Beschreibung
Vorstadt (La Banlieue) ist ein frühes Gemälde Seurats aus der Zeit um 1882: Am Stadtrand erhebt sich über niedrigen Dächern ein hoher, rauchender Fabrikschornstein, rechts stehen schmucklose weiße Häuser, und vorn breitet sich ein leeres Feld aus. Das Original, Öl auf Leinwand im Format 40,5 x 32,4 cm, ist Eigentum des französischen Staates und wird im Museum für Moderne Kunst in Troyes unter der Nummer MNPL 304 aufbewahrt. Bei uns entsteht das Motiv als Kunstgemälde, mit Ölfarben handgemalt auf Leinwand, in sechs Größen oder nach Ihren Maßen; vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Vorstadt (La Banlieue) |
| Weitere Titel: | La Banlieue |
| Maler: | Georges Seurat (1859–1891) |
| Entstehungsjahr: | um 1882 |
| Originalgröße: | 40,5 cm x 32,4 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Frühwerk – vor der Malerei in Punkten |
| Standort: | Museum für Moderne Kunst, Troyes (Inv.-Nr. MNPL 304) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 6 Größen von 46 x 38 cm bis 90 x 75 cm, Sondermaße auf Wunsch |
Vorstadt (La Banlieue) – Georges Seurat
Was zeigt das Gemälde?
Den Rand der Stadt, wo die Häuser aufhören und die Felder beginnen. Links ragt ein hoher, dünner Fabrikschornstein über alles hinaus; grauer Rauch quillt aus ihm und breitet sich über den Himmel aus. Daneben steht ein größeres Gebäude mit einem viereckigen Turm, in der Mitte reihen sich niedrige Häuser mit roten Dächern, und rechts stehen zwei große weiße Häuser mit glatten, kahlen Wänden und fast ohne Fenster. Vor den Häusern verläuft ein niedriger Zaun oder eine Reihe von Sträuchern, und die untere Hälfte der Leinwand nimmt ein leeres Feld in braunen, grünen und violetten Tönen ein. Auf dem Gemälde ist kein einziger Mensch zu sehen. Der Maler hat keine schöne Aussicht gewählt, sondern das gewöhnlichste Stück der Pariser Peripherie.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Eine Leinwand im Querformat, in gedämpften, erdigen Farben. Der Himmel ist grau und rosaviolett, gemalt mit breiten, gekreuzten Strichen, die sich stellenweise zu dunkleren Rauchwolken verdichten. Die Gebäude sind in klaren, einfachen Flächen angelegt: Die weißen Wände rechts leuchten als einziges reines Licht auf dem Gemälde, die Dächer in der Mitte sind ziegelrot, der Turm links ist dunkler. Das Feld unten besteht aus waagerechten und schrägen Strichen in Braun, Olivgrün und Violett, die den Eindruck rauer Erde erwecken. Die Striche sind kurz und kreuzen sich wie ein Netz; Punkte gibt es noch keine. Genau dieses Netz aus Strichen ist typisch für Seurats Arbeiten vom Anfang der 1880er-Jahre, bevor er die Methode entwickelte, für die man ihn kennt.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Weil es zeigt, wie Seurat als junger französischer Maler arbeitete, bevor er zum Maler der Punkte wurde. Damals malte er oft den Stadtrand von Paris – Felder, Arbeiter, Fabriken –, und diese Leinwand ist eines der klarsten Beispiele jener Zeit. Der Pointillismus, den er einige Jahre später entwickelte, fehlt hier noch, doch alles andere, was ihn beschäftigte, ist schon da: eine ruhige, feste Komposition, die klaren Formen der Häuser und eine ungewöhnliche Wahl des Motivs ohne jede Romantik. Aus solchen Beobachtungen erwuchs später der Neoimpressionismus mit all seiner Präzision. Für Käufer ist das ein Seurat, der vor allem Kennern vertraut ist.
Was bedeutet die Szene?
Eine Darstellung der modernen Welt, wie sie war, ohne Beschönigung. Zu einer Zeit, als andere Maler schöne Landschaften suchten, rückte Seurat einen Fabrikschornstein und ein leeres Feld in die Mitte. Das Gemälde verurteilt nicht und verherrlicht nicht; es zeigt einfach, wie sich die Stadt ins Land hineinfrisst. Deshalb wirkt es überraschend modern, fast wie eine frühe Fotografie eines städtischen Randgebiets. In der Wohnung strahlt es Ruhe und Ernst aus, und seine erdigen Farben passen gut zu Holz, Beton und schlichten Möbeln.
Was geschah mit dem Original?
Der amtliche Eintrag des Staates nennt als früheren Besitzer Félix Fénéon und dessen Versteigerung im Hôtel Drouot in Paris am 30. Mai 1947, bei der das Gemälde die Nummer 101 trug. Danach gehörte es Pierre und Denise Lévy, die es 1976 dem französischen Staat schenkten; der Staat wies es dem Museum für Moderne Kunst in Troyes zu. Der Eintrag verzeichnet außerdem drei Ausstellungen in Paris: in der Galerie Durand-Ruel 1934, in der Galerie von Paul Rosenberg 1936 und erneut bei Durand-Ruel 1938. Alle Angaben stammen aus dem staatlichen Eintrag.
Wo steht dieses Gemälde in Seurats Werk?
