Beschreibung
Rennpferde in Longchamp zeigen Reiter, über die Wiese neben der Rennbahn verteilt, und fast alle sind von uns abgewandt. Rechts reiten vier davon: einer in rosafarbener Jacke mit roter Kappe, einer in Weiß, einer in Ziegelrot mit hellblauer Kappe und einer in Gelb. Links steht eine kleinere Gruppe, vorn ein Reiter in Blau, dahinter reihen sich weitere rote, gelbe und rosafarbene Kappen in winzigen Strichen. Die Pferde stehen ruhig. Im Hintergrund steigt ein dunkler bewaldeter Rücken auf, dahinter öffnet sich eine wellige Landschaft mit einzelnen weißen Häusern; der Himmel ist blass und ohne Sonne. Das Museum liest die Szene als den Augenblick am Ende eines Rennens. Das Original ist klein, 41,9 x 34 cm, hängt im Museum of Fine Arts in Boston unter der Nummer 03.1034 und ist unten links signiert. Bei uns entsteht es von Hand, in sechs Größen von 50 x 40 bis 100 x 80 cm oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe.
| Titel: | Rennpferde in Longchamp |
| Weitere Titel: | Racehorses at Longchamp, Courses de chevaux à Longchamp |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | 1871, möglicherweise 1874 überarbeitet (signiert unten links: E Degas) |
| Maße des Originals: | 41,9 cm x 34 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | Museum of Fine Arts, Boston (Inv. 03.1034; Katalog Schulman MS 87) |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 6 Größen von 50 x 40 cm bis 100 x 80 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Rennpferde in Longchamp – Edgar Degas
Wer ist in der Szene zu sehen?
Reiter und Pferde, keiner von ihnen benannt. Der Eintrag des Museums nennt niemanden, also nennen wir auch niemanden. Rechts reiten vier davon fort: zuerst einer in rosafarbener Jacke mit roter Kappe, dahinter ein Reiter in Weiß, dann einer in Ziegelrot mit hellblauer Kappe und zuletzt einer in Gelb. Alle vier sind von uns abgewandt, wir sehen Rücken und Nacken. Links steht eine kleinere, dichter gedrängte Gruppe; vorn ein Reiter in blauer Jacke, der einzige, der mehr zur Mitte der Szene gewendet ist, und dahinter reihen sich die Kappen in winzigen roten, gelben und rosafarbenen Strichen, die nie zu Gesichtern ausgearbeitet werden. Die Pferde stehen ruhig, die Köpfe gesenkt oder zur Seite gedreht; keines läuft. Das Bostoner Museum beschreibt die Szene als Jockeys und ihre Pferde, die sich am Ende eines Rennens neben der Bahn sammeln.
Was ist auf der Leinwand?
Ein weites, niedriges Grasfeld und sehr viel Himmel darüber. Das Gras ist in grünen und bräunlichen Bändern gemalt, die waagerecht über die Leinwand laufen und die Gruppen der Reiter tragen wie Linien auf Papier. Im Hintergrund steigt ein dunkler bewaldeter Rücken auf, dahinter öffnet sich eine wellige Landschaft, in der einige kleine weiße Häuser an einer unsichtbaren Straße aufgereiht sind. Der Himmel nimmt das obere Drittel ein und ist blass, gräulich und ohne Sonne; nirgends ein harter Schatten. Genau deshalb wirken die Jacken so stark: Rot, Gelb, Rosa und Blau sind die einzigen gesättigten Farben, und das Auge springt von einer zur nächsten. Die Leinwand ist klein, 41,9 x 34 cm, und die Striche sind entsprechend kurz; eine einzelne Kappe ist oft ein einziger Pinselstrich.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil sie nicht das Rennen zeigt, sondern das Warten darum herum. Fast jeder andere Maler der Zeit hätte den Galopp, das Ziel oder die Menge gewählt; Degas wählt den Augenblick, in dem nichts geschieht und alle zur Seite blicken. Der zweite Grund ist die Anordnung: Die Reiter sind nicht in der Mitte versammelt, sondern über die Breite der Leinwand in zwei Gruppen verstreut, dazwischen leeres Gras. Der dritte ist historisch. Die Rennbahn von Longchamp wurde 1857 am westlichen Rand von Paris angelegt, und Pferderennen waren in Frankreich damals ein neuer, aus England übernommener Sport für ein wohlhabendes Publikum. Degas hat ihn nicht als Bühne des Luxus gemalt, sondern als flaches, windiges Feld, auf dem Menschen warten.
