Edvard Munch – Schwarzer und gelber Mann im Schnee

ab 130,00 

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Beschreibung

Schwarzer und gelber Mann im Schnee

Schwarzer und gelber Mann im Schnee von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand aus den Jahren 1910–1912, das unter der Inventarnummer MM.M.00926 im Munch-Museum (Munchmuseet) in Oslo verwahrt wird. Das Original misst 52,5 x 59 cm und steht hochkant. Zwei Männer stehen im tiefen Schnee, einer in Schwarz und einer in Gelb.

Links schreitet ein Mann in dunklem, fast schwarzem Anzug voran. Wir sehen ihn von vorn, doch mit gesenktem Kopf, sodass das Gesicht kaum zu lesen ist; es ist als schlichte rosarote Fläche ohne Augen und Mund hingesetzt. Die Hände sind ebenso gegeben, als zwei rötliche Flecken neben dem Körper, und unten enden die dunklen Hosen in schweren Stiefeln, die in den Schnee gedrückt sind.

Rechts steht der zweite Mann, uns direkt zugewandt, in hellgelbem Anzug und gelber Mütze. Auch sein Gesicht ist ein roter Fleck. Er steht still, die Arme etwas vom Körper gehalten, und gerade diese Ruhe stellt ihn der schreitenden dunklen Gestalt links gegenüber.

Zwischen und hinter ihnen steigt der Schnee an: weiße und cremefarbene Flächen in dicker Farbe, dazwischen öffnen sich dunkle Felspartien, wo der Schnee den Boden nicht bedeckt hat. Rechts oben hebt sich der Schnee zu einer glatten Wehe, und links oben liest sich eine rote rechteckige Form mit dunklem Dach als Schuppen oder Schlitten.

Der Schnee ist nicht weiß. Munch baut ihn aus Weiß, Creme, Blassblau und Violett und zieht die Schatten in ein kühles Blau, das über die untere Hälfte der Leinwand läuft. Es sind diese kühlen Schatten, die den gelben Anzug rechts wie ein Licht aufbrennen lassen.

Unten links schließt eine dunkle grünschwarze Form, wohl ein Busch oder ein niedriger Baum, die Ecke und gibt der Szene auf jener Seite Gewicht. Darüber läuft ein schmales Band rosagrauen Himmels, und in der oberen linken Ecke erscheint ein kleiner blauer Fleck.

Die Farbe ruht auf drei klaren Tönen: Schwarz, Gelb und Rot, alle drei gegen einen kühlen weißblauen Grund gesetzt. Da der Hintergrund bewegt, aber gering gesättigt ist, treten beide Gestalten sofort hervor, obwohl sie mit demselben breiten Strich gemalt sind wie der Schnee um sie herum.

Die Handschrift ist hier dick und offen. Die Farbe ist nass in nass aufgetragen, stellenweise in einem einzigen Zug, stellenweise so dünn, dass das Gewebe der Leinwand durchscheint. Munch malte in diesen Jahren viel im Freien und im Winter, und diese Unmittelbarkeit gehört zur Szene.

Das Museum führt das Werk als unsigniert und datiert es zwischen 1910 und 1912. Der Titel, unter dem es verzeichnet ist, spricht nur von den Farben der beiden Gestalten, nicht davon, wer sie sind; das Werk sagt es ebenso wenig, und gerade das hält es offen.

Der Aufbau ist einfach: zwei aufrechte Gestalten auf einer breiten weißen Fläche, eine in Bewegung und eine in Ruhe. Das Auge geht zuerst zum Gelb, weil es das Hellste ist, und kehrt dann zur dunklen Gestalt zurück, die größer und näher ist. Dazwischen liegt leerer Schnee, und diese Leere ist der eigentliche Gegenstand.

Unseres wird handgemalt in Öl auf Leinwand ausgeführt, Strich für Strich, auf Bestellung und niemals gedruckt. Da jedes für seine eigene Bestellung entsteht, gleicht keines dem anderen bis ins Detail, und die kleinen Unterschiede sind das Zeichen einer Hand. Die schwierigste Passage ist der Schnee, der voller Farbe bleiben muss und keine weiße Fläche werden darf.

Das Format ist hochkant und die Farben sind klar und stark, daher passt das Gemälde in einen hellen Raum: ein Wohnzimmer, einen Flur oder ein Büro. Eine ruhige weiße oder hellgraue Wand dient ihm am besten, da Gelb und Schwarz den ganzen Nachdruck selbst tragen.

Zehn Größen stehen zur Wahl, von 40 x 45 cm bis 180 x 200 cm, dazu ein Wunschmaß, mit oder ohne Rahmen. Mehr vom Künstler gibt es in der Edvard-Munch-Galerie, und über sein Leben und seine Malerei schreiben wir im Edvard-Munch-Blog.

Entstehungsjahr:1910–1912
Originalgröße:52,5 cm x 59 cm
Stil:Expressionismus
Originaltechnik:Öl auf Leinwand
Standort:Munch-Museum (Munchmuseet), Oslo

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