Beschreibung
Die Wäscherinnen sind eine kleine Leinwand mit zwei Frauenköpfen und einer einzigen Geste, die der Museumstitel selbst erklärt. Die linke Frau ist im Profil zu sehen, nach rechts gewandt; über dem dunklen Haar trägt sie ein helles Tuch, gekleidet ist sie dunkel. Die rechte hat helleres, offenes Haar, den Kopf zur Seite geneigt und die Wange auf die erhobene Hand gestützt, die Augen halb geschlossen. Das Museum führt das Werk als Studie zweier Frauenköpfe; Wäscherin mit Zahnschmerzen — die Geste ist also nicht Müdigkeit, sondern Zahnweh. Der Hintergrund ist nur ein blasses Grauweiß, rasch verstrichen, ohne Raum und ohne Gegenstände; die Farbe liegt dünn, stellenweise scheint der Grund durch. Das Original ist winzig, 21 x 15 cm, entstanden zwischen 1870 und 1872. Es gehört dem Musée d’Orsay unter der Nummer RF 1953 8 und hängt in Le Havre. Bei uns entsteht es von Hand, in acht Maßen von 50 x 40 bis 150 x 110 cm oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Die Wäscherinnen |
| Weitere Titel: | Étude de deux têtes de femmes ; Blanchisseuse souffrant des dents (Titel des Museums), Les blanchisseuses, Washerwomen |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | zwischen 1870 und 1872 (Signatur oben rechts: Degas) |
| Maße des Originals: | 21 cm x 15 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | Eigentum des Musée d’Orsay, Paris (Inv. RF 1953 8), als Dauerleihgabe im Musée André Malraux, Le Havre (Inv. DA 61.98); Katalog Schulman MS 1198 |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 8 Größen von 50 x 40 cm bis 150 x 110 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Die Wäscherinnen – Edgar Degas
Wer ist zu sehen?
Zwei Frauen, keine von beiden benannt. Der Museumseintrag nennt ihre Namen nicht, sagt aber etwas anderes, das für das Verständnis entscheidend ist. Die linke Frau erscheint im Profil, nach rechts gewandt; über dem dunklen Haar liegt ein helles Tuch, sie ist dunkel gekleidet und schaut ruhig vor sich hin. Die rechte ist uns stärker zugewandt, hat helleres, offenes Haar, den Kopf zur Seite geneigt und die Wange auf die erhobene Hand gestützt; die Augen sind halb geschlossen, der Mund leicht angespannt. Genau diese zweite Geste ist der Kern des Werks, und das Museum benennt sie unmissverständlich: es führt die Leinwand als Studie zweier Frauenköpfe; Wäscherin mit Zahnschmerzen. Es geht also nicht um Erschöpfung nach einem langen Arbeitstag, sondern um Zahnweh, und wir deuten das nicht anders als der Eintrag.
Was zeigt die Leinwand?
Zwei Köpfe und sonst nichts. Der Hintergrund ist blasses Grauweiß, rasch aufgetragen und mit breitem Strich verstrichen; es gibt keinen Raum, keine Möbel, keinen Wäschekorb und keinen einzigen Gegenstand, der sagen würde, wo diese beiden Frauen sich befinden. Die Farbe liegt sehr dünn, stellenweise scheint der Grund durch, was bei einem Werk dieser Größe zu erwarten ist: die Leinwand misst 21 x 15 cm, weniger als ein Blatt im Format A5. Wegen dieser Winzigkeit sind die Striche kurz und entschieden; zwei Gesichter bestehen aus einer Handvoll davon, die Hand der rechten Frau aus noch weniger. Die Farbskala ist schmal — weißes Tuch, dunkles Kleid, Hauttöne und das Grau dahinter — und so tragen die Neigung des Kopfes und ein Paar halb geschlossener Augen das ganze Gewicht. Die Signatur steht oben rechts.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil sie ein Arbeitsblatt ist und keine Szene. Degas hat keine Waschküche gemalt, sondern zwei Köpfe, so wie er sie sah, und sie ohne Umgebung stehen lassen; eine Studie, die als eigenständiges Werk geblieben ist. Der zweite Grund ist die Wahl des Augenblicks. Die Malerei jener Jahre zeigte Arbeiterinnen gern entweder fleißig oder malerisch elend; hier ist weder das eine noch das andere zu finden, sondern ein konkretes körperliches Leiden, das mit der Moral der Arbeit nichts zu tun hat. Der dritte Grund ist der Maßstab. Auf einundzwanzig Zentimetern Breite hat Degas etwas gemacht, das eine Vergrößerung auf einen Meter aushält, und das ist selten: die meisten kleinen Studien zerfallen dabei.
Was bedeutet die Szene?
