Beschreibung
Kathedrale von Rouen, graues Wetter ist eine handgemalte Reproduktion einer von fünf Rouener Fassaden im Musée d’Orsay: das Portal füllt die ganze Höhe der Leinwand, darüber dunkelt die blauviolette Rosette, und am unteren Rand stehen zwei winzige Gestalten. Himmel gibt es keinen, der Stein reicht bis an die obere Kante. Das Original misst 65,4 x 100,2 cm, ist Öl auf Leinwand und trägt die Inventarnummer RF 1999. Das Museum datiert es auf 1892, die Signatur auf der Leinwand lesen wir als „Claude Monet 94″. Wir malen es in acht Größen oder nach Ihrem Maß, mit einer Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Kathedrale von Rouen, graues Wetter |
| Weitere Titel: | La Cathédrale de Rouen. Le Portail, temps gris ; Harmonie grise (der Name im Museumseintrag, mit beiden Teilen) |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1892 nach dem Museumseintrag; die Signatur auf der Leinwand lesen wir als „Claude Monet 94″, die Jahreszahlen gehen also auseinander |
| Originalgröße: | 65,4 cm x 100,2 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. RF 1999) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Kathedrale von Rouen, graues Wetter – Claude Monet
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Westfassade der Kathedrale von Rouen, aus der Nähe und frontal. In der Mitte steht das große Portal mit seiner steilen Giebelvorhalle, davor eine schmale Fiale, dahinter die Rosette in Blauviolett, die einzige wirklich dunkle Fläche hier; darunter sitzt die blasse Scheibe der Uhr. Unten sind drei Türen, die mittlere hoch und dunkel mit einem braungelben Feld. Die linke Kante schneidet eine ruhigere Turmmasse an, die rechte eine dicht gemeißelte Wand. Himmel gibt es nicht: der Stein füllt die obere Kante von links nach rechts. Die Farben sind Grautöne mit Grün und Violett darin, warmes Braun bleibt allein im Schatten der Eingänge.
Warum hat das Werk zwei Namen?
Weil das Museum ihm beide gibt. In seinem Eintrag steht „La Cathédrale de Rouen. Le Portail, temps gris ; Harmonie grise” — zwei Namen, getrennt durch das Semikolon des Museums. Der erste sagt, was gemalt ist und bei welchem Wetter; der zweite sagt, worauf Monet aus war, auf den Einklang einer einzigen Farbe. Unser Titel folgt dem ersten. Beide stehen in der Tabelle, weil dasselbe Museum noch vier Rouener Fassaden besitzt, jede mit ihrer eigenen Harmonie: braun, blau, weiß sowie blau und golden.
Wie ist das Werk datiert, und was steht auf der Leinwand?
Das Museum datiert es auf 1892, ohne Spanne und ohne vorsichtiges „gegen”. Am unteren Rand links steht eine Signatur, die wir auf der großen Aufnahme der Leinwand als „Claude Monet 94″ lesen. Der Museumseintrag nennt überhaupt keine Inschrift, also ist die Lesung unsere. Die Jahreszahlen gehen um zwei Jahre auseinander, und diesen Abstand erklären wir nicht, weil das Museum ihn auch nicht erklärt; in den strukturierten Daten dieser Seite steht das Jahr des Museums. Von den drei Rouener Leinwänden aus dem Orsay, die wir bisher geöffnet haben, tragen unten links die 94 die beiden, die das Museum auf 1892 datiert; die von 1893 ist rechts signiert und eine Jahreszahl neben der Signatur lässt sich nicht lesen — eine Beobachtung an drei Aufnahmen, keine Aussage über die ganze Serie.
Was sagt der Museumseintrag zu den Maßen?
Das Werk verwahrt das Musée d’Orsay unter der Inventarnummer RF 1999. Die Maße nennt es als Höhe mal Breite, 100,2 x 65,4 cm; unsere Tabelle setzt die Breite an die erste Stelle, hier liest man also 65,4 x 100,2 cm. Die Korrektur betrifft allein die Reihenfolge: die Zahlen waren schon vorher richtig, standen aber in der Ordnung des Museums. Diesmal stimmt die Datensammlung Wikidata vollständig überein — dasselbe Jahr, dieselbe Inventarnummer, dieselben Maße bis auf die Nachkommastelle. Das verschweigen wir nicht, denn eine Seite ohne Vermerk zu einer Abweichung und eine Seite, auf der niemand verglichen hat, sehen nach einem Monat gleich aus.
