Beschreibung
Sandvika, Norwegen ist eine handgemalte Reproduktion nach Monets Leinwand im Art Institute of Chicago: über einen zugefrorenen Wasserlauf im Vordergrund spannt sich in einem einzigen Bogen eine Brücke mit dünnem Geländer, dahinter steht ein verschneites Dorf mit roten Fensterrahmen, rechts steigen kahle Birken auf und im Hintergrund ein bläulicher Hügel. Das Original misst 92,5 x 73,4 cm, ist Öl auf Leinwand und trägt die Inventarnummer 1961.790. Das Museum datiert es auf 1895, die Leinwand ist unten links »Claude Monet 95« signiert, die Jahreszahlen stimmen also überein. Wir malen es in acht Größen oder nach Ihrem Maß, mit einer Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Sandvika, Norwegen |
| Weitere Titel: | Village de Sandviken (Temps de neige) oder Village de Sandviken (Durand-Ruel, Paris 1895) · Sandviken, village près Christiania (Auktionskatalog, Paris 1899) · Sandviken, Norway (Lagerbuch Durand-Ruel, New York) · Wildenstein-Katalog, Nr. 1397 |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1895 nach dem Museumseintrag, mit gleichem Anfangs- und Endjahr; das Museum selbst gibt die Signatur unten links als »Claude Monet 95« wieder, die Jahreszahlen stimmen also überein |
| Originalgröße: | 92,5 cm x 73,4 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Art Institute of Chicago (Inv.-Nr. 1961.790) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Sandvika, Norwegen – Claude Monet
Was ist auf der Leinwand?
Das untere Drittel nimmt die Brücke ein. Sie spannt sich in einem einzigen Bogen über einen zugefrorenen Wasserlauf, dunkel graugrün, mit einem lockeren Geländer aus dünnen senkrechten Stäben, und steigt von links nach rechts an. Unter dem Bogen ist alles weiß.
Dahinter steht das Dorf. Das große Haus in der Mitte hat ein schneebedecktes Dach und eine Reihe kleiner Fenster mit roten Rahmen; links davon die roten Dächer niedrigerer Häuser, rechts wieder Schneeflächen und rote Wände. Im rechten Drittel steigen kahle Birken auf mehreren dünnen Stämmen auf, rosa grau, fast bis zum oberen Rand. Dahinter erhebt sich ein bläulicher Hügel voller Bäume, die der Schnee blass blau gemacht hat. Himmel gibt es kaum: was über dem Hügel steht, ist eine gleichmäßige grau-lila Fläche ohne Wolken.
Wie kam Monet nach Sandvika?
Das Museum sagt über diese Saison ungewöhnlich viel. Die Reise nach Norwegen im Jahr 1895 gehörte nach dem Museumseintrag zu den körperlich anstrengendsten Malkampagnen Monets. Durch das Land führte ihn sein Stiefsohn Jacques Hoschedé, der in Christiania lebte, dem heutigen Oslo, und das Museum hält fest, dass Monet von der Landschaft überwältigt war, anfangs aber Mühe hatte, im Schnee ein Motiv zu finden.
In zwei Monaten entstanden neunundzwanzig norwegische Szenen, darunter mindestens sechs Ansichten von Sandvika, einem Ort nahe Christiania, dessen eiserne Brücke Monet, so das Museum, an die japanische Brücke in seinem Garten in Giverny erinnert haben mag. Genau dieser Satz ist der Grund, warum auf dieser Seite ein Verweis auf eine andere Leinwand steht.
Daher auch zwei Korrekturen. Unsere ältere Beschreibung sprach von einer hölzernen Brücke; der Museumseintrag nennt die Brücke bei Sandvika ausdrücklich eisern, und auch auf unserer Aufnahme ist der Bogen dünn und gleichmäßig, mit einem Geländer aus feinen Stäben, wie Holz sie nicht hergibt. Und die ältere Beschreibung nannte dies Monets einzige Reise in den Norden — das schreibt das Museum nirgends, also fehlt das Wort einzige hier.
Wie ist das Werk datiert, und was sagt die Leinwand?
Das Art Institute of Chicago nennt 1895, mit gleichem Anfangs- und Endjahr, also ohne Spanne. Im selben Eintrag gibt das Museum die Inschrift selbst wieder: Signatur unten links, »Claude Monet 95«. Dasselbe haben wir auf unserer Aufnahme des Originals in 3000 mal 2369 Punkten gelesen, in türkisen Zügen über dem unteren Rand. Eintrag und Leinwand stimmen also überein, und das sagen wir ausdrücklich, weil eine Seite mit diesem Hinweis und eine Seite ohne jeden Vergleich gleich aussehen.