Was bedeutet die Szene?
Dass das meiste an jedem Ereignis Warten ist. Impressionismus heißt bei Degas genaue Beobachtung des modernen Lebens und nicht Lichtwirkung, und beobachtet wird hier die tote Zeit zwischen den Handlungen. Als Kunstgemälde ist die Szene ungewöhnlich ruhig: waagerecht, still, ohne dramatische Mitte, und wirkt dort, wo Sie etwas wollen, das nicht laut ist. Weil die Farben überwiegend grün, braun und grau sind, mit wenigen starken Punkten, ist es ein dankbares Ölgemälde für Wohnzimmer, Esszimmer oder Büro. Wer ein Gemälde kaufen möchte, das Pferde zeigt, bekommt hier keinen Galopp, sondern etwas Selteneres: die Pause.
Wie kam die Leinwand nach Boston?
Auf einem Weg, den das Museum vollständig veröffentlicht, und er lohnt das Lesen. 1900 war sie beim Händler Bernheim-Jeune in Paris; am 10. Februar desselben Jahres verkaufte er sie an Durand-Ruel in Paris. Danach lag sie als Depositum bei Cassirer in Berlin und kam am 10. Juni 1900 nach Paris zurück. Am 19. Dezember 1900 ging sie als Depositum an M. Whitaker in Montreal. Im Februar 1901 verkaufte Durand-Ruel Paris sie an Durand-Ruel New York, und dieser am 27. März 1901 an Mrs William H. Moore in New York; am 1. April 1901, eine Woche später, kaufte er sie zurück. 1903 verkaufte Durand-Ruel New York sie für 9.000 Dollar an das Bostoner Museum, aufgenommen wurde sie am 28. April 1903. Der Eintrag des Museums fügt hinzu, dies sei die erste Arbeit von Degas gewesen, die ein amerikanisches Museum kaufte. Bei einem Datum widersprechen sich die Quellen: Der Verkauf von Paris nach New York ist als 18. oder 20. Februar 1901 verzeichnet, und das glätten wir nicht.
Das Motiv im Werk des Malers
Die Rennbahn hat Degas sein Leben lang begleitet, genau wie das Ballett. Dieser Leinwand am nächsten stehen bei uns Jockeys vor der Tribüne, wo die Reiter ebenfalls vor dem Rennen stehen und nicht darin, Beim Rennen auf dem Lande, das dieselbe Welt von der Seite der Zuschauer zeigt, und Herrenrennen. Vor dem Start, wieder ein Augenblick der Erwartung. Diese Leinwand ist im Schulman-Katalog des Werks von Degas als MS 87 verzeichnet, und sie hängt im Museum of Fine Arts in Boston unter der Inventarnummer 03.1034.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, in derselben Technik wie das Original. Das Schwierigste ist der Maßstab. Das Original ist sehr klein, und die Jacken darauf sind oft ein einziger Pinselstrich; wird die Szene auf 70 x 60 oder 100 x 80 cm vergrößert, lässt sich dieser Strich nicht einfach dehnen, sonst wird er zum Fleck. Deshalb bauen wir die winzigen Gestalten der linken Gruppe aus mehreren kurzen Strichen und lassen sie bewusst unfertig, wie sie es im Original sind; wer ihnen Gesichter malt, zerstört die Szene. Der zweite schwierige Teil ist das Gras: Es muss in waagerechten Bändern laufen und darf trotzdem nicht wie eine Bahn aussehen, also legen wir mehrere Grün- und Brauntöne übereinander. Den Himmel lassen wir am dünnsten, weil er blass ist und luftig bleiben muss. Jede Reproduktion entsteht neu, und zwei sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist eine eigene. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen fertiger Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; deshalb steht hier keine und wir beschreiben auch keine. Eine Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unschlüssig sind: 70 x 60 cm. Hier gibt es eine Besonderheit, die man offen sagen sollte: Das Original ist kleiner als alles, was wir herstellen. Es misst 41,9 x 34 cm, und unser kleinstes Maß ist 50 x 40 cm, jede unserer Ausführungen ist also größer als das Original. Im Seitenverhältnis stimmt es fast genau: 80 x 65 cm ergibt 1,231 gegenüber 1,232 des Originals. 50 x 40 und 60 x 50 cm eignen sich für eine schmale Wand, einen Flur oder ein Regal und bleiben nahe am Eindruck des Originals. 70 x 60 und 80 x 65 cm sind die richtige Wahl über einer Kommode, einem Schreibtisch oder im Esszimmer. 90 x 70 und 100 x 80 cm verlangen eine breitere Wand und etwas Abstand; dort lesen sich die winzigen Kappen der linken Gruppe als einzelne Gestalten. Größer als 100 x 80 cm malen wir dieses Motiv nicht, weil der Strich über sein eigenes Maß gedehnt würde. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab. Keine Größe liegt bereit: Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung.
