Beschreibung
Der Kanal von Gravelines, Petit Fort-Philippe ist Seurats ruhige Hafenszene von 1890, eine der letzten, die er malte. Das Original misst 92,1 x 73,3 Zentimeter, ist Öl auf Leinwand und wird vom Indianapolis Museum of Art at Newfields unter der Inventarnummer 45.195 verwahrt und dort gezeigt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Gemälde, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe.
| Titel: | Der Kanal von Gravelines, Petit Fort-Philippe |
| Weitere Titel: | The Channel of Gravelines, Petit Fort Philippe |
| Maler: | Georges Seurat (Paris 1859–1891) |
| Entstehungsjahr: | 1890 |
| Originalgröße: | 92,1 cm x 73,3 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Neoimpressionismus, wie das Museum sagt – feine Farbpunkte; Pointillismus |
| Standort: | Indianapolis Museum of Art at Newfields (Inv.-Nr. 45.195, ausgestellt in Saal H206) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalt, Öl auf Leinwand, 8 Größen von 70 x 55 cm bis 246 x 197 cm, auf Wunsch nach Maß |
Der Kanal von Gravelines, Petit Fort-Philippe – Georges Seurat
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Ein Hafen im Norden Frankreichs, ruhig und geordnet. Das Museum beschreibt ihn auf seiner Saaltafel so: Seurat trug methodisch feine Farbpunkte auf und fing die Reinheit der Küstenluft und des Lichts ein; die senkrechten und waagerechten Elemente der Szene ordnete er so sorgfältig, dass eine fein ausgewogene Komposition entstand, die dem tatsächlichen Aussehen des Hafens bemerkenswert treu ist.
Die zweite Hälfte dieses Satzes wird bei Seurat gern übersehen. Ein Kunstgemälde aus dieser Reihe ist keine erfundene Szene: das Museum sagt, der Hafen sehe so aus, wie er wirklich aussah. Die Methode ist wissenschaftlich, die Szene ist es nicht. Die Strömung, die Seurat anführte, heißt Neoimpressionismus, seine Methode Pointillismus; das Museum verwendet für dieses Werk das erste Wort, und beide meinen dieselbe Arbeit.
Der schmale gepunktete Rand und ein Rahmen nach dem Entwurf des Malers
Am Rand der Leinwand läuft ein schmaler gepunkteter Streifen – so nennt ihn das Museum selbst. Er ist kein Schmuck: er gehört zum Werk und ist zugleich die Stelle, an der der Maler signiert hat. Das Museum gibt an, die Signatur stehe in blauer Farbe am unteren rechten Rand und trage die Jahreszahl 1890; auf der Rückseite der Leinwand steht der Stempel des Farbenhändlers Chabod aus Paris.
Der Rahmen, in dem die Arbeit heute steckt, ist eine Nachschöpfung nach Seurats eigenen Rahmen für seine Seestücke. Das Museum erklärt, wie er wirkt: sein Ultramarinblau erhöht die Leuchtkraft der Szene, und die Farbflecken auf ihm wiederholen die Töne des gepunkteten Randes auf der Leinwand. Der Maler hat also selbst festgelegt, wo das Werk endet. Anderswo war es genauso: Trübes Wetter auf der Grande Jatte trägt einen gemalten Rand, den Seurat kurz vor der ersten Ausstellung hinzufügte.
Die letzten Seestücke: Gravelines 1890
Gravelines ist ein kleiner Hafen im Norden Frankreichs, nahe der belgischen Grenze, wohin Seurat im Sommer 1890 kam. Wie das Museum selbst diese Zeit sieht, sagt der Titel seiner eigenen Ausstellung von 1990: Seurat in Gravelines – die letzten Landschaften. Der Maler starb im Jahr darauf, einunddreißig Jahre alt.
In unserer Galerie stehen zwei weitere Szenen aus demselben Hafen: Der Kanal von Gravelines, Grand Fort-Philippe, den die Londoner National Gallery verwahrt, und Der Kanal von Gravelines, Abend. Wer sehen will, woher diese Küste kam, schaue auf das frühere Meer: Boote bei Ebbe, Grandcamp. Und die große Szene, für die Seurat allen bekannt ist, ist Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte. Alle diese Kunstwerke stammen von derselben Hand.
