast die ganze untere Hälfte einnehmen. Unten links die Signatur. Die Farben sind erdig, nur ein paar rosa Bänder, eine grüne Jacke und eine orange Fläche rechts.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil die Mitte leer ist. Alles Geschehen hat Degas an die Ränder geschoben: die Treppe zerschneidet die linke Seite, die Gruppe drängt sich rechts, die Tänzerinnen auf den Stufen sind an den Knien abgeschnitten. Die Mitte, also die Stelle, zu der das Auge zuerst geht, ist nackter Boden. Der zweite Grund ist genau dieser Schnitt: die Tänzerinnen auf der Treppe sehen wir nicht als Menschen, sondern als Beine in Schuhen, als wären sie beim Eintreten erwischt worden. So liest sich die Szene als Blick von jemandem, der zufällig in den Saal getreten ist, und nicht als gestellte Gruppe.
Was bedeutet die Szene?
Die Probe als lange, ungeordnete Arbeit. Der Impressionismus hieß bei Degas ein Ausschnitt, wie ihn das Auge von einem bestimmten Platz aus sieht, und dieser Platz ist hier neben der Tür, wo die Treppe die halbe Szene verdeckt. Ein impressionistisches Gemälde dieser Art zeigt deshalb nicht den Auftritt, sondern das Warten, das Richten des Gürtels und das Wiederholen. Als Kunstgemälde ist es trotz der vielen Gestalten ungewöhnlich ruhig, weil so viel Fläche leerer Boden ist. Wer ein Gemälde kaufen möchte, das ein großes Zimmer trägt, ohne es zu ermüden, findet hier eines der wenigen Motive dieser Art.
Das Motiv unter Degas’ Arbeiten
Übungssäle sind bei Degas eine ganze Werkfamilie. Probe im Ballettsaal zeigt denselben Raum leerer und in kühleren Farben, Die Ballettklasse stellt die arbeitende Klasse in den Vordergrund, und Ballettprobe auf der Bühne verlegt die Probe auf die Bühne. Die Arbeit ist im Werkverzeichnis Degas unter MS 214 verzeichnet, und eine verwandte Arbeit desselben Motivs verwahrt die National Gallery in London.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, nicht mit einem Drucker. Das Original ist ein Ölgemälde auf Leinwand, also dieselbe Technik wie unsere. Bei diesem Motiv ist gerade der Boden das Schwerste, denn er nimmt den meisten Raum ein und muss ohne Einzelheiten interessant bleiben: Die Dielen malen wir in langen Zügen, die der schrägen Richtung folgen, und lassen dazwischen kühlere und wärmere Streifen, damit die Fläche nicht gleichmäßig wird. Die Treppe ist der zweite anspruchsvolle Teil, denn ihre große braune Fläche muss wie Holz wirken und nicht wie Schatten. Die Gestalten rechts stehen dicht und werden von hinten nach vorn aufgebaut, damit sie nicht verschmelzen. Die rosa Schuhe und die grüne Jacke machen wir zuletzt. Jede Reproduktion entsteht neu, und zwei sind einander nie ganz gleich, weil eine Hand denselben Strich nicht zweimal wiederholt; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für diese Arbeit haben wir keine Fotos unserer fertigen Leinwände, deshalb zeigen wir hier keine und beschreiben auch keine. Das Foto Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welches: 100 x 70 cm. Diese Arbeit fertigen wir nur in größeren Maßen, denn sie hat viele Gestalten und viel Boden; unter 80 x 60 cm verschmelzen die Tänzerinnen auf der Treppe zu einem Fleck. Das Original misst 58,4 x 83,8 cm; der Größe nach kommt ihm unser kleinstes Maß 80 x 60 cm am nächsten, das fast genau dieselbe Fläche hat, dem Verhältnis nach 100 x 70 cm. 80 x 60 und 90 x 65 cm gehören über ein Sofa in einem gewöhnlichen Zimmer. 100 x 70 cm ist hier am sinnvollsten, weil es das richtige Verhältnis mit genug Größe verbindet, damit sich die Gestalten rechts trennen. 110 x 80 und 120 x 90 cm verlangen eine breitere Wand und etwas Abstand. 140 x 100 cm gehört in einen Raum, in dem man mindestens drei Meter zurücktreten kann. 155 x 109,5 und 180 x 130 cm verändern den ganzen Raum; dort sind die Gestalten nahe an Lebensgröße. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab. Kein Maß liegt als fertiges Stück auf Lager: Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung und bleibt ein Einzelstück.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keines der acht Maße passt oder wenn Sie das Verhältnis des Originals wünschen, malen wir nach Ihrem Maß und bewahren dabei die Verhältnisse der Szene, damit die Treppe links ihren Anteil behält und der leere Boden in der Mitte so breit bleibt wie bei Degas; das ist unsere Arbeit auf Bestellung. Jedes Exemplar versenden wir auf einen hölzernen Keilrahmen aufgespannt, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt auf diesem Motiv alle Leisten, die wir führen, so dass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können — sie dient der Rahmenwahl und sonst nichts. Wenn Sie sehen möchten, wie die Arbeit an Ihrer eigenen Wand wirkt, haben wir dafür einen eigenen Dienst, die Platzierung im Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien, rechnen Sie deshalb mit 15-45 Tagen je nach gewähltem Maß; bei den größten Maßen liegt die Zeit meist am oberen Rand. Es reist aufgespannt und für den Transport geschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Was geschieht in der Szene?
Eine Probe im Übungssaal. Einige Tänzerinnen üben, andere kommen die Treppe herunter, wieder andere warten und richten ihre Kleidung.
Warum sind die Tänzerinnen auf der Treppe abgeschnitten?
Weil der obere Rand der Szene sie durchschneidet. Wir sehen nur Beine und Schuhe, die Körper nicht.
Was ist die große braune Fläche links?
Die Unterseite der Wendeltreppe. Sie nimmt fast ein Viertel der Leinwand ein und verdeckt, was dahinter liegt.
Wer ist die Frau im roten Umhang?
Der Eintrag nennt sie nicht. Sie steht rechts unter den Tänzerinnen und ist nicht zum Üben gekleidet.
Wo befindet sich das Original?
In der Burrell Collection in Glasgow, unter der Inventarnummer 35.246.
Wie groß ist das Original?
58,4 x 83,8 cm. Der Größe nach kommt ihm unser Maß 80 x 60 cm am nächsten, das fast dieselbe Fläche hat.
Warum fertigen Sie diese Arbeit nicht in kleineren Maßen?
Weil sie viele Gestalten hat. Unter 80 x 60 cm verschmelzen die Gruppe rechts und die Tänzerinnen auf der Treppe, und die Szene verliert ihren Sinn.
Folgen Ihre Maße dem Verhältnis des Originals?
Eines sehr genau: 100 x 70 cm. Die übrigen sind etwas quadratischer als das Original.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit entsteht von Hand mit Ölfarbe; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht auf der Liste steht?
Ja, wir malen nach Maß und bewahren dabei die Verhältnisse der Szene.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der tanzt oder ins Ballett geht. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Herstellungszeit ein; wenn Sie die Wahl lieber den Beschenkten überlassen, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: ein Übungssaal während der Probe, die Wendeltreppe links, die dichte Gruppe rechts und leerer Boden in der Mitte
- Original: Edgar Degas, Ölarbeit auf Leinwand, 58,4 x 83,8 cm, Burrell Collection, Glasgow (35.246)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, acht Größen von 80 x 60 bis 180 x 130 cm, aufgespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: die Tänzerinnen auf der Treppe sehen wir nicht als Menschen, sondern nur als Beine in rosa Schuhen









































