Beschreibung
Sturm an der Küste von Belle-Île ist eine handgemalte Reproduktion von Monets Seestück von der bretonischen Insel: zerschlagene See nimmt fast die ganze Leinwand ein, unten ragen zwei dunkle, nasse Klippen aus der Gischt, und über das obere Drittel stürzt weißes Wasser über braune Felsen. Vom Himmel bleibt nur ein schmales graues Band am oberen Rand. Das Original misst 81,5 x 65,4 cm, ist Öl auf Leinwand und gehört dem Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 3163. Das Museum datiert es auf 1886. Wir malen es in acht Größen oder nach Ihrem Maß, mit einer Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Sturm an der Küste von Belle-Île |
| Weitere Titel: | Tempête, côtes de Belle-Île (Bezeichnung im Museumseintrag) |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1886, wie das Museum datiert, ohne Vorbehalt |
| Originalgröße: | 81,5 cm x 65,4 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. RF 3163) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Sturm an der Küste von Belle-Île – Claude Monet
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Fast nichts Festes. Vom Himmel bleibt nur ein schmales graues Band am oberen Rand, vielleicht ein Fünfzehntel der Höhe, alles Übrige ist Wasser. Im oberen Drittel zieht eine Reihe brauner, rötlicher Felsen, über die weiße Gischt stürzt; diese Felsen sind dort die einzige waagerechte Ordnung. Darunter öffnet sich eine breite Fläche zerschlagenen Wassers, grünlich grau, durchzogen von Gischtbändern, die schräg nach unten laufen. In der unteren Hälfte ragen daraus zwei dunkle Klippen, eine am linken Rand und eine rechts der Mitte, beide fast schwarzblau und nass, mit Lichtblitzen an den Kanten. Zwischen ihnen liegt eine niedrige Gruppe kleinerer Felsen. Unten links steht eine Signatur; das Museum schreibt sie in seinem Eintrag nicht ab, deshalb geben wir hier nicht wieder, was sie liest.
Wo liegt Belle-Île, und was tat Monet dort?
Belle-Île ist eine Insel vor der Südküste der Bretagne, im Atlantik. Monet reiste im Herbst 1886 dorthin und blieb über zwei Monate, deutlich länger als geplant. Die dortige Küste war ihm ein neues Motiv: statt der ruhigen Seine oder der Strände der Normandie fand er den offenen Ozean und schwarze, scharf zerbrochene Klippen. Dieses Werk gehört zu einer Reihe, die dort entstand, und ist unter ihnen das ungeordnetste — kein Schiff, kein Haus, keine Gestalt, nur Wasser und Stein.
Wie ist das Werk datiert?
Mit einem einzigen Jahr. Das Musée d’Orsay nennt unter Datation „1886“, ohne Spanne und ohne vorsichtiges „vers“. Wikidata gibt dasselbe Jahr in derselben Genauigkeit, und die Maße stimmen auf die Stelle überein, hier gehen Museum und Datenbank also nicht auseinander. In diesem Regal ist das nicht selbstverständlich: bei Nachbarwerken nennt das Museum stellenweise eine Spanne oder ein „um“, und dort nennen wir nirgends ein Jahr. Hier nennen wir es, weil das Haus es nennt, das das Werk besitzt.
Was sagt der Museumseintrag zu den Maßen?
Das Werk gehört dem Musée d’Orsay unter der Inventarnummer RF 3163. Die Maße nennt es in der Reihenfolge Höhe mal Breite, H. 65,4 ; L. 81,5 cm, und fügt das Maß mit Rahmen an, 84 x 99,6 cm; unsere Tabelle stellt die Breite voran, deshalb lesen wir hier 81,5 x 65,4 cm. Die Technik ist Öl auf Leinwand. Diese Zahl stimmt mit der überein, die vorher auf dieser Seite stand, nur war sie dort mit der Höhe zuerst geschrieben; jetzt steht sie in unserer Reihenfolge, inhaltlich bleibt sie dieselbe.