Was sagt der Museumseintrag zur Größe?
Das Werk bewahrt das Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1961.790, nach eigenem Eintrag derzeit nicht ausgestellt. Die Maße veröffentlicht es als Höhe mal Breite, 73,4 x 92,5 cm; unsere Tabelle stellt die Breite voran, hier lesen Sie daher 92,5 x 73,4 cm. Die Korrektur betrifft nur die Reihenfolge: die Zahlen waren richtig, standen aber in der Reihenfolge des Museums. Mit Rahmen nennt das Museum 118,2 x 98,8 x 11,2 cm.
Die Datensammlung Wikidata stimmt mit dem Museum vollständig überein: dieselbe Inventarnummer, dieselbe Sammlung, dasselbe Jahr bei Genauigkeit 9 und dieselben Maße. Auch die Nummer im Wildenstein-Katalog, 1397, ist in beiden Quellen dieselbe.
Von der Sisley-Auktion nach Chicago, und zwei Stellen, an denen sich der Eintrag widerspricht
Das Museum veröffentlicht eine lange Eigentümerkette und belegt jede Station mit einer Quelle. Der Maler selbst gab die Leinwand in die Auktion zugunsten der Kinder Sisleys bei der Galerie Georges Petit in Paris am 1. Mai 1899, wo sie Losnummer 65 war, und dort kaufte sie das Handelshaus Durand-Ruel für 6.300 Franc. 1900 ging sie an dessen New Yorker Niederlassung, und am 13. Februar 1901 kaufte sie Harriet Borland aus Chicago für 3.500 Dollar. Nach ihrem Tod 1933 erbte sie ihr Sohn Bruce Borland, der sie dem Museum ab 1961 in Teilen schenkte; ganz gehörte sie ihm 1963.
An zwei Stellen widersprechen sich die Aufzeichnungen, und das sagt das Museum selbst. Erstens beim Datum des Verkaufs nach New York: die Pariser und die New Yorker Lagerbücher desselben Hauses nennen den 24. Oktober und den 13. November 1900. Zweitens bei der Auktion: der Wildenstein-Katalog von 1996 behauptet, Durand-Ruel und Bernheim-Jeune hätten die Leinwand gemeinsam gekauft, während zwei unterschiedlich annotierte Exemplare des Auktionskatalogs einmal 6.000 und den Namen Bernheim vermerken und einmal nur 6.000. Welche Fassung zutrifft, wissen wir nicht und wählen wir nicht; beide stehen auf der Museumsseite und beide hier.
Unter wie vielen Namen ist die Leinwand gereist?
Unter vieren, die das Museum selbst nennt, und einer davon ist noch offen. Im Mai 1895 wurde sie bei Durand-Ruel in Paris entweder als Village de Sandviken (Temps de neige) oder als Village de Sandviken gezeigt — das Museum nennt beide Katalognummern und wählt nicht. Bei der Auktion 1899 stand sie als Sandviken, village près Christiania, im New Yorker Lagerbuch als Sandviken, Norway, und in Boston 1905 in einer Form, die das Museum selbst mit [sic] kennzeichnet.
Welche verschneiten Leinwände Monets verkaufen wir noch?
In unserer Galerie Claude Monet steht das Werk neben mehreren Winterszenen: Getreideschober (Schnee-Effekt) stammt aus derselben Chicagoer Sammlung; Schnee-Effekt bei Vétheuil und Raureif zeigen dasselbe Weiß an der Seine; eine Winterstraße führt durch Der Karren auf der verschneiten Straße bei Honfleur.
