Beschreibung
Mohnfeld (Giverny) ist eine handgemalte Reproduktion nach Monets Leinwand im Art Institute of Chicago: die untere Hälfte nimmt ein dichter Teppich roter Tupfen ein, darüber ein blasser strohfarbener Streifen ungemähten Grases, dahinter eine Baumreihe mit einer einzigen schlanken Pappel rechts der Mitte, im Hintergrund ein blauvioletter Höhenzug unter blauem Himmel. Das Original misst 93,4 x 61,2 cm, ist Öl auf Leinwand und trägt die Inventarnummer 1922.4465. Das Museum datiert es mit der Spanne 1890–91, und unten rechts steht die Signatur »Claude Monet 91«. Wir malen es in acht Größen oder nach Ihrem Maß, mit einer Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Mohnfeld (Giverny) |
| Weitere Titel: | Champ des Coquelicots (New York 1893) · Coquelicots (Durand-Ruel, New York 1895) · Landscape (Buffalo 1896) · Red Poppies (womöglich Pittsburgh 1897) · Champ de coquelicots (Depotbuch Durand-Ruel) · Wildenstein-Katalog, Nr. 1253 |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1890–91 nach dem Eintrag des Museums, mit Anfangsjahr 1890 und Endjahr 1891; unten rechts steht die Signatur »Claude Monet 91« |
| Originalgröße: | 93,4 cm x 61,2 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Art Institute of Chicago (Inv.-Nr. 1922.4465) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Mohnfeld (Giverny) – Claude Monet
Was ist auf der Leinwand?
Die untere Hälfte nimmt das Mohnfeld ein. Die roten Blüten sind nicht als einzelne Blumen gemalt, sondern als kurze schräge Tupfen Zinnoberrot im Grün, dazwischen blauviolette und blassgelbe Striche. Zum Horizont hin verdichten sie sich zu einer flirrenden Fläche, am unteren Rand geben sie den Boden frei. Ein Mensch ist nirgends zu sehen, kein Sonnenschirm, kein Weg.
Oben schließt ein blasser strohfarbener Streifen ungemähten Grases das Feld ab, dahinter eine Baumreihe: links eine breite runde Krone, in der Mitte beschnittene Stämme mit kugeligen Wipfeln, rechts zwei hohe Bäume. Zwischen ihnen steigt eine einzige schlanke Pappel als dunkle Senkrechte bis ins obere Drittel des Himmels; sie ist das Einzige, das nach oben geht. Dahinter liegt ein blauvioletter Höhenzug.
Wann entstand die Leinwand, und was steht darauf?
Das Art Institute of Chicago nennt kein einzelnes Jahr. Im Eintrag steht 1890–91, mit Anfangsjahr 1890 und Endjahr 1891, also eine Spanne. Unsere ältere Beschreibung behauptete, die Leinwand stamme von 1891; das steht hier nicht mehr, weil das Museum es nicht aufstellt.
Auf der Leinwand selbst steht eine Jahreszahl. Das Museum gibt sie selbst wieder und sagt, sie stehe unten rechts, »Claude Monet 91«, und dasselbe haben wir auf der Aufnahme des Originals in 3000 mal 1953 Punkten gelesen, dicht über dem unteren Rand. Spanne und Signatur schließen einander nicht aus: das Museum schreibt, Monet habe diese Felder im Juli 1890 begonnen, und die Leinwand trägt das Jahr der Vollendung.
Was sagt der Museumseintrag zur Größe?
Das Werk bewahrt das Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1922.4465, nach eigenem Eintrag in Saal 240. Die Maße erscheinen dort als Höhe mal Breite, 61,2 x 93,4 cm; unsere Tabelle stellt die Breite voran, deshalb lesen Sie hier 93,4 x 61,2 cm. Mit Rahmen nennt es 109,3 x 77,5 x 7 cm, ebenfalls umgestellt.
Hier gehen Museum und Datensammlung Wikidata zweimal auseinander. Die Datensammlung Wikidata nennt 61 x 96,5 cm, eine Breite um 3,1 cm über der gemessenen, und das Jahr 1891 bei Genauigkeit 9, ein festes Jahr dort, wo das Museum eine Spanne schreibt. Unsere ältere Beschreibung hatte beide Zahlen von dort; es gilt der Eintrag des Hauses, das das Werk bewahrt. In einem stimmen die Quellen überein: die Wildenstein-Nummer lautet in beiden 1253.
Das Seitenverhältnis lässt sich auch an der Aufnahme prüfen. Unsere und die museumseigene Tafel liegen beide bei 0,651, die gemessene Leinwand bei 0,655, beide Aufnahmen also eine Spur breiter als die Leinwand, wie es ein Beschnitt am Gemälde ergibt.