Es gehört zu Seurats frühen Leinwänden vom Anfang der 1880er-Jahre, als er Arbeit und Landschaft am Stadtrand malte. Aus derselben Zeit führen wir auch die Kunstwerke Der Steinklopfer, Bäuerinnen bei der Arbeit und Bäuerin im Gras sitzend (Paysanne assise dans l’herbe). Fabrikschornsteine erscheinen erneut auf der großen Leinwand Badende in Asnières, die die National Gallery in London besitzt.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit Pinsel und Ölfarben, niemals mit einem Drucker. Unser Maler arbeitet nach einer Vorlage des Originals und bewahrt, was dieses frühe Werk besonders macht: die kurzen, gekreuzten Striche, die gedämpften Farben und die festen Flächen der Gebäude. Die pointillistische Technik wäre hier fehl am Platz, denn die Leinwand entstand, bevor Seurat sie entwickelte. Da alles von Hand geschieht, gleicht keine Leinwand genau der anderen, und jede handgemalte Kopie bleibt ein Einzelstück. Von diesem Motiv gibt es noch keine eigenen Fotos einer fertigen Leinwand; malen wir es zum ersten Mal, fotografieren wir das Ergebnis und veröffentlichen die Fotos hier.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie 60 x 50 cm. Unsere kleinste Größe, 46 x 38 cm, ist 5,5 cm breiter und 5,6 cm höher als das Original, das 40,5 x 32,4 cm misst; eine Größe im Format des Originals gibt es in unserem Angebot nicht. Das leichte Querformat passt gut über eine Kommode oder einen Schreibtisch im Arbeitszimmer. 46 x 38 und 50 x 40 cm eignen sich für kleinere Wände und Flure; 60 x 50 und 70 x 60 cm wirken allein an einer Wand; 80 x 65 und 90 x 75 cm sind die größten Formate, die wir für dieses Motiv anbieten, denn die Vorlage des Originals lässt keine größeren zu. Jedes Leinwandgemälde mit diesem Motiv entsteht erst auf Ihre Bestellung.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine der sechs Größen zu Ihrer Wand, malen wir nach Ihren Maßen und wahren das Seitenverhältnis des Originals, damit Schornstein und Häuser im Gleichgewicht bleiben; das ist unser Gemälde nach Maß. Geliefert wird jede Leinwand auf einem hölzernen Keilrahmen, fertig zum Aufhängen. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die an diesem Motiv goldene, silberne, schwarze, weiße und hölzerne Profile zeigt; die Anwendung ist ausschließlich für die Rahmenwahl gedacht. Wer das Gemälde vorab an der eigenen Wand sehen möchte, kann unseren Service zur Raumvisualisierung gesondert bestellen.
Lieferung und Garantie
Jede Leinwand malen wir auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien; rechnen Sie also je nach Größe mit 15 bis 45 Tagen. Wir verschicken sie gespannt, für den Transport geschützt und auf Wunsch gerahmt, innerhalb der EU zollfrei. Bevor das Paket auf die Reise geht, erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe; unsere Rückgaberegelung gilt für jede Bestellung. Alle Motive Seurats finden Sie in der Galerie Georges Seurat; in unserem Artikel über Georges Seurat lesen Sie, wann die Reproduktion eines berühmten Gemäldes wirklich gut ist.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Museum für Moderne Kunst in Troyes, unter der Nummer MNPL 304. Das Gemälde ist Eigentum des französischen Staates, der es 1976 als Schenkung von Pierre und Denise Lévy erhielt.
Sind auf dem Gemälde Menschen zu sehen?
Nein. Die Leinwand zeigt nur den Fabrikschornstein, die Häuser und das Feld; der Maler hat die Vorstadt menschenleer gemalt.
Ist »La Banlieue« dasselbe Werk?
Ja. Das ist der französische Originaltitel, unter dem der staatliche Eintrag das Werk führt; Vorstadt ist unser deutscher Titel für dieselbe Leinwand.
Ist das ein Druck?
Nein. Das Werk wird von Hand mit Ölfarbe auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar.
Welche Größe soll ich wählen?
Für die meisten Wände 60 x 50 cm; für die Größe, die dem Original am nächsten kommt, 46 x 38 cm. Die ausführliche Übersicht steht oben.
Kann ich ein Maß wählen, das nicht aufgeführt ist?
Ja, wir malen nach Ihren Maßen und wahren das Seitenverhältnis des Originals.
Warum hat das Gemälde keine Punkte?
Weil Seurat es um 1882 malte, einige Jahre bevor er mit Punkten zu malen begann.
Was sagt das Gemälde in einem Satz?
Dass auch der gewöhnlichste Stadtrand, mit Fabrikschornstein und leerem Feld, ein ernstes und ruhiges Gemälde ergeben kann.
Ist das Original verkäuflich?
Nein. Die Leinwand ist Eigentum des französischen Staates und steht nicht zum Verkauf; mit einem handgemalten Gemälde von uns holen Sie sich das Motiv nach Hause.
Wie hoch soll ich das Gemälde aufhängen?
Die Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; kleinere Größen dürfen etwas tiefer hängen, näher an Ihrem Sitzplatz.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, besonders für Menschen, die Architektur oder die Stadt lieben. Wer die Wahl lieber der beschenkten Person überlassen möchte, findet bei uns einen Geschenkgutschein.
- Motiv: Fabrikschornstein, weiße Häuser und leeres Feld am Rand von Paris – um 1882
- Original: 40,5 x 32,4 cm, Ölfarben auf Leinwand, Museum für Moderne Kunst, Troyes (Inv.-Nr. MNPL 304)
- Unsere Ausführung: handgemalt, sechs Größen von 46 x 38 bis 90 x 75 cm, stets gespannt, auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: Auf dem Gemälde ist kein einziger Mensch zu sehen – die Hauptrolle spielt der Fabrikschornstein









































