Beschreibung
Getreideschober (Schnee-Effekt) ist eine handgemalte Reproduktion von Monets Winterszene aus Giverny: ein einziger brauner Schober steht links der Mitte auf verschneitem Feld, dahinter zieht ein blaues Band bewachsenen Hügels, am rechten Rand drängen sich die Dächer des Dorfes, und darüber steht in blassem Himmel eine verwischte Sonne. Das Original misst 93 x 66 cm, ist Öl auf Leinwand und gehört dem Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1933.1155. Das Museum datiert es auf die Spanne 1890–91 und nennt die Signatur unten rechts, „Claude Monet 91“. Wir malen es in acht Größen oder nach Ihrem Maß, mit einer Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Getreideschober (Schnee-Effekt) |
| Weitere Titel: | Stack of Wheat (Snow Effect, Overcast Day) (Name im Museumseintrag) |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1890–91, wie das Museum datiert; auf der Leinwand steht „Claude Monet 91“ |
| Originalgröße: | 93 cm x 66 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Art Institute of Chicago (Inv.-Nr. 1933.1155) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Getreideschober (Schnee-Effekt) – Claude Monet
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Ein einziger Schober, und alles andere richtet sich nach ihm. Er steht links der Mitte, braun und rötlich, mit dunklerem Strohdach und hellerer, fast oranger Spitze, und nimmt etwa ein Drittel der Breite ein. Hinter ihm zieht über die ganze Breite ein Band bewachsenen Hangs, blau und violett, mit weißen Schneeflecken zwischen den Bäumen. Am rechten Rand treten darunter niedrige Dächer und eine rote Wand hervor. Die untere Hälfte ist Schnee: nicht weiß, sondern blassblau, rosa und grau, in kurzen Strichen, zwischen denen stellenweise dunkles Gras hervorsieht. Der Himmel ist gleichmäßig blass, und links der Mitte steht darin eine matte Sonne ohne scharfen Rand.
Wo stand der Schober?
Gleich hinter Monets Haus in Giverny. Das Art Institute of Chicago hält fest, dass diese Schober fünfzehn bis zwanzig Fuß hoch waren, also etwa vier bis sechs Meter, und auf dem Feld unmittelbar neben dem Bauernhaus des Malers standen. Das Motiv war also kein Ausflug, sondern der Blick aus dem Fenster. Das Museum ergänzt, Monet habe 1890 und 1891 an dieser Serie auf zwei Weisen zugleich gearbeitet: auf dem Feld, wo er an mehreren Staffeleien gleichzeitig malte und zur nächsten wechselte, sobald sich das Licht verschob, und im Atelier, wo er die Farbverhältnisse später abstimmte.
Warum steht dort kein einzelnes Jahr?
Weil das Museum keines nennt. Unter Datierung steht die Spanne 1890–91, also zwei Jahre, und das Museum engt sie nicht ein. Bemerkenswert ist, dass auf der Leinwand dennoch ein Jahr steht: das Museum selbst schreibt die Inschrift unten rechts ab, „Claude Monet 91“. Beides stammt vom Museum und widerspricht sich nicht, denn die Serie reicht über zwei Winter, signiert wurde bei der Fertigstellung. Da das Haus, das das Werk besitzt, eine Spanne nennt, nennen auch wir kein einzelnes Jahr. Wo Museum und Datenbank auseinandergehen, folgen wir dem Museum.
Was sagt der Museumseintrag zu den Maßen?
Das Werk gehört dem Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1933.1155. Die Maße nennt es in der Reihenfolge Höhe mal Breite, 66 x 93 cm; unsere Tabelle stellt die Breite voran, deshalb lesen wir hier 93 x 66 cm. Mit Rahmen misst das Ganze 114,7 x 87,4 x 11,5 cm. Die Technik ist Öl auf Leinwand, das Werk hängt in Saal 243.