Der Weg des Werks: von Reid und Lefevre nach Indianapolis
Das Museum veröffentlicht die ganze Kette der Eigentümer, und weil es sie veröffentlicht, geben wir sie wieder. Die Arbeit war schon 1926 bei den Händlern Reid und Lefevre in London, dann schon 1937 in der Bignou Gallery in New York und schon 1945 bei M. Knoedler & Co. in New York.
Im Juni 1945 kaufte sie Caroline Marmon Fesler aus Indianapolis (1878–1960) und schenkte sie im selben Jahr dem John Herron Art Institute, aus dem das heutige Indianapolis Museum of Art at Newfields hervorging. Deshalb stehen in der Schenkungsangabe des Museums die Namen Fesler und Marmon.
Das Museum stützt seine Angaben sogar auf Quellen: für 1926 auf Roger Frys Buch Transformations, London 1926, Seite 195 und Tafel XXX-A, und für 1927 auf den Katalog der Bignou Gallery, The Post-Impressionists. Den Händlern Reid und Lefevre aus London begegnen wir in unserer Galerie noch einmal – in der Eigentümerkette, die die Londoner National Gallery veröffentlicht.
Wo war das Werk ausgestellt?
Die Ausstellungsliste, die das Museum veröffentlicht, ist lang und reicht bis in das Leben des Malers: 1891, im Jahr seines Todes, war die Arbeit auf der Retrospektive der Société des Artistes Indépendants. Es folgen Le Néo-Impressionnisme 1932, die große Seurat-Ausstellung im Grand Palais und im New Yorker Metropolitan 1991 und 1992 sowie eine Seurat-Ausstellung im Kröller-Müller-Museum 2014.
Der jüngste Eintrag stammt aus diesem Jahr: Seurat und das Meer in der Londoner Courtauld Gallery, vom 13. Februar bis zum 17. Mai 2026. Die Arbeit war also in diesem Frühjahr in London; das Museum gibt jetzt wieder an, sie sei in seinem Saal H206 zu sehen.
Warum haben wir das Maß berichtigt?
Bis heute stand auf dieser Seite das Maß 92,7 x 73 Zentimeter. Das Museum gibt auf seiner Seite jetzt die Leinwand mit 28-7/8 x 36-1/4 Zoll an, das sind 73,3 x 92,1 Zentimeter, bei uns also 92,1 x 73,3 cm. Der Unterschied beträgt gut einen halben Zentimeter in der Breite.
Der alte Wert war nicht erfunden: die archivierte Fassung derselben Museumsseite von 2013, die wir ebenfalls gelesen haben, gibt 28 7/8 x 36 1/2 Zoll an – genau 92,7 Zentimeter. Das Museum hat die Arbeit inzwischen also neu vermessen. Es gilt, was die Einrichtung, die das Werk verwahrt, heute veröffentlicht, und so steht es nun in der Tabelle. Festgehalten ist auch, wie groß die Arbeit gerahmt ist: 36-1/8 x 43-3/4 Zoll, also etwa 92 x 111 Zentimeter.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit der Hand und mit dem Pinsel, niemals mit einem Drucker. Unser Maler arbeitet mit Ölfarben auf Leinwand, und bei diesem Motiv ist das Schwerste genau das, was das Museum Ausgewogenheit nennt: die Senkrechten der Mole und die Waagerechten des Wassers müssen ruhig bleiben, sonst verliert die Szene gerade das, wodurch sie wirkt. Dabei verzeiht die Methode keine Eile: ein Punkt, der ohne Überlegung gesetzt wird, ist zu sehen. Deshalb ist jede handgemalte Kopie ein Einzelstück, und keine zwei sind ganz gleich.
Für dieses Motiv haben wir derzeit keine eigenen Aufnahmen der fertigen Arbeit aus dem Atelier. Wenn wir es das nächste Mal malen, werden wir es aufnehmen, und die Aufnahmen erscheinen auf dieser Seite. Bis dahin gilt, was für jedes Leinwandgemälde bei uns gilt: vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme genau der Leinwand, die für Sie gemalt wurde, und sie geht erst hinaus, wenn Sie sie freigegeben haben.
Welche Größe für welche Wand?
Das Original misst 92,1 x 73,3 Zentimeter, also zuerst die Breite und dann die Höhe, wie wir Maße überall angeben. Das Format ist quer, aber nur wenig breiter als hoch, die Szene braucht also keine lange Wand.