Von Monets Atelier nach Chicago
Das Museum veröffentlicht eine Kette von Eigentümern und belegt jede Station, schränkt aber gerade bei der ersten selbst ein: der Maler habe die Leinwand womöglich im September 1891 an den Händler Hamman in Paris verkauft, den Vermittler des Hauses Knoedler, nach dem Wildenstein-Katalog von 1996. Das Wort womöglich gehört dem Museum.
Von da an ist die Kette fest, doch drei Dinge geschehen am selben Tag. Bis zum 24. Januar 1893 gehörte die Leinwand Potter Palmer aus Chicago, bis dahin lag sie bei Durand-Ruel in New York im Depot, und am selben Tag wurde sie diesem Haus für 5.000 Franc verkauft. Das Museum erklärt es nicht, und wir auch nicht.
Am 16. April 1901 kaufte es William W. Kimball aus Chicago für 3.200 Dollar, und nach seinem Tod vermachte Evaline M. Kimball es 1922 dem Museum.
Unter wie vielen Namen ist die Leinwand gereist?
Unter sechs, die das Museum selbst nennt, und keiner ist der heutige. In New York hing sie 1893 als Champ des Coquelicots, im Januar 1895 bei Durand-Ruel als Coquelicots, in Buffalo 1896 als Landscape. Dreimal steht ein womöglich davor: Boston 1895 wieder Coquelicots, Pittsburgh 1897 Red Poppies, Omaha 1898 erneut Coquelicots. Im Depotbuch steht sie als Champ de coquelicots. Der heutige Titel ist jünger als alle, deshalb stehen die alten Namen in der Tabelle.
Ist das eine Serie oder nicht?
Nein, und das Museum sagt es geradeheraus. Im Juli 1890 begann Monet vier fast gleich große Leinwände mit Mohnfeldern nahe seinem Haus in Giverny, und er selbst habe sie nicht für eine Serie gehalten, anders als die fünfundzwanzig Leinwände mit Getreideschobern nach der Ernte desselben Sommers. Sie zeigen einen einheitlicheren Strich als die Landschaften früherer Jahre, mit einer Oberfläche von der Dichte eines Wandteppichs.
Hier steht die dritte Berichtigung. Unsere ältere Beschreibung behauptete, der Maler habe dasselbe Motiv zu verschiedenen Stunden gemalt, um einzufangen, wie die Sonne dasselbe Rot verändert. Davon steht im Museumseintrag nichts, und das Museum sagt das Gegenteil. Die Geschichte mit den Stunden gehört zu den Getreideschobern, nicht zu diesem Feld.
Welche vier gemeint sind, sagt das Museum nicht. Im Wildenstein-Katalog stehen neben 1253 auch 1251, 1252 und 1255, Mohnfelder derselben Saison und fast gleicher Maße; Wikidata setzt 1252 nach Boston und 1255 in die Eremitage. Ob gerade diese drei gemeint sind, wissen wir nicht und wählen wir nicht.
Welche weiteren Mohnfelder Monets verkaufen wir?
In unserer Galerie Claude Monet ist das Werk, das sich mit diesem am leichtesten verwechseln lässt, siebzehn Jahre älter. Mohnfeld bei Argenteuil ist die Leinwand, an die man bei Monets Mohn denkt. Sie liegt im Musée d’Orsay unter RF 1676, wird auf 1873 datiert und misst 65,3 x 50 cm. Jene Leinwand ist hochformatiger und gut zwei Drittel so breit, den Hang herab gehen zwei Gestalten mit Sonnenschirm, und das Museum gibt ihr zusätzlich den Namen La promenade.
Daneben stehen vier Werke derselben Gegend oder desselben Jahres. Getreideschober (Schnee-Effekt) stammt aus derselben Sammlung in Chicago und aus der nach jener Ernte begonnenen Reihe. Pappeln tragen dieselbe Jahreszahl und liegen im Metropolitan Museum of Art. Wiese bei Giverny stammt von 1886. Tulpenfeld in Holland ist ein anderes blühendes Feld in einem anderen Land.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Bestellung malt ein Maler einzeln, in Öl auf Baumwoll- oder Leinenleinwand. So entsteht jedes Gemälde auf Leinwand bei uns, ohne Druck und ohne Maschine. Dieses Kunstgemälde ist dort schwierig, wo es am einfachsten aussieht: das rote Feld ist keine Fläche, sondern einige tausend kurze Striche, und zu gleichmäßig gesetzt erstarrt es zum Muster.