Die Ausstellung, die Monets Stellung veränderte
Im Mai 1891 hängte Monet in einem einzigen kleinen Raum der Pariser Galerie Durand-Ruel fünfzehn Leinwände dieser Serie nebeneinander. Das Museum beschreibt diese Ausstellung als beispiellosen Erfolg bei der Kritik wie im Verkauf und als Wendepunkt in der Laufbahn des Malers und in der Geschichte der französischen Kunst. Eben dieses Werk war dort: im Katalog trug es die Nummer 9 und den Namen „Meule. (Effet de neige; temps couvert)“. Auf diese Serie folgten die Pappeln, die Kathedrale von Rouen und später sein eigener Garten — jedes Mal dasselbe Motiv, wieder und wieder, zu verschiedenen Stunden.
Der Weg nach Chicago: von Durand-Ruel zu Ryerson
Das Museum veröffentlicht die Kette der Eigentümer samt Preisen, und jede Station stammt von ihm. Das Werk blieb beim Maler bis zum 9. Mai 1891, als das Pariser Haus Durand-Ruel es für 2.500 Franc kaufte. Ende 1892 ging es an die New Yorker Niederlassung desselben Hauses, und am 31. März 1893 erwarb es Martin A. Ryerson aus Chicago für 1.500 Dollar. Mit seiner Sammlung kam es 1933 ins Museum; daher der Name, unter dem es geführt wird. Das Museum vermerkt, dass es diese Angaben nach den Lagerbüchern des Hauses Durand-Ruel wiedergibt, die das Familienarchiv bestätigt hat.
Sechs Schober in einem Museum — welcher ist unserer?
Eine Verwechslung ist hier real und nicht weit hergeholt: dasselbe Museum hütet sechs Leinwände dieser Serie, nach eigener Angabe die größte Gruppe von Monets Schobern weltweit. Unseres ist das einzige, dem es den Zusatz „Schnee-Effekt, trüber Tag“ gibt, unter der Inventarnummer 1933.1155. Der trügerischste Nachbar ist Getreideschober, Inv.-Nr. 1983.29, mit 92,3 x 65,8 cm — also weniger als ein Zentimeter Unterschied in beiden Maßen. Am einfachsten unterscheidet man aber durch Zählen: unseres hat einen einzigen Schober, während Getreideschober (Sonnenuntergang, Schnee-Effekt) und Getreideschober (Tagesende, Herbst), die wir ebenfalls führen, zwei zeigen. Monets bekannteste Schneeszene, ein einzelner schwarzer Vogel auf einem Tor über blauen Schatten, ist Die Elster.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Bestellung malt ein Maler einzeln, mit Ölfarben auf Baumwoll- oder Leinengewebe. Ein Gemälde auf Leinwand entsteht bei uns ohne Druck, ohne Übertragung und ohne maschinellen Zwischenschritt. Die Winterszene ist gerade wegen des Schnees anspruchsvoll: er ist auf der Leinwand nicht weiß, sondern blassblau, rosa und grau, und malt der Maler ihn weiß, verliert das Werk das Licht des Originals. Deshalb beginnt es bei den kalten Grautönen, die helleren Partien kommen danach. Der Schober selbst ist die umgekehrte Aufgabe: eine dichte, warme Masse aus Dutzenden roter, brauner und oranger Striche, die nicht zu einer Farbe verschmelzen dürfen. Jedes Ölgemälde aus unserer Werkstatt ist ein wenig eigen. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes.
Auf den Keilrahmen gespannt im festen Karton oder gerollt in der Hülse, nach Ihrer Wahl, mit Sendungsverfolgung. Zuvor erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl, von 50 x 35 bis 150 x 110 cm. Das Original ist 93 cm breit und 66 cm hoch, ihm am nächsten kommt der Größe nach 90 x 65 cm, dem Seitenverhältnis nach 70 x 50 und 105 x 75 cm, die beide bei 1,40 liegen, das Original bei 1,41. Die Szene ist niedrig und breit und passt daher über Sofa, Kommode oder Bett. Als Kunstgemälde im Esszimmer oder als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt 105 x 75 cm ruhig, weil die Farbskala kalt und leise ist; der braune Schober ist das einzig Warme auf der Leinwand und leuchtet im größeren Maß erst richtig. Verwandte Motive vom selben Ort und aus denselben Jahren finden Sie in der Galerie Claude Monet: Mohnfeld (Giverny) und der Jahreszeit nach Raureif.