Vermächtnis des Grafen Isaac de Camondo, 1911
Zum Weg dieser Leinwand schreibt das Museum eine einzige Zeile: „Legs comte Isaac de Camondo, 1911″. Eine Kette von Vorbesitzern gibt es nicht, und wo das Museum keine veröffentlicht, erfinden auch wir keine. Camondo war Bankier und Sammler, dessen Vermächtnis mehrere Werke des Impressionismus auf einmal in die französischen Staatssammlungen brachte — darunter vier der fünf Rouener Fassaden dieses Hauses. Die fünfte, RF 2779, kaufte das Museum 1907 unmittelbar von Monet. Das ist die einzige Herkunftsangabe, die wir haben, und sie ist im Eintrag jeder der fünf nachprüfbar.
Welche der fünf Rouener Kathedralen im Orsay ist unsere?
Alle fünf haben wir in den Einträgen des Museums gelesen. Unsere ist RF 1999, 65,4 x 100,2 cm. Die übrigen sind RF 2000, 63 x 92,2 cm, von 1893; RF 2001, 73,2 x 106,5 cm, 1893; RF 2002, 73,5 x 107 cm, 1893; und RF 2779, 74 x 107 cm, 1892. Der Größe nach am nächsten liegt RF 2000, um 2,4 cm schmaler und 8 cm niedriger. Der schnellste Test braucht kein Maßband: unser Seitenverhältnis ist 0,653, die vier anderen liegen zwischen 0,683 und 0,692, unsere ist also die gestreckteste der fünf — keine andere ist im Verhältnis zu ihrer Breite so hoch, und genau deshalb hat sie keinen Himmel. Bei uns ist RF 2000 Kathedrale von Rouen, morgendliche Sonne und RF 2779 Kathedrale von Rouen, Portal von vorn; beide haben über der Fassade ein Stück Himmel.
Sechs Rouener Kathedralen in unserer Galerie
In der Galerie Claude Monet führen wir sechs Rouener Fassaden von Monet. Neben dieser Leinwand und den beiden oben genannten sind das drei: Kathedrale von Rouen, Portal und Turm Saint-Romain; Kathedrale von Rouen, Portal und Turm Saint-Romain in voller Sonne; und Kathedrale von Rouen, Portal. Ihre Inventarnummern haben wir bei den verwahrenden Einrichtungen noch nicht geprüft, daher nennt diese Seite keine.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Bestellung malt eine Malerin oder ein Maler einzeln, in Ölfarben auf Baumwoll- oder Leinenleinwand. Ein Gemälde auf Leinwand entsteht bei uns ohne Druck, ohne Übertragung und ohne maschinellen Zwischenschritt. Dieses Motiv ist anspruchsvoll, weil es fast keine reinen Farben enthält: alles ist Grau, das sich bald ins Grüne, bald ins Violette neigt, und Schwarz ließe den Stein zu einem einzigen Fleck zusammensacken. Die Untermalung bleibt deshalb hell, der Schatten entsteht aus kühlen Lasuren. Die zweite Schwierigkeit ist die Körnung — die Fassade besteht aus Tausenden kurzer Striche, und jeder muss sichtbar bleiben, sonst verschwindet das Maßwerk und es bleibt eine Wand. Jedes Ölgemälde, das unsere Werkstatt verlässt, ist deshalb ein wenig sein eigenes.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl, von 40 x 60 bis 120 x 180 cm, und eine liegt ungewöhnlich nah am Original: 65 x 100 cm ist nur 4 mm schmaler und 2 mm niedriger als die Leinwand in Paris. Gerade dieser winzige Abstand ist der Beweis, dass die Maße des Museums nicht von unserer Liste abgeschrieben sind — wären sie es, stimmten sie genau überein. Nach dem Seitenverhältnis ist dieselbe Größe ebenfalls die nächste, 0,650 gegenüber 0,653. Die Szene ist schmal und hoch und wirkt gut zwischen zwei Fenstern. Als Kunstgemälde im Flur wirkt 50 x 80 cm, als Gemälde fürs Wohnzimmer 80 x 120 cm.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wollen Sie das Verhältnis des Originals genau, ist die Maßanfertigung der einzige Weg: schicken Sie uns Breite und Höhe in Zentimetern. Die Leinwand kann auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt und aufhängefertig kommen, oder gerollt in einer Hülse, wenn Sie selbst rahmen lassen; der Rahmen ist nicht im Preis enthalten. Zu dieser Szene passt eine schmale Leiste in dunklem Holz oder in warmem Grau, während eine breite goldene das Grau ins Schmutzige drückt. Der museumseigene Rahmen bringt das Ganze auf 78,9 x 113,2 cm.