Die zweite Probe ist die Pappel, die schmal bleiben und doch vor einem fast gleich hellen Himmel stehen muss, weshalb keine dunkle Linie sie umreißt. Bei der Arbeit im Freien, en plein air, bleibt die Untermalung hell, der dichtere Auftrag geht nur in die Blüten. Ein impressionistisches Gemälde dieser Art verträgt keinen hohen Glanz, deshalb bleibt das Ölgemälde bei uns matt.
Welche Größe für welche Wand?
Verfügbar sind acht Größen, von 60 x 40 bis 240 x 150 cm, und die Antwort fällt zweifach aus. Der Größe nach liegt 100 x 60 cm am nächsten, 6,6 cm breiter und 1,2 cm niedriger als in Chicago. Dem Seitenverhältnis nach das kleinste Maß der Liste, 60 x 40 cm, bei 0,667 gegen 0,655 des Originals, während 100 x 60 cm bei 0,600 weiter entfernt ist als jedes andere Maß.
Wollen Sie den Umfang des Originals, nehmen Sie 100 x 60 cm; zählt das Verhältnis mehr, 60 x 40 cm. Im Flur genügt 60 x 40 cm, über dem Esstisch ist 100 x 60 cm richtig, an großer Wand 160 x 100 cm. Als Gemälde fürs Esszimmer wirkt das Motiv, weil das Rot im warmen Abendlicht nicht erlischt.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wünschen Sie ein Maß, das nicht auf der Liste steht, ist die Maßanfertigung der einzige Weg, hier mehr als sonst, weil beide besten Maße der Liste ein Kompromiss sind. Schreiben Sie uns Breite und Höhe in Zentimetern. Der Rahmen ist nicht im Preis; hierzu passt eine schmale Leiste in hellem kühlem Holz, während ein breiter Goldrahmen das Rot ins Ziegelfarbene zieht.
Lieferung und Garantie
Die Herstellung dauert zwei bis drei Wochen, bei den größten Maßen etwas länger, weil das Öl zwischen den Schichten trocknen muss. Aufgespannte Leinwände reisen im festen Karton, gerollte in der Hülse. Kommt das Werk beschädigt an oder weicht es merklich von der freigegebenen Fotografie ab, tauschen wir es oder erstatten den Preis. Eine handgemalte Kopie ist kein Fabrikerzeugnis; kleine Unterschiede im Strich sind zu erwarten, ein Schaden nicht.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Art Institute of Chicago, Inventarnummer 1922.4465, nach dem Eintrag des Museums in Saal 240.
Sind Menschen auf der Leinwand?
Nein. Es gibt keine Gestalt und keinen Weg, und das Museum nennt in seinem Eintrag niemanden.
Ist Champ des Coquelicots dasselbe Werk?
Ja. Unter diesem Namen war es 1893 in New York ausgestellt.
Ist das ein Druck?
Nein. Eine Reproduktion entsteht bei uns immer von Hand, in Öl auf Leinwand; Gedrucktes verkaufen wir nicht.
Welche Größe soll ich wählen?
100 x 60 cm für die Größe des Originals, 60 x 40 cm für sein Verhältnis.
Kann ich ein Maß erhalten, das nicht auf der Liste steht?
Ja, und hier mehr als sonst, weil kein Maß der Liste das Verhältnis des Originals trifft.
Wie kommt das Werk zu mir?
Aufgespannt im festen Karton oder gerollt in der Hülse, mit Sendungsverfolgung.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass ein Feld nur rot ist, wenn man nicht aus der Nähe hinsieht.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Nein, es gehört zur Sammlung des Museums. Einen Wert nennen wir nicht; das Museum nennt nur die Preise von 1893 und 1901.
Wie hoch soll ich es hängen?
Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden, die Baumreihe also auf Augenhöhe.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, und bei Unsicherheit über das Maß gibt es einen Geschenkgutschein, bei dem die beschenkte Person selbst wählt.
- Motiv. Ein Mohnfeld unter einer Baumreihe mit einer Pappel, ein Höhenzug dahinter, ohne Gestalten.
- Original. Öl auf Leinwand, 93,4 x 61,2 cm, 1890–91; Art Institute of Chicago, Inv.-Nr. 1922.4465.
- Unsere Ausführung. Acht Größen; 100 x 60 cm der Größe nach, 60 x 40 cm dem Verhältnis nach.
- Wissenswert. Das Museum datiert mit einer Spanne, die Leinwand trägt unten rechts »Claude Monet 91«.









