Der Weg ins Orsay: das Vermächtnis Gaston Migeons
Das Museum nennt eine einzige Erwerbungsart: „Legs Gaston Migeon, 1932“, also das Vermächtnis Gaston Migeons von 1932. Migeon war Kurator am Louvre und Sammler, vor allem für ostasiatische Bestände bekannt; sein Nachlass brachte auch impressionistische Werke in französische öffentliche Sammlungen. Eine Kette von Eigentümern davor veröffentlicht das Museum nicht, also erfinden wir keine. Dieses Jahr trennt dieses Werk von einem anderen, das wir in diesem Regal führen und das 1896 mit dem Vermächtnis Gustave Caillebottes ins Orsay kam.
Fünf Küsten von Belle-Île — welche ist unsere?
Aus jenen zwei Monaten blieb eine Reihe von Leinwänden, und eine Verwechslung ist real, weil das Motiv einander sehr ähnelt. Der trügerischste Nachbar liegt nicht am anderen Ende der Welt, sondern in Reims: dort hütet das Musée des Beaux-Arts Die Felsen von Belle-Île unter der Inventarnummer 907.19.191, mit 81,5 x 65,6 cm — also zwei Millimeter Unterschied in der Höhe und keiner in der Breite. Nach den Maßen sind sie folglich nicht zu trennen. Es trennt sie der Titel, den jedes Museum selbst vergibt: unseres ist im Orsay als Sturm geführt, jenes in Reims als Felsen. Näher im Motiv, und in diesem Regal ebenfalls zu haben, sind Felsen bei Port-Goulphar in Chicago — die im Gegensatz zu unserem ruhig sind.
Warum ist auf dieser Leinwand kein Schiff und keine Gestalt?
Weil nichts darauf von Menschenhand stammt. Unter den Seemotiven dieses Regals ist dies das einzige ohne Schiff, Haus oder Gestalt — bei den anderen sagen es schon ihre Titel, etwa Der Klippenweg bei Pourville. Hier gibt es keinen Pfad, kein Segel, keinen Rauch und kaum einen Horizont: dem Betrachter fehlt alles, woran er seine eigene Größe messen könnte. Eben deshalb wirkt die Leinwand näher als erwartet, und eben deshalb ist sie mit dem Auge schwer zu datieren.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Bestellung malt ein Maler einzeln, mit Ölfarben auf Baumwoll- oder Leinengewebe. Ein Gemälde auf Leinwand entsteht bei uns ohne Druck, ohne Übertragung und ohne maschinellen Zwischenschritt. Dieses Motiv gehört zu den schwersten in diesem Regal, weil es fast keine Formen enthält, die man nachzeichnen könnte: Gischt ist kein Gegenstand, sondern die Spur einer Bewegung, und sie entsteht nur, wenn der Maler die Striche schnell und in der richtigen Folge setzt. Das Weiß kommt zuletzt und dick, damit es über dem grünlichen Grund steht; mischt es sich hinein, flacht die See zur Fläche ab. Jedes Ölgemälde aus unserer Werkstatt ist ein wenig eigen. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl, von 45 x 38 bis 150 x 120 cm. Das Original ist 81,5 cm breit und 65,4 cm hoch, ihm am nächsten kommt der Größe nach 80 x 60 cm, dem Seitenverhältnis nach 50 x 40 und 150 x 120 cm, die beide bei 1,25 liegen, dicht am 1,246 des Originals. Dieses Motiv gewinnt durch Größe mehr als die meisten: im kleinen Maß fließt die Gischt zu Grau zusammen, bei 120 x 100 cm trennen sich die einzelnen Striche wieder und das Wasser beginnt zu wirken. Als Kunstgemälde im Esszimmer oder als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es kräftig, weil die einzige Farbe auf der Leinwand kalt ist. Verwandte Seemotive finden Sie in der Galerie Claude Monet: Felsen bei Port-Goulphar von derselben Insel, Die grüne Welle und Fischerboote am Strand von Étretat.
Anfertigung nach Maß, Keilrahmen und Rahmen
Keine der acht Größen wiederholt das Verhältnis des Originals genau. Wollen Sie eben dieses Verhältnis, führt nur die Anfertigung nach Maß dorthin: senden Sie Breite und Höhe in Zentimetern. Die Leinwand kann auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig geliefert werden, oder gerollt in der Hülse, wenn Sie selbst rahmen lassen. Ein Rahmen ist im Preis nicht enthalten. Zu dieser Szene passt ein dunkler oder grauer Rahmen, der eine Kante setzt und das zerschlagene Wasser hält; ein heller fließt mit der weißen Gischt zusammen und das Werk verliert seinen Rand. Das Museum verwahrt sein Original in einem Rahmen, mit dem das Ganze 99,6 x 84 cm misst.