Dass Arbeit einen Körper hat. Impressionismus heißt bei Degas, Menschen bei der Arbeit zu beobachten, und hier ist die Beobachtung so nah, dass sie einen Schmerz erfasst, der mit der Arbeit gar nichts zu tun hat. Als Kunstgemälde wirkt die Leinwand anders als die großen Szenen: klein in der Herkunft, leise, und sie verlangt, dass man näher tritt. Weil die Farben zurückhaltend sind — Weiß, Grau, ein dunkles Kleid und Hauttöne — ergibt sie ein unaufdringliches Ölgemälde für Wohnzimmer, Küche oder Flur. Wer ein Gemälde kaufen möchte, in dem ein Mensch und nicht ein Motiv im Mittelpunkt steht, findet hier genau das. Unsere Reproduktion ist darauf gebaut, dass diese eine Geste lesbar bleibt.
1974 gestohlen, 2010 wiedergefunden
Die Geschichte dieser Leinwand ist die ungewöhnlichste in dieser Reihe, und der Katalog gibt sie vollständig wieder. Nach dem Atelier Degas war das Werk bei Madame Jeantaud in Paris, danach bei Carle Dreyfus, ebenfalls in Paris, bis 1953. In jenem Jahr kam es an das Musée du Louvre; der Museumseintrag verzeichnet den Erwerb als Vermächtnis von Carle Dreyfus, 1953. 1961 wurde es als Leihgabe an das Museum in Le Havre gegeben. 1974 wurde es dort gestohlen. Erst 2010 tauchte es wieder auf und wurde dem Musée d’Orsay zugewiesen; der Katalog vermerkt dazu, dass es am 3. November 2010 unter Nummer 142 in einer Auktion stand und daraus zurückgezogen wurde. 2011 kehrte es nach Le Havre zurück, in das Musée André Malraux, erneut als Leihgabe. Zwischen Diebstahl und Rückkehr liegen sechsunddreißig Jahre.
Das Motiv unter Degas’ Werken
Wäscherinnen und Büglerinnen haben Degas jahrelang beschäftigt, und bei uns gibt es mehrere davon. Am nächsten stehen dieser Leinwand Die Wäscherin und Die Büglerin, beides Szenen aus derselben Arbeitswelt. Besonders hervorzuheben ist Madame Jeantaud vor dem Spiegel: dem Katalog zufolge hat eben jene Madame Jeantaud, die auf jenem Werk porträtiert ist, diese Leinwand einst besessen. Im Katalog Schulman ist das Werk als MS 1198 verzeichnet, datiert 1870–1872 und oben rechts signiert, und Eigentümer ist das Musée d’Orsay, das es unter RF 1953 8 führt.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, in derselben Technik wie das Original, also als Öl auf Leinwand. Am schwierigsten ist der Maßstab. Das Original misst 21 x 15 cm, unser kleinstes Maß 50 x 40 cm, jede unserer Ausführungen ist also mindestens zweieinhalbmal so breit wie das Original. Striche, die auf dem Original wenige Millimeter lang sind, dürfen bei der Vergrößerung nicht zu breiten Farbbahnen werden; deshalb zerlegen wir sie in mehrere kürzere und halten die Richtung, nicht die Stärke. Das zweite schwierige Stück sind das halb geschlossene Auge und der angespannte Mund der rechten Frau: zu weich gemalt, verschwindet der Ausdruck und es bleibt nur ein angelehnter Kopf. Das dritte ist der Hintergrund, der verstrichen und leer bleiben muss; wer dort einen Raum hineinmalt, macht aus der Studie eine Szene. Jede Ausführung entsteht neu, und zwei sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen unserer fertigen Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; hier sind also keine zu sehen, und wir beschreiben auch keine. Eine Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie unschlüssig sind: 70 x 50 cm — und das ist keine beliebige Wahl. Das Seitenverhältnis des Originals ist 1,40, und 70 x 50 cm ergibt genau 1,40; die Übereinstimmung ist exakt, die Szene wird weder in der Höhe noch in der Breite gedrückt. Zu sagen ist auch das andere: das Original ist kleiner als jedes unserer Maße, es misst knapp 21 x 15 cm, und damit ist jede unserer Ausführungen deutlich größer als das Werk, dem sie folgt. 50 x 40 und 60 x 40 cm passen an eine schmale Wand, an ein Regal oder in die Küche und bleiben der Intimität des Originals nahe. 70 x 50 und 80 x 60 cm sind die richtige Wahl über einer Kommode oder einem Schreibtisch, das erste wegen des Verhältnisses. 90 x 60 und 100 x 80 cm verlangen etwas Abstand; hier sind die Gesichter nahezu lebensgroß. Bei 120 x 90 und 150 x 110 cm ist die Vergrößerung erheblich und der Strich sichtbar zerlegt; diese Wirkung suchen manche und andere nicht, und es ist fair, das vorher zu sagen. Messen Sie das gewählte Maß mit einem Zuschnitt aus Papier an der Wand ab. Keines liegt auf Lager: jedes Stück entsteht auf Bestellung.