Und die Brücke aus dem Satz des Museums: Der Seerosenteich (Japanische Brücke) ist die Leinwand jener Brücke in Giverny, bewahrt vom Metropolitan Museum of Art unter der Nummer 29.100.113 und entstanden 1899, vier Jahre nach Norwegen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Bestellung malt ein Maler einzeln, in Öl auf Baumwoll- oder Leinenleinwand. So entsteht jedes Gemälde auf Leinwand bei uns: ohne Druck, ohne Übertragung, ohne maschinellen Zwischenschritt. Dieses Kunstgemälde ist im Schnee anspruchsvoll. Die weißen Flächen sind hier nicht weiß: sie bestehen aus Lila, blassem Blau, Grünlich und Rosa, und greift die Hand zum Weiß aus der Tube, wird das Dorf papieren. Die zweite Probe sind die Birken rechts, die dünn bleiben und sich doch vor einem Hügel gleicher Helligkeit behaupten müssen. Bei Arbeit im Freien, en plein air, bleibt die Untermalung hell und der Schatten wird aus kühlen Lasuren aufgebaut.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl, von 45 x 38 bis 150 x 120 cm, und es gibt zwei Antworten. Der Größe nach liegt 90 x 70 cm am nächsten: 2,5 cm schmaler und 3,4 cm niedriger als die Leinwand in Chicago. Nach dem Seitenverhältnis liegen 50 x 40 und 150 x 120 cm am nächsten, beide bei 0,800, während das Original 0,794 hat und 90 x 70 cm 0,778. Der Abstand ist klein, hier stehen Größe und Verhältnis also nicht im Streit wie bei manchen anderen Motiven. Im Flur genügen 45 x 38 cm, als Gemälde fürs Wohnzimmer 90 x 70 cm, an einer großen Wand 150 x 120 cm.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wollen Sie ein Maß, das nicht auf der Liste steht, ist die Anfertigung nach Maß der einzige Weg: schicken Sie uns Breite und Höhe in Zentimetern. Die Leinwand kommt aufgespannt auf einem Keilrahmen oder gerollt in einer Hülse; der Rahmen ist nicht im Preis enthalten. Zu diesem Motiv passt eine schmale Leiste in kühlem Grau oder weißem Holz; warmes Nussbaum oder Vergoldung zieht das Lila des Schnees ins Braune.
Lieferung und Garantie
Die Anfertigung dauert zwei bis drei Wochen, bei den größten Maßen einige Tage länger, weil das Öl zwischen den Schichten trocknen muss. Aufgespannte Leinwände reisen im festen Karton, gerollte in einer Hülse. Kommt das Werk beschädigt an oder weicht es deutlich von der freigegebenen Aufnahme ab, ersetzen wir es oder erstatten den Preis. Eine handgemalte Kopie ist kein Fabrikprodukt, kleine Unterschiede im Strich sind zu erwarten.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In Chicago, im Art Institute of Chicago, unter der Inventarnummer 1961.790, nach eigenem Eintrag derzeit nicht ausgestellt.
Welcher Ort ist auf der Leinwand?
Sandvika, ein Ort nahe Christiania, dem heutigen Oslo. Monet malte davon mindestens sechs Ansichten.
Ist Village de Sandviken dasselbe Werk?
Ja. Unter diesem Namen wurde es 1895 bei Durand-Ruel in Paris gezeigt.
Ist das ein Druck?
Nein. Ein Ölgemälde entsteht bei uns immer von Hand, in Öl auf Leinwand. Gedruckte Werke verkaufen wir nicht.
Welche Größe soll ich wählen?
90 x 70 cm, weil sie der Größe des Originals am nächsten kommt und das Verhältnis nur knapp verfehlt. Sonst etwa zwei Drittel der Wandbreite.
Kann ich ein Maß erhalten, das nicht auf der Liste steht?
Ja, und das ist bei uns üblich; hier weniger nötig, weil die zwei besten Maße der Liste sich um wenige Tausendstel des Verhältnisses unterscheiden.
Wie kommt das Werk zu mir?
Aufgespannt im festen Karton oder gerollt in einer Hülse, mit Sendungsverfolgung.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass Schnee voller Farbe ist, wenn man lange genug hinsieht, um zu frieren.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Nein, es gehört zur Museumssammlung. Einen Wert nennen wir nicht; das Museum verzeichnet nur den Verkauf für 3.500 Dollar im Jahr 1901.
Wie hoch soll ich es hängen?
Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden; hier hilft es, die Brücke auf Augenhöhe zu haben.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, und wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: die beschenkte Person wählt Größe und Motiv selbst.
- Motiv. Ein verschneites Dorf hinter einer Bogenbrücke, kahle Birken rechts, ein bläulicher Hügel dahinter.
- Original. Öl auf Leinwand, 92,5 x 73,4 cm, 1895; Art Institute of Chicago, Inv.-Nr. 1961.790.
- Unsere Ausführung. Acht Größen; 90 x 70 cm der Größe nach, 50 x 40 und 150 x 120 cm dem Verhältnis nach.
- Wissenswert. Das Museum gibt die Signatur »Claude Monet 95« unten links selbst wieder; die Jahreszahlen stimmen überein.









