Lieferung und Garantie
Die Anfertigung dauert in der Regel zwei bis drei Wochen, bei den größten Maßen einige Tage länger, denn das Öl muss zwischen den Schichten antrocknen. Gespannte Leinwände versenden wir im festen Karton mit geschützten Ecken, gerollte in der Hülse. Kommt das Werk beschädigt an oder weicht es deutlich von der freigegebenen Aufnahme ab, tauschen wir es oder erstatten den Kaufpreis. Eine handgemalte Kopie ist kein Fabrikerzeugnis, kleine Abweichungen im Strich sind zu erwarten; ein Schaden oder ein falsches Motiv sind es nicht. Wir liefern in die Länder der Europäischen Union.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In Paris, im Musée d’Orsay, unter der Inventarnummer RF 3163. Dorthin kam es 1932 mit dem Vermächtnis Gaston Migeons.
Welcher Ort ist gemalt?
Die Küste der Insel Belle-Île vor der südlichen Bretagne, im Atlantik. Monet malte dort im Herbst 1886, über zwei Monate lang.
Ist das Werk in Reims dieselbe Leinwand?
Nein. Die Felsen von Belle-Île, Inv.-Nr. 907.19.191, misst 81,5 x 65,6 cm — nach den Maßen fast dasselbe, nach dem Titel ein anderes: jenes sind Felsen, unseres ist ein Sturm.
Ist das ein Druck?
Nein. Eine Reproduktion entsteht bei uns immer von Hand, in Öl auf Leinwand. Gedrucktes oder maschinell Übertragenes verkaufen wir nicht.
Welches Maß soll ich wählen?
Messen Sie die Wand oder das Möbel darunter und wählen Sie eine Leinwand, die etwa zwei Drittel dieser Breite einnimmt. Bei diesem Motiv lieber größer: die feinen Striche brauchen Platz.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja. Die Anfertigung nach Ihrem Maß ist bei uns üblich und hält als einzige das Verhältnis des Originals von 81,5 zu 65,4 ein.
Wie kommt das Werk zu mir?
Auf den Keilrahmen gespannt im festen Karton oder gerollt in der Hülse, nach Ihrer Wahl, mit Sendungsverfolgung. Zuvor erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass die See im Unwetter keine Form hat und sich nur malen lässt, wenn man auf die Zeichnung verzichtet.
Ist das Original zu verkaufen und was ist es wert?
Nein. Es ist seit 1932 in öffentlicher Sammlung. Einen Preis setzt ihm niemand, und wir nennen auch keinen.
Wie hoch soll ich es aufhängen?
Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden, über einem Möbel die Unterkante 20 bis 30 cm darüber. Mehr zum Hängen schreiben wir in unserem Blog.
Eignet sich das Werk als Geschenk?
Ja, und wenn Sie nicht wissen, welches Maß Sie wählen sollen, gibt es einen Geschenkgutschein, mit dem die Beschenkten Maß und Motiv selbst wählen.
- Motiv. Zerschlagene See über fast die ganze Leinwand, zwei dunkle nasse Klippen in der unteren Hälfte, eine Reihe brauner Felsen mit Gischt im oberen Drittel, oben ein schmales graues Band Himmel.
- Original. Öl auf Leinwand, 81,5 x 65,4 cm, 1886 nach der Datierung des Museums; Musée d’Orsay, Inv.-Nr. RF 3163, Vermächtnis Gaston Migeon 1932.
- Unseres. Acht Größen von 45 x 38 bis 150 x 120 cm oder Anfertigung nach Ihrem Maß; dieses Motiv gewinnt durch ein größeres Maß mehr als die meisten.
- Wissenswert. Eine fast gleich große Leinwand von Belle-Île hütet das Museum in Reims; nach den Maßen sind sie nicht zu trennen, nach dem Titel schon: jenes sind Felsen, unseres ist ein Sturm.









