Wie hoch Sie das Gemälde hängen: die Mitte etwa 145 cm über dem Boden, über einem Möbel die Unterkante 20 bis 30 cm darüber. Mehr zum Hängen schreiben wir in unserem Blog.
Anfertigung nach Maß, Keilrahmen und Rahmen
Keine der acht Größen wiederholt das Verhältnis des Originals genau. Wollen Sie eben dieses Verhältnis, führt nur die Anfertigung nach Maß dorthin: senden Sie Breite und Höhe in Zentimetern. Die Leinwand kann auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig geliefert werden, oder gerollt in der Hülse, wenn Sie selbst rahmen lassen. Ein Rahmen ist im Preis nicht enthalten. Zu dieser Szene passt ein heller oder gräulicher Holzrahmen, der das Winterlicht fortsetzt; ein dunkler schließt es ein und der Schober wird zum einzigen hellen Gegenstand. Das Museum verwahrt sein Original in einem Rahmen, mit dem das Ganze 114,7 x 87,4 cm misst.
Lieferung und Garantie
Die Anfertigung dauert in der Regel zwei bis drei Wochen, bei den größten Maßen länger, denn das Öl muss zwischen den Schichten antrocknen. Gespannte Leinwände versenden wir im festen Karton mit geschützten Ecken, gerollte in der Hülse. Kommt das Werk beschädigt an oder weicht es deutlich von der freigegebenen Aufnahme ab, tauschen wir es oder erstatten den Kaufpreis. Eine handgemalte Kopie ist kein Fabrikerzeugnis, kleine Abweichungen im Strich sind zu erwarten; ein Schaden oder ein falsches Motiv sind es nicht. Wir liefern in die Länder der Europäischen Union.
Wenn Sie das Gemälde verschenken und bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Der Beschenkte wählt Größe und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Ist das Original zu verkaufen und was ist es wert?
Nein. Es ist seit 1933 in öffentlicher Sammlung. Der letzte Preis, den das Museum nennt, sind 1.500 Dollar von 1893, was über den heutigen Wert nichts aussagt.
Wie viele Heuschober-Gemälde malte Monet?
Etwa dreißig. 1890 und 1891 malte er die Schober auf einem Feld nahe seinem Haus in Giverny immer wieder, und fünfzehn davon wurden 1891 gemeinsam in der Galerie Durand-Ruel in Paris gezeigt.
Warum malte Monet Getreideschober?
Die Schober standen auf einem Feld direkt neben seinem Haus in Giverny. Er wollte zeigen, wie sich dasselbe einfache Motiv mit Licht, Jahreszeit und Wetter verändert, und malte darum an mehreren Leinwänden zugleich.
Wo standen die Schober?
Auf einem Feld direkt neben Monets Haus in Giverny, vier bis sechs Meter hoch. Er malte sie vom Sommer 1890 bis in den Winter 1891 an mehreren Staffeleien zugleich und hängte im Mai 1891 fünfzehn davon zusammen in der Galerie Durand-Ruel in Paris auf.
- Motiv. Ein einziger brauner Schober links der Mitte auf bläulichem Schnee, dahinter ein Band bewachsenen Hügels und die Dächer von Giverny, im blassen Himmel eine matte Sonne.
- Original. Öl auf Leinwand, 93 x 66 cm, 1890–91 nach der Datierung des Museums, signiert unten rechts „Claude Monet 91“; Art Institute of Chicago, Inv.-Nr. 1933.1155, Sammlung Ryerson, Saal 243.
- Unseres. Acht Größen von 50 x 35 bis 150 x 110 cm oder Anfertigung nach Ihrem Maß, die als einzige das Verhältnis des Originals hält.
- Wissenswert. Eben diese Leinwand hing in der Ausstellung vom Mai 1891, wo Monet erstmals fünfzehn Schober nebeneinander zeigte; im Katalog trug sie die Nummer 9.









