Keines unserer acht Maße stimmt mit dem Original überein: 70 x 55 cm ist kleiner, 100 x 80 cm liegt am nächsten und ist etwas größer. Daraus machen wir keine Behauptung, wir verkauften das Werk in Originalgröße, denn das tun wir nicht. Fürs Wohnzimmer empfehlen wir 120 x 100 oder 140 x 110 cm; 160 x 130 und 180 x 140 cm füllen die Wand über dem Sofa; 200 x 160 und 246 x 197 cm sind für große Räume, in denen die Punkte die Luft bekommen, die sie brauchen.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keines der acht Maße zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihren Maßen und behalten das Verhältnis des Originals bei, sodass die Szene nie gedehnt wirkt; das ist unser Gemälde nach Maß. Jedes Exemplar kommt auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung. Bei diesem Motiv lohnt sich zweimal nachzudenken, denn das Original hat seinen gepunkteten Rand und einen eigens dafür entworfenen Rahmen: ein dunkler, ruhiger Rahmen arbeitet mit ihm zusammen, ein goldener und verzierter streitet mit ihm. Wie die Arbeit an Ihrer Wand aussieht, zeigt unser gesonderter Dienst zur Visualisierung des Gemäldes an Ihrer Wand.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie also je nach Größe mit 15 bis 45 Tagen. Wir versenden es gespannt und geschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, innerhalb der Europäischen Union ohne Zoll. Vor dem Versand geben Sie eine Aufnahme frei, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot dieses Malers steht in der Galerie Georges Seurat, und über seine Arbeit schreibt unser Artikel über Georges Seurat. Eine Reproduktion eines berühmten Gemäldes entsteht bei uns immer auf diesem Weg.
Häufige Fragen
Wo ist das Original?
In Indianapolis, im Indianapolis Museum of Art at Newfields, unter der Inventarnummer 45.195. Das Museum gibt an, dass es in Saal H206 ausgestellt ist.
Aus welchem Jahr stammt es?
Aus 1890, wie das Museum angibt – ein einzelnes Jahr, und so schreiben wir es auch.
Wie groß ist das Original?
Das Museum gibt 28-7/8 x 36-1/4 Zoll an, das sind 73,3 x 92,1 Zentimeter, bei uns also 92,1 x 73,3 cm.
Warum war das Maß vorher anders?
Weil das Museum es inzwischen berichtigt hat. Seine Seite gab 2013 eine Breite von 36 1/2 Zoll an, heute 36-1/4. Es gilt die heutige.
Was ist der gepunktete Rand?
Ein schmaler Streifen aus Punkten am Rand der Leinwand, den das Museum ausdrücklich nennt. In ihn hat der Maler auch signiert, in blauer Farbe, mit der Jahreszahl 1890.
Ist der Rahmen original?
Nein. Das Museum sagt, der heutige Rahmen sei eine Nachschöpfung nach Seurats eigenen Rahmen für seine Seestücke.
Wo liegt Gravelines?
Ein kleiner Hafen im Norden Frankreichs, nahe der belgischen Grenze. Das Museum nennt seine Ausstellung dieser Arbeiten von 1990 die letzten Landschaften.
Welche Größe soll ich wählen?
Fürs Wohnzimmer 120 x 100 cm. Dem Original am nächsten liegt 100 x 80 cm, ist aber etwas größer als dieses.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja. Wir malen nach Ihrem Maß und behalten das Seitenverhältnis des Originals bei.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit ist mit der Hand und mit Ölfarben gemalt; die Striche sind zu sehen und zu ertasten, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja. Das Motiv ist ruhig und hell und verträgt jeden Raum. Wenn Sie die Wahl dem Beschenkten überlassen möchten, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: der ruhige Hafen von Gravelines, Sommer 1890 – eine der letzten Arbeiten Seurats
- Original: 92,1 x 73,3 cm, Öl, Indianapolis Museum of Art at Newfields (45.195)
- Unsere Fassung: handgemalte Leinwand, acht Maße von 70 x 55 bis 246 x 197 cm
- Wichtig: Seurat, französischer Maler, signierte im gepunkteten Rand der Leinwand, nicht in der Szene









































