Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | 1901 |
| Originalgröße: | 129,5 cm x 193,2 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | Barnes Foundation, Pennsylvania |
Mauvaise surprise, 1901
Mauvaise surprise, auf Deutsch meist Unangenehme Überraschung, ist eines der wenigen Waldbilder Rousseaus, in denen sich das Dickicht nicht auf einen ruhigen Traum, sondern auf einen Moment plötzlicher Gefahr öffnet. Das Gemälde entstand 1901 und gehört heute der Barnes Foundation in Pennsylvania.
Was auf dem Gemälde geschieht
Im Vordergrund steht eine nackte weibliche Gestalt, unmittelbar neben ihr richtet sich ein Bär auf, und zwischen den Stämmen dahinter feuert ein Jäger. Rousseau wählte ein Hochformat von fast zwei Metern und stellt den Betrachter damit zwischen die Bäume statt davor. Was die Szene bedeutet, bleibt offen: ein Teil der Literatur liest sie als Jagdunfall, ein anderer als Allegorie der Begegnung von Mensch und Natur. Beide Lesarten sind weiterhin in Umlauf und keine ist entschieden, weshalb wir sie hier als strittig angeben. Wer Rousseaus in die Landschaft gesetzte Figuren mag, findet eine verwandte Szene in Die schlafende Zigeunerin, wo sich ein Löwe einer Schlafenden nähert.
Wie Rousseau einen Wald baute
Rousseau hat Frankreich nie verlassen und keinen der von ihm gemalten Wälder je gesehen. Die Pflanzen studierte er in den Pariser Gewächshäusern des Jardin des Plantes, in botanischen Büchern und in illustrierten Zeitschriften, die Tiere im Zoo und auf Postkarten. Deshalb wirkt sein Dickicht zugleich genau und unmöglich: jedes Blatt ist einzeln gemalt, das Ganze aber zusammengesetzt und nicht beobachtet. Dieselbe Methode zeigt sich deutlich in Frau spaziert in einem exotischen Wald. Seine Zeitgenossen hielten das für Unwissenheit; Picasso und der Kreis um ihn erkannten darin eine eigenständige Art, Bildraum zu bauen.
Das handgemalte Gemälde
Jede Leinwand wird von Hand in Öl gemalt, auf Bestellung und in der von Ihnen gewählten Größe. Der Maler arbeitet nach dem Original, daher unterscheiden sich Farbwerte und Pinselschrift von einem Druck: die Reproduktion ist ein neues Gemälde, kein Abzug. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und aufhängefertig. Das gesamte Werk dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau, das nächstverwandte Waldmotiv in Ein Neger, von einem Jaguar angegriffen. Eine einzelne weibliche Gestalt inmitten dichter Vegetation zeigt auch Eva im Garten Eden.
- Motiv: Waldszene mit weiblicher Gestalt, Bär und Jäger im Hintergrund
- Technik: Öl auf Leinwand, handgemalt auf Bestellung
- Größen: von 50 x 75 cm bis 130 x 193 cm
- Wissenswertes: das Original misst 129,5 x 193,2 cm und steht hochkant, was für Rousseaus Waldszenen ungewöhnlich ist, da diese meist im Querformat angelegt sind









