Sondermaß, Rahmen und Keilrahmen
Wenn keines der acht Maße passt, malen wir nach Ihrem Maß und halten dabei das Verhältnis 1,40 und den Abstand zwischen den Köpfen ein, damit die rechte Frau nicht zu eng an den Rand rückt; das ist unsere Arbeit nach Wunsch. Jedes Stück versenden wir auf einem Keilrahmen aus Holz aufgespannt, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen benutzen Sie unsere 3D-Anwendung: an diesem Motiv zeigt sie alle Leisten, die wir führen — Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz — und dient der Rahmenwahl und sonst nichts. Wie das Werk an Ihrer eigenen Wand wirkt, zeigt unser gesonderter Dienst, die Einpassung in den Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Stück entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie mit 15-45 Tagen je nach Maß, bei den größten am oberen Ende. Es reist aufgespannt und transportsicher verpackt, gerahmt, falls Sie einen Rahmen gewählt haben, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Was ist das für ein Werk?
Ein Öl von Degas, das wir als Die Wäscherinnen führen. Der Museumstitel ist länger: Studie zweier Frauenköpfe; Wäscherin mit Zahnschmerzen. Es misst 21 x 15 cm und gehört dem Musée d’Orsay unter der Nummer RF 1953 8.
Warum stützt die rechte Frau die Wange?
Weil sie Zahnschmerzen hat. Das ist keine Vermutung von uns: das Museum führt das Werk unter einem Titel, der es ausdrücklich sagt. Genau diese Einzelheit trennt die Szene von den üblichen Darstellungen müder Arbeiterinnen.
Wann ist das Werk entstanden?
Zwischen 1870 und 1872. Denselben Zeitraum geben das Museum und der Katalog Schulman an; wir kürzen ihn nicht auf ein einzelnes Jahr.
Wie groß ist das Original?
Sehr klein: 21 cm breit und 15 cm hoch, weniger als ein Blatt A5. Mit Rahmen gibt das Museum 38 x 32,5 cm an. Alle unsere Maße sind größer als das Original.
Ist das Original auf Leinwand oder auf Karton?
Die Quellen widersprechen sich. Das Musée d’Orsay als Eigentümer gibt Öl auf Leinwand an; der Katalog Schulman nennt als Träger Karton. Wir folgen dem Museum, dem das Werk gehört, und sagen den Unterschied hier, statt ihn zu verschweigen.
Wo ist es zu sehen?
In Le Havre, im Musée André Malraux, wo es als Leihgabe unter der Nummer DA 61.98 verzeichnet ist. Eigentümer bleibt das Musée d’Orsay in Paris.
Stimmt es, dass das Werk gestohlen war?
Ja. Laut Katalog wurde es 1974 aus dem Museum in Le Havre gestohlen, 2010 wiedergefunden und dann dem Musée d’Orsay zugewiesen; 2011 kehrte es nach Le Havre zurück. Der Katalog vermerkt auch, dass es 2010 in einer Auktion stand und daraus zurückgezogen wurde.
Ist die Leinwand signiert?
Ja. Der Katalog Schulman verzeichnet die Signatur oben rechts: Degas.
Welches Ihrer Maße stimmt mit dem Original überein?
Im Verhältnis 70 x 50 cm, das genau 1,40 ergibt wie das Original. In der Größe keines, denn das Original ist kleiner als alle unsere Maße.
Ist das ein Druck?
Nein. Das Werk entsteht von Hand, in Öl auf Leinen; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar, und bei diesem Motiv wegen der Vergrößerung deutlicher als bei größeren Originalen.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, für jemanden, der Porträts mag und die Geschichten dahinter; diese ist ungewöhnlich. Da jedes Stück auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; wenn die Wahl lieber die beschenkte Person treffen soll, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: zwei Frauenköpfe; die rechte stützt die Wange auf die Hand, weil sie laut Museumstitel Zahnschmerzen hat
- Original: Edgar Degas, Ölmalerei, 21 x 15 cm, Eigentum des Musée d’Orsay (RF 1953 8), als Leihgabe in Le Havre
- Unsere Ausführung: handgemalt in Öl, acht Maße von 50 x 40 bis 150 x 110 cm; 70 x 50 cm trifft das Verhältnis des Originals genau
- Wissenswert: die Leinwand wurde 1974 aus dem Museum in Le Havre gestohlen und erst 2010 wiedergefunden









