Lieferung und Garantie
Die Anfertigung dauert in der Regel zwei bis drei Wochen, bei den größten Maßen einige Tage länger, weil das Öl zwischen den Schichten antrocknen muss. Gespannte Leinwände versenden wir im festen Karton mit geschützten Ecken, gerollte in einer Hülse. Kommt das Werk beschädigt an oder weicht es merklich von der freigegebenen Aufnahme ab, tauschen wir es oder erstatten den Preis. Eine handgemalte Kopie ist kein Fabrikerzeugnis, und kleine Abweichungen im Strich sind zu erwarten; ein Schaden oder ein falsches Motiv sind es nicht.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In Paris, im Musée d’Orsay, unter der Inventarnummer RF 1999, wohin es 1911 mit dem Vermächtnis Camondos gelangte.
Aus welchem Jahr stammt das Werk?
Das Museum datiert es auf 1892, und dieses Jahr nennen auch wir. Auf der Leinwand steht neben der Signatur die Zahl 94.
Warum gehen das Jahr des Museums und die Zahl auf der Leinwand auseinander?
Das wissen wir nicht und erfinden keine Erklärung. Der Museumseintrag erwähnt die Inschrift gar nicht, die Lesung ist also unsere, von der Aufnahme.
Welche der sechs Rouener Kathedralen bei Ihnen ist das?
Die ohne Turm und ohne Himmel: nur das Portal, Stein bis an die obere Kante, in Grau mit Grün und Violett darin.
Ist das ein Druck?
Nein. Eine Reproduktion eines Gemäldes wird bei uns immer von Hand gemalt, in Öl auf Leinwand. Gedruckte oder maschinell übertragene Arbeiten führen wir nicht.
Welche Größe soll ich wählen?
65 x 100 cm, wenn Sie die Leinwand in der Größe des Originals wollen — 4 und 2 mm davon entfernt. Sonst nehmen Sie etwa zwei Drittel der Wandbreite.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja. Die Anfertigung nach Ihrem Maß ist bei uns üblich, auch wenn hier eine der Standardgrößen bereits fast genau passt.
Wie kommt das Werk zu mir?
Auf den Keilrahmen gespannt im festen Karton oder gerollt in einer Hülse, nach Ihrer Wahl, mit Sendungsverfolgung.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass derselbe Stein bei anderem Licht ein anderes Bauwerk ist.
Wie hoch soll ich es aufhängen?
Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden, bei einem hochformatigen, hohen Werk lieber etwas tiefer als höher.
Eignet sich das Werk als Geschenk?
Ja, und wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein, mit dem die beschenkte Person Größe und Motiv selbst wählt.
- Motiv. Das Portal der Kathedrale von Rouen aus der Nähe und frontal, ohne Himmel: Stein bis an die obere Kante und darüber die dunkle blauviolette Rosette.
- Original. Öl auf Leinwand, 65,4 x 100,2 cm, 1892; Musée d’Orsay, Inv.-Nr. RF 1999, Vermächtnis des Grafen Isaac de Camondo 1911.
- Unseres. Acht Größen; 65 x 100 cm liegt 4 mm in der Breite und 2 mm in der Höhe neben dem Original.
- Wissenswert. Das Museum datiert die Leinwand auf 1892, die Signatur darauf lesen wir als „Claude Monet 94″; wir nennen beides und die Quelle von jedem.









































