Beschreibung
Hélène Rouart im Arbeitszimmer ihres Vaters zeigt eine junge Frau, die hinter dem leeren Stuhl ihres Vaters steht und beide Hände auf dessen Lehne legt. Das Kleid ist graublau, Kragen und Manschetten sind aus weißer Spitze, und ihr Blick geht an uns vorbei nach links. Links von ihr steht eine Glasvitrine mit drei ägyptischen Figuren, darüber hängt ein chinesischer Wandbehang, rechts hängen gerahmte Zeichnungen und eine Arbeit in goldgelbem Rahmen; unten liegt ein Stapel Papiere und Mappen auf dem Tisch. Das Arbeitszimmer ist als Sammlung gemalt, und die Frau steht ohne Halt darin. Die Dargestellte war dreiundzwanzig und verheiratet, doch Degas hat ihren Ehering übermalt. Das Original misst 121 x 162,5 cm, entstand um 1886 und hängt in der National Gallery in London unter der Nummer NG6469. Bei uns entsteht es von Hand, in neun Größen von 40 x 60 bis 110 x 150 cm oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe.
| Titel: | Hélène Rouart im Arbeitszimmer ihres Vaters |
| Weitere Titel: | Hélène Rouart in her Father’s Study, Hélène Rouart dans le bureau de son père |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | um 1886 |
| Maße des Originals: | 121 cm x 162,5 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | National Gallery, London (Inv. NG6469; Katalog Schulman MS 814) |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 9 Größen von 40 x 60 cm bis 110 x 150 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Hélène Rouart im Arbeitszimmer ihres Vaters – Edgar Degas
Wer ist dargestellt?
Diesmal wissen wir es. Der Eintrag des Museums nennt sie: Hélène Rouart, Tochter von Henri Rouart. Als die Arbeit entstand, war sie dreiundzwanzig und verheiratet. Sie steht aufrecht hinter einem hölzernen Stuhl, beide Hände auf dessen Lehne; der Stuhl gehört ihrem Vater und ist leer. Das Kleid ist graublau und schlicht geschnitten, Kragen und beide Manschetten sind aus weißer Spitze, und am Handgelenk blitzt ein goldenes Armband. Ihr Haar ist rötlich und hochgesteckt. Der Blick geht an uns vorbei nach links, sodass sie weder uns noch irgendetwas im Raum ansieht; das Gesicht ist ruhig und ein wenig abwesend. Der Eintrag nennt auch etwas, das auf der Leinwand fehlt: Obwohl sie verheiratet war, hat Degas ihren Ehering übermalt, vielleicht damit sie Tochter bleibt und nicht Ehefrau.
Was ist auf der Leinwand?
Die Sammlung des Vaters, um sie herum angeordnet. Links steht eine Glasvitrine, in der nach Angabe des Museums drei ägyptische Figuren stehen; eine aufrechte Gestalt auf rötlichem Sockel ist deutlich zu sehen. Darüber hängt ein chinesischer Wandbehang, sodass die obere Wand dunkel und gemustert ist, die untere ein ruhiges Grau, mit einem bläulichen Streifen dazwischen. Rechts hängen gerahmte Zeichnungen und eine Arbeit in goldgelbem Rahmen. Unten, an der Tischkante, liegt ein Stapel Papiere und Mappen. Der Raum besteht ausschließlich aus Dingen, die jemand zusammengetragen hat, und genau deshalb fällt der leere Stuhl so auf. Die Farbe ist dicht aufgetragen, und stellenweise hat Degas nach Angabe des Museums Pastell direkt auf die Leinwand gesetzt, sodass einige Partien trockener und pudriger wirken als andere.
Warum ist gerade dieses Porträt wichtig?
Weil es die Dargestellte nicht in die Mitte ihres eigenen Porträts stellt. Sie steht seitlich in ihrer eigenen Arbeit, zwischen Gegenständen, die jemand anderem gehören, und hält einen Stuhl fest, auf dem dieser jemand nicht sitzt. Der zweite Grund ist der leere Stuhl selbst: Einen leeren Sitz für eine abwesende Person zu verwenden war nicht ungewöhnlich, doch hier ist der Stuhl zugleich ein Familienstück, denn das Museum hält fest, dass er vom Vater von Madame Rouart stammt, dem Möbeltischler Jacob-Desmalter. Der dritte Grund ist eine Entscheidung, die nie ausgeführt wurde. Degas plante zunächst ein Doppelporträt von Hélène mit ihrer Mutter, möglicherweise als Gegenstück zur früheren Arbeit von Vater und Tochter, und gab das auf; als die endgültige Anordnung feststand, setzte er sie fast ohne Änderung um.
