Beschreibung
Der Maler Krémègne ist ein Porträt von 1916, das im Kunstmuseum Bern unter der Nummer G 81.036 liegt. Ein Mann sitzt in einem gemusterten Sessel, frontal und leicht gedreht, in einem grünschwarzen Mantel, beide Hände offen auf den Knien. Bei uns entsteht das Werk als handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, auf Bestellung, in acht Maßen oder in einem Maß, das Sie uns nennen; vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand.
| Titel: | Der Maler Krémègne |
| Weitere Titel: | Le Peintre Krémègne · Pinchus Krémègne, die Formen der Verzeichnisse |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | 1916 – alle drei lesbaren Einträge stimmen im Jahr überein |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 55,5 × 82 cm – so nennen es zwei Einträge; Wikidata nennt 55 × 81 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus, École de Paris |
| Standort: | Kunstmuseum Bern (Inv. G 81.036, verzeichnet als Vermächtnis von Georges F. Keller, 1981) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, acht Maße oder ein Maß nach Wunsch |
Der Maler Krémègne – Amedeo Modigliani
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Der Dargestellte ist bis zu den Oberschenkeln zu sehen, frontal und ein wenig nach rechts gedreht, in einem Sessel, dessen gemusterte rotbraune Lehne sich hinter ihm ausbreitet. Die Stirn ist hoch und gewölbt in einem warmen Orangerosa, das Haar dünn über dem Scheitel, an den Schläfen zurückgewichen und an den Seiten dunkel. Das Gesicht ist lang und schmal; die Augen sind blass blaugraue Mandeln unter schweren Lidern, die Pupillen kaum angegeben; die Nase ist lang und gerade, ein kleiner dunkler Schnurrbart steht über einem kleinen Mund. Er trägt einen grünschwarzen geknöpften Mantel mit breitem Kragen, am Hals zeigt sich ein blass blauweißer Hemdkragen. Beide Hände ruhen offen auf den Knien, die Handflächen nach unten und die Finger gespreizt, im selben Orangerosa gemalt wie das Gesicht – drei helle Flächen in einer dunklen Arbeit und das Ungewöhnlichste daran. Oben rechts geht der Grund in eine dunkle braunschwarze Fläche über; am rechten Rand läuft ein Streifen gesprenkelten blaugrauen Lichts. Die Signatur steht oben rechts, in Rot, und das Werkverzeichnis notiert sie genau an dieser Stelle und in dieser Farbe.
Warum malt ein Maler einen Maler?
Weil der Dargestellte einer war. Pinchus Krémègne war ein litauisch-jüdischer Plastiker und Maler desselben Montparnasse-Kreises, und Modigliani hat etliche seiner Kollegen gemalt: auf diesem Regal stehen auch Bildnis Chaïm Soutine, Bildnis Moïse Kisling und Léon Indenbaum. Das ist die École de Paris von innen gesehen – ausländische Künstler in Paris, die einander malen, weil sie eben die waren, die da waren. Sehenswert ist, wie dieses Porträt gemalt ist: nicht als Maske mit geschlossenen Augen, was die übliche Modigliani-Formel ist, sondern mit einem Blick, dem man begegnen kann, und mit Händen, die nicht im Schoß verborgen liegen, sondern offen auf den Knien. Das ist die Haltung eines Mannes, der sitzt und wartet, und sie macht das Porträt persönlicher als die meisten. Für dasselbe Jahr in ganz anderer Tonlage siehe Frau mit Ohrringen.
Der Eintrag zum Original und die zwei Maße, die nicht übereinstimmen
Das eigene Verzeichnis des Museums war von hier aus nicht lesbar: seine Sammlungsseite lieferte uns zu dieser Arbeit keinen Eintrag, und das Provenienzdokument, auf das sich das Museum selbst beruft, antwortet mit 401 – und mit 401 antwortet es auch auf einen erfundenen Dateinamen, diese Tür sagt uns also in keine Richtung etwas. Lesbar waren zwei Einträge, die nicht vom Museum stammen. Der Eintrag von Foto Marburg, dem Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte, nennt 1916, Ölfarbe auf Leinwand, 82 × 55,5 cm, Kunstmuseum Bern; ein veröffentlichtes Modigliani-Werkverzeichnis nennt 1916, Öl auf Leinwand, 82 × 55,5 cm, Inventarnummer G 81.036. Sie stimmen miteinander überein. Der Wikidata-Eintrag des Werkes nennt 81 × 55 cm, also in beiden Richtungen anderthalb Zentimeter weniger. Wir drucken das Paar, das zwei unabhängige Einträge teilen, und wir drucken auch die dritte Zahl, statt die Abweichung zu verschweigen. Als schwache dritte Kontrolle: die Form der veröffentlichten Aufnahme beträgt 0,668 und liegt damit näher am Paar 82 × 55,5 als am anderen – näher, aber kein Beweis. Wir nennen die Breite zuerst, auf unserer Seite steht daher 55,5 × 82 cm. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Amedeo Modigliani, und über den Maler haben wir einen längeren Artikel geschrieben.
Wo ist die Arbeit gewesen?
