Edvard Munch – Am Trinktisch

ab 124,00 

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Beschreibung

Am Trinktisch

Am Trinktisch von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Holztafel aus den Jahren 1926–1930, das unter der Inventarnummer MM.M.00123 im Munch-Museum (Munchmuseet) in Oslo verwahrt wird. Das Original misst 60,5 x 48,5 cm und liegt quer. Um einen Tisch mit Gläsern und einer Flasche hat sich eine Gesellschaft versammelt.

Vorn in der Mitte steht eine dunkle Flasche, als fast schwarzer aufrechter Zylinder gemalt. Sie ist der dunkelste Gegenstand des Werks und wirkt als Achse, um die sich alles andere ordnet. Daneben stehen hohe Gläser mit einem orangefarbenen Getränk und ein niedriger Becher, alle in wenigen raschen Zügen gegeben.

Der Tisch ist mit einem weißlichen Tuch gedeckt, das sich in der unteren Hälfte zu einer hellen Fläche ausbreitet. Dieses Licht ist die einzige große ruhige Fläche in einer sonst bewegten Szene und gibt dem Auge einen Ort zum Ausruhen.

Hinter dem Tisch sitzen drei Hauptgesichter. Links beugt sich eine Gestalt in dunkler Kleidung vor, das Gesicht rötlich mit gelblicher Wange. In der Mitte sitzt ein breiter Mann in schwarzer Jacke mit weißem Kragen und Fliege; sein Gesicht ist das röteste und rundeste des Werks. Rechts von ihm eine Gestalt in grünem Mantel und dunkler Mütze.

Weiter hinten drängt sich eine Menge, nur als Ovale von Gesichtern und grüne Flächen von Körpern gegeben. Keiner von ihnen ist durchgearbeitet; sie sind Menge und nicht Einzelne, und gerade darum wirkt die Szene voll und laut, obwohl sie mit sehr wenig Einzelheiten gemalt ist.

Am rechten Rand sitzt eine weitere Gestalt seitwärts gewandt, mit ockergelbem Gesicht und Händen auf dem Tisch. Oben in der Mitte laufen blassviolette und weiße senkrechte Streifen herab, die sich als Vorhang oder beleuchtete Wand lesen.

Grün beherrscht die Farbe. Grün ist in den Wänden, in den Mänteln, in den Schatten der Gesichter und sogar im Tuch, und die roten und ockerfarbenen Gesichter erheben sich daraus als warme Zeichen. Das orangefarbene Getränk in den Gläsern wiederholt diese Wärme im Kleinen und bindet die untere Hälfte an die obere.

Die Handschrift ist breit, rasch und unkorrigiert. Munch baut ein Gesicht mit wenigen Zügen und lässt es dann stehen; die Augen sind oft nur dunkle Punkte, der Mund ein einziger Strich. Stellenweise ist die Farbe so dünn, dass die Holztafel durchscheint.

Das Museum führt das Werk als unsigniert und datiert es zwischen 1926 und 1930. Gesellschaft am Tisch hat Munch sein Leben lang gemalt, von den frühen Abendessen im Elternhaus bis zu diesen späteren, lauteren Runden; hier liegt der Nachdruck auf der Gruppe und nicht auf einer einzelnen Person.

Der Aufbau ruht auf einem Dreieck: die dunkle Flasche vorn in der Mitte und zwei Gruppen von Gesichtern, die sich von ihr nach links und rechts hinauf ausbreiten. Das Auge hält zuerst bei der Flasche, weil sie am dunkelsten ist, und wandert dann über das helle Tuch hinauf zu den roten Gesichtern.

Unseres wird handgemalt in Öl auf Leinwand ausgeführt, Strich für Strich, auf Bestellung und niemals gedruckt. Klar gesagt: das Original ist auf einer Holztafel, unsere Reproduktion dagegen auf Leinwand gemalt, dem üblichen Träger für eine handgemalte Arbeit dieser Art. Die schwierigste Passage sind die Gesichter, die lebendig bleiben müssen, obwohl sie mit sehr wenigen Strichen gemalt sind.

Das Format liegt quer und die Szene ist gesellig und warm, daher passt das Gemälde am besten in ein Esszimmer, eine Küche oder jeden Raum, in dem man zusammenkommt. Eine ruhige, helle Wand dient ihm am besten, da Grün und Rot den Nachdruck selbst tragen.

Neun Größen stehen zur Wahl, von 50 x 40 cm bis 231 x 180 cm, dazu ein Wunschmaß, mit oder ohne Rahmen. Mehr vom Künstler gibt es in der Edvard-Munch-Galerie, und über sein Leben und seine Malerei schreiben wir im Edvard-Munch-Blog.

Entstehungsjahr:1926–1930
Originalgröße:60,5 cm x 48,5 cm
Stil:Expressionismus
Originaltechnik:Öl auf Holztafel
Standort:Munch-Museum (Munchmuseet), Oslo

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