Was bedeutet das Porträt?
Dass einen Menschen auch das bestimmt, was er nicht selbst gewählt hat. Impressionismus heißt bei Degas genaue Beobachtung von Menschen in ihren Räumen und nicht Lichtwirkung, und hier ist der Raum beinahe ein zweiter Dargestellter. Als Kunstgemälde ist es eines jener Porträts, die längeres Hinsehen lohnen, weil sie sich mit dem Lesen der Gegenstände verändern. Die Farben sind zurückhaltend – Grau, Blaugrau, Dunkelrot und etwas Gold –, daher ist es ein ruhiges Ölgemälde für Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Flur. Wer ein Gemälde kaufen möchte, das eine Geschichte erzählt, bekommt hier einen ganzen Raum, der von einem Abwesenden spricht, und eine Frau, die darin nicht recht zu Hause ist. Unsere Arbeit ist eine Reproduktion dieser Leinwand, von Hand gemalt.
Wie kam die Leinwand nach London?
Auf einem Weg, den das Museum vollständig veröffentlicht. 1918 wurde sie auf der ersten Versteigerung des Ateliers von Degas in der Galerie Georges Petit in Paris, abgehalten vom 6. bis 8. Mai, als Los 110 von Paul Rosenberg (1881–1959) erworben; das Museum verzeichnet den Kauf als gemeinsam getätigt, für 27.500 Franc, durch Rosenberg and Co. in Paris und die Galerie Georges Bernheim in Paris, wobei es hinter den zweiten Namen selbst ein Fragezeichen setzt, das wir beibehalten. Der Kauf ist auf den 7. Mai 1918 datiert. Am 27. Mai 1924 kaufte René Gimpel (1881–1945) sie für 70.000 Franc von der Galerie Bernheim-Jeune in Paris. Durch Erbgang ging sie an Peter Gimpel (1915–2005) über, der sie im April 1981 an die National Gallery verkaufte. In seiner eigenen Kurzzeile führt das Museum das schlicht als Bought, 1981.
Das Motiv im Werk des Malers
Degas malte Porträts nie im Auftrag; seine Modelle nahm er aus Familie und Freundeskreis, und die Rouarts waren beides. Hélène hatte er bereits gemalt, als Neunjährige auf dem Knie ihres Vaters; diese frühere Arbeit ist im Schulman-Katalog als MS 832 verzeichnet, Henri Rouart und seine Tochter Hélène, und befindet sich in Privatbesitz. Unter den Arbeiten von Degas bei uns stehen dieser Leinwand am nächsten Der Grafiksammler, wieder ein Mann inmitten seiner eigenen Sammlung, Hilaire de Gas, ein Familienporträt eines alten Mannes im Sessel, und Edmondo und Thérèse Morbilli, ein Doppelporträt eines Ehepaars aus der Familie des Malers. Diese Leinwand hängt in der National Gallery in London unter der Inventarnummer NG6469.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, in derselben Technik wie das Original. Das Schwierigste ist das Kleid. Die graublaue Fläche nimmt die Mitte der Leinwand ein und muss eine Farbe bleiben und trotzdem das Gewicht des Stoffes und jede Falte zeigen; deshalb bauen wir sie aus mehreren kühlen Grautönen mit Blau auf, nie aus einer einzigen Mischung. Der zweite schwierige Teil ist die Spitze an Kragen und Manschetten: Sie muss als Licht gemalt werden und nicht als Muster, sonst wird sie Zierrat und zieht den Blick. Der dritte ist die Vitrine links, die zugleich Glas und Inhalt sein muss; die Figuren lassen wir weich, wie sie im Original sind, denn geschärft werden sie aufdringlich. Den leeren Stuhl malen wir zuletzt, weil von seinem Gewicht abhängt, ob die Szene trägt. Jede Ausführung entsteht neu, und zwei sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist eine eigene. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen fertiger Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; deshalb steht hier keine und wir beschreiben auch keine. Eine Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unschlüssig sind: 70 x 90 cm. Das Original ist groß, 121 x 162,5 cm, und unser größtes Maß, 110 x 150 cm, kommt ihm näher als bei den meisten Arbeiten auf diesem Regal – es fehlen nur wenige Zentimeter auf beiden Seiten. Im Seitenverhältnis ist 97 x 130 cm am nächsten: 1,340 gegenüber 1,343 des Originals. 40 x 60 und 50 x 60 cm sind klein; dort gehen die Vitrine links und die Papiere unten verloren, die Gestalt bleibt. 50 x 70, 60 x 80 und 70 x 90 cm sind die richtige Wahl über einer Kommode, im Flur oder an einer Treppenwand. 80 x 110, 90 x 120 und 97 x 130 cm verlangen eine ruhige, breitere Wand; dort lesen sich der Gesichtsausdruck und das Muster des chinesischen Behangs. Bei 110 x 150 cm steht die Gestalt fast in Lebensgröße, und dort wirkt der leere Stuhl am stärksten. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab. Keine Größe liegt bereit: Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung.