Sondermaß, Rahmen und Keilrahmen
Passt keines der sechs Maße oder wünschen Sie genau das Seitenverhältnis des Originals, malen wir nach Ihrem Maß und bewahren die Breite des Feldes, damit beide Reitergruppen im Ausschnitt bleiben und der Rücken im Hintergrund den Himmel über sich behält; das ist unsere Arbeit nach Wunsch. Jedes Exemplar versenden wir aufgespannt auf einen hölzernen Keilrahmen, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv alle Leisten, die wir führen – Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz – und dient nur der Rahmenwahl. Wie die Arbeit an Ihrer Wand wirkt, zeigt unser eigener Dienst, die Platzierung im Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie je nach Maß mit 15-45 Tagen, bei den größten meist am oberen Rand. Es reist aufgespannt und transportgeschützt, gerahmt bei entsprechender Wahl, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Um welche Arbeit handelt es sich hier?
Das Ölwerk Rennpferde in Longchamp von Degas, eine kleine Leinwand von 41,9 x 34 cm. Sie hängt im Museum of Fine Arts in Boston unter der Inventarnummer 03.1034.
Wann ist sie entstanden?
Das Museum gibt an: 1871, möglicherweise 1874 überarbeitet. Diese Einschränkung lassen wir stehen. Der Schulman-Katalog nennt für dieselbe Leinwand 1873; wo die Quellen auseinandergehen, folgen wir dem Museum, das sie besitzt.
Wie groß ist das Original?
Sehr klein: 41,9 cm breit und 34 cm hoch, kürzer als ein A3-Blatt auf der langen Seite. Der Schulman-Katalog nennt 30 x 40 cm; auch hier folgen wir der Messung des Museums. Jede unserer Größen ist größer als das Original.
Ist die Leinwand signiert?
Ja. Der Eintrag des Museums nennt die Inschrift unten links: E Degas.
Was hat das Museum dafür bezahlt?
9.000 Dollar im Jahr 1903, gekauft von Durand-Ruel in New York. Der Eintrag hält außerdem fest, dies sei die erste Arbeit von Degas gewesen, die ein amerikanisches Museum erwarb.
Wo kann man sie sehen?
Im Museum of Fine Arts in Boston. Zum Zeitpunkt des Lesens führt der Eintrag sie als ausgestellt in der Sidney and Esther Rabb Gallery (Gallery 255); ob sie dort noch hängt, kann sich ändern.
Welcher Augenblick des Rennens ist das?
Nach der Beschreibung des Museums der Augenblick am Ende eines Rennens, wenn Reiter und Pferde sich neben der Bahn sammeln. Auf der Leinwand geschieht nichts Plötzliches; kein Pferd läuft.
Wer sind die Reiter?
Der Eintrag des Museums nennt sie nicht, also nennen wir sie auch nicht. Die Farben der Jacken sind im Original deutlich, Namen von Reitern stehen im Eintrag jedoch nicht.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja. Die sechs Größen sind unsere übliche Auswahl, wir malen aber auch nach Ihrem Maß, auch genau im Seitenverhältnis des Originals. Sagen Sie, wo die Arbeit hängen wird, damit wir den Ausschnitt anpassen.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit entsteht von Hand in Öl auf Leinen; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar, besonders auf den Jacken und im Gras.
Eignet sie sich als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der Pferde oder ruhige Landschaften mag. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; überlassen Sie die Wahl lieber dem Beschenkten, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: Reiter und Pferde neben der Bahn in Longchamp, fast alle von uns abgewandt
- Original: Edgar Degas, Öl auf Leinwand, 41,9 x 34 cm, Museum of Fine Arts, Boston (03.1034)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, sechs Größen von 50 x 40 bis 100 x 80 cm
- Wissenswert: 1903 für 9.000 Dollar gekauft – die erste Arbeit von Degas im Besitz eines amerikanischen Museums









