Das Werkverzeichnis legt eine Kette vor und bezeichnet die eigene Forschung selbst als unabgeschlossen; in diesem Sinn geben wir sie weiter. Sie lautet: der Pariser Händler Libaude – der Mann, den Wikidata unter seinem Schriftstellernamen Louis Lormel führt –, dann die Sammlung Mareuse in Paris, die das Verzeichnis selbst mit einem Fragezeichen versieht, dann die Sammlung Keller in Bern und schließlich das Kunstmuseum Bern als Vermächtnis von Georges F. Keller im Jahr 1981. Die Inventarnummer G 81.036 passt zu diesem Jahr. Wir behaupten nicht, die Kette sei vollständig, denn das behauptet auch die Quelle nicht, die sie liefert, und weil der eigene Provenienzbericht des Museums genau jenes Dokument ist, das wir nicht öffnen konnten. Sagen können wir, welche Namen verzeichnet sind, in welcher Reihenfolge, und welches Glied bereits von der Quelle selbst als zweifelhaft markiert wird.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Ein Maler malt sie, mit dem Pinsel, in Öl auf Leinwand, auf Ihre Bestellung. Jedes Kunstgemälde entsteht über einige Wochen, und jede Kopie fällt ein wenig eigen aus; das ist die Folge davon, dass ein Mensch arbeitet und keine Maschine. Dieses Motiv ist dunkel und hat drei helle Stellen: das Gesicht und die beiden Hände. Alles hängt daran, dass sie dieselbe Farbe haben. Um eine Nuance auseinander gemalt, gehören die Hände nicht mehr zum Mann, sondern wirken wie Gegenstände auf seinen Knien. Der Mantel ist grünschwarz und muss sein Grün behalten, statt in flaches Schwarz zu fallen, denn er nimmt den größten Teil der Fläche ein. Die Lehne hinter ihm ist gemustert rotbraun und muss Hintergrund bleiben: zu hell durchgearbeitet, tritt sie mit dem Gesicht in Wettbewerb. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Leinwand und geben sie frei. Ein Druck ist es nie.
Welche Größe für welche Wand?
Für dieses Motiv schlagen wir 60 × 90 cm vor. Ein einzelnes nächstes Maß gibt es nicht, und wir erfinden auch keines: vier unserer acht Maße teilen dieselbe Form 2 : 3, und alle vier liegen 1,5 Prozent von den Proportionen des Originals entfernt – 40 × 60, 60 × 90, 80 × 120 und 100 × 150 cm sind gleich nah. Das nächstbeste ist 90 × 130 cm mit 2,3 Prozent. Diese Reihenfolge übersteht auch die Uneinigkeit über die Maße des Originals: nimmt man Wikidatas 55 × 81 cm, stehen dieselben vier vorn. Die Arbeit ist dunkel und liest sich aus der Entfernung, sie will also eine helle Wand und Platz, um von gegenüber gesehen zu werden; bei 80 × 120 cm wird sie zum Hauptstück des Raumes. Aus der Nähe, an einer schmalen Wand, gibt 60 × 90 cm den Händen etwa die Größe, die sie im Original haben. Ein postimpressionistisches Gemälde in einem Maß, das nicht aufgeführt ist, ist kein Problem: Wir fertigen es nach Wunsch.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Kunstmuseum Bern, Inventarnummer G 81.036, verzeichnet als Vermächtnis von Georges F. Keller aus dem Jahr 1981.
Wer war Krémègne?
Pinchus Krémègne, ein litauisch-jüdischer Plastiker und Maler, der auf dem Montparnasse arbeitete. Modigliani malte ihn als Kollegen, nicht als Auftraggeber.
Wie groß ist das Original?
Zwei Einträge stimmen auf 55,5 × 82 cm überein, Wikidata nennt 55 × 81 cm. Wir drucken das erste und benennen das zweite, weil das eigene Blatt des Museums nicht erreichbar war, um die Sache zu entscheiden.
Wie genau folgt unsere Leinwand den Proportionen des Originals?
Das Original misst 55,5 × 82 cm. Am nächsten kommt unser Maß 60 x 90 cm, das vom Verhältnis des Originals um 1,5 % abweicht. Die Kataloge sind sich über das Maß nicht einig und nennen 55,5 × 82 cm; 55 × 81 cm; der Vergleich oben geht von der ersten Angabe aus.
- Motiv: sitzender Mann bis zu den Oberschenkeln, grünschwarzer Mantel, beide Hände offen auf den Knien, dahinter eine gemusterte rotbraune Lehne
- Original: 55,5 × 82 cm, Öl auf Leinwand, 1916, Kunstmuseum Bern, Inv. G 81.036
- Unsere Fassung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße oder nach Maß, mit einer Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: Der eigene Eintrag des Museums war von hier aus nicht lesbar; zwei andere Einträge stimmen im Maß überein, ein dritter weicht um anderthalb Zentimeter ab, und wir drucken alles davon
Die Augen auf dieser Leinwand sind ohne Pupillen gemalt. Wir haben alle 76 Werke Modiglianis auf diesem Regal gezählt: 53 sind so, 17 nicht – Werk für Werk.









