Sondermaß, Rahmen und Keilrahmen
Passt keines der neun Maße oder wünschen Sie genau das Seitenverhältnis des Originals, malen wir nach Ihrem Maß und bewahren die Höhe der Szene, damit der chinesische Behang über ihrem Kopf bleibt und die Papiere auf dem Tisch unten nicht abgeschnitten werden; das ist unsere Arbeit nach Wunsch. Jedes Exemplar versenden wir aufgespannt auf einen hölzernen Keilrahmen, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv alle Leisten, die wir führen – Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz – und dient nur der Rahmenwahl. Wie die Arbeit an Ihrer Wand wirkt, zeigt unser eigener Dienst, die Platzierung im Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie je nach Maß mit 15-45 Tagen, bei den größten meist am oberen Rand. Es reist aufgespannt und transportgeschützt, gerahmt bei entsprechender Wahl, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Um welche Arbeit handelt es sich hier?
Das Ölwerk Hélène Rouart im Arbeitszimmer ihres Vaters von Degas, 121 x 162,5 cm. Es hängt in der National Gallery in London unter der Inventarnummer NG6469.
Wer war Henri Rouart?
Nach Angabe des Museums Ingenieur und Landschaftsmaler aus Neigung, der mit den Impressionisten ausstellte. Er und Degas waren gemeinsam zur Schule gegangen, und ihre lebenslange Freundschaft begann, als Degas während der Belagerung von Paris 1871 unter seinem Kommando diente. Er besaß eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer französischer Malerei, darunter Arbeiten von Degas.
Wann ist die Arbeit entstanden?
Das Museum gibt an: um 1886. Die Ungefährheit lassen wir stehen, weil der Eintrag sie stehen lässt.
Wie groß ist das Original?
121 cm breit und 162,5 cm hoch, also höher als ein Mensch. Unser größtes Maß 110 x 150 cm kommt ihm in der Größe am nächsten, im Seitenverhältnis 97 x 130 cm.
Warum trägt sie keinen Ehering?
Weil Degas ihn übermalt hat. Das Museum hält fest, dass Hélène zur Entstehungszeit verheiratet war, und vermutet, der Ring sei fortgelassen worden, um ihre Rolle als Tochter statt als Ehefrau zu betonen. Die Vermutung ist die des Museums, nicht unsere.
Was steht hinter ihr in der Vitrine?
Nach Angabe des Museums drei ägyptische Figuren in einer Glasvitrine, darüber ein chinesischer Wandbehang. Beides gehörte zur Sammlung ihres Vaters.
Wessen Stuhl hält sie fest?
Den ihres Vaters, und er ist leer. Das Museum ergänzt, der Stuhl sei vom Vater von Madame Rouart gekommen, dem Möbeltischler Jacob-Desmalter.
Wo kann man sie sehen?
In der National Gallery in London. Zum Zeitpunkt des Lesens führt der Eintrag sie in Raum 41; ob sie dort noch hängt, kann sich ändern.
Ist das Original Öl oder Pastell?
Öl, auf Leinwand gemalt, mit einer interessanten Einzelheit: Das Museum hält fest, dass Degas einige Partien überarbeitete und dabei Pastell direkt auf die Leinwand auftrug.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit entsteht von Hand in Öl; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar, besonders im Kleid und in der Spitze.
Eignet sie sich als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der Porträts und ruhige, dunklere Farben mag. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; überlassen Sie die Wahl lieber dem Beschenkten, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: Hélène Rouart steht hinter dem leeren Stuhl ihres Vaters, umgeben von seiner Sammlung
- Original: Edgar Degas, Öl auf Leinwand, 121 x 162,5 cm, National Gallery, London (NG6469)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, neun Größen von 40 x 60 bis 110 x 150 cm
- Wissenswert: sie war verheiratet, doch Degas übermalte den Ehering – laut Museum, damit sie Tochter bleibt









































