Edvard Munch – Beim Abendessen

ab 108,00 

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Beschreibung

Beim Abendessen

Beim Abendessen von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand aus den Jahren 1883–1884, das unter der Inventarnummer MM.M.00621 im Munch-Museum (Munchmuseet) in Oslo verwahrt wird. Das Original misst 59,5 x 49 cm und liegt quer. Die Szene ist abendlich: eine Familie sitzt am Tisch im Schein einer einzigen Lampe.

Links vorn sitzt eine junge Frau, im Profil zur Mitte gewandt. Sie trägt ein dunkles Kleid, das rotbraune Haar fällt ihr über den Rücken, die Hände ruhen auf dem Tisch. Ihre Gestalt ist die größte und dunkelste Form und schließt die Szene links wie ein Vorhang.

Hinter dem Tisch in der Mitte sitzt ein älterer bärtiger Mann mit hellem Haar, uns zugewandt. Sein Gesicht ist die am stärksten beleuchtete Stelle des ganzen Werks; das Licht fällt von der Seite darauf und hebt es aus dem dunklen Grund. Er neigt sich leicht vor, als höre er zu oder spreche gerade.

Rechts oben steht eine dritte Gestalt, fast nur eine Silhouette: dunkle Kleidung, gesenkter Kopf, das Gesicht kaum angedeutet. Sie nimmt am Gespräch nicht teil, sitzt aber seitlich dabei und schließt den Kreis um den Tisch.

Die Lichtquelle ist eine Petroleumlampe mit hellem Glasschirm, rechts der Mitte auf dem Tisch. Von ihr kommt alles Licht der Szene: das weiße Tuch leuchtet, die Gesichter treten aus dem Dunkel hervor, und die Ränder des Raumes bleiben in blaugrauem Zwielicht.

Der Tisch ist mit einem weißen Tuch gedeckt, darauf Teller, ein Messer und einige Gläser, jeweils mit wenigen raschen Strichen hingesetzt. Links oben ist ein Fenster mit hellen Scheiben und rotbraunem Rahmen die einzige Öffnung in einem sonst geschlossenen Raum.

Die Farbe bewegt sich zwischen Blaugrau, Braun und Schwarz, dazwischen leuchten warme rötliche Töne an der Wand und im Haar der jungen Frau auf. Die Handschrift ist breit und nass und stellenweise so dünn, dass das Gewebe der Leinwand durchscheint. Das ist der frühe Munch, kaum zwanzig Jahre alt.

Das Museum führt das Werk als unsigniert und datiert es auf 1883 und 1884; das Werkverzeichnis nennt es Woll M 106. Unter den Dargestellten nennt es die Schwester des Malers, Inger, und seinen Vater Christian Munch – es ist also eine Szene aus dem eigenen Zuhause.

Der Aufbau ruht auf der Diagonale des Tisches, die aus der unteren linken Ecke nach rechts läuft, und auf drei Köpfen, die im Bogen um die Lampe angeordnet sind. Das Auge beginnt bei der dunklen Gestalt vorn, wandert über das weiße Tuch zum beleuchteten Gesicht und bleibt bei der Flamme.

Gerade die Zurückhaltung macht die Szene stark. Niemand sieht den anderen an, niemand spricht laut; das Werk fängt jene stille, etwas müde Stunde nach dem Essen ein, die jeder Haushalt kennt. Solche häuslichen Szenen hat Munch sein Leben lang gemalt, und hier fängt er damit an.

Unseres wird handgemalt in Öl auf Leinwand ausgeführt, Strich für Strich, auf Bestellung und niemals gedruckt. Da jedes für seine eigene Bestellung entsteht, gleicht keines dem anderen bis ins Detail, und die kleinen Unterschiede sind das Zeichen einer Hand. Die schwierigste Passage ist das Lampenlicht, das weich bleiben muss und kein weißer Fleck werden darf.

Das Format liegt quer und die Stimmung ist warm und häuslich, daher passt das Gemälde in ein Esszimmer, eine Küche mit Tisch oder ein Wohnzimmer. Eine ruhige, helle Wand dient ihm am besten, da das Werk selbst dunkel ist.

Zehn Größen stehen zur Wahl, von 45 x 38 cm bis 165 x 130 cm, dazu ein Wunschmaß, mit oder ohne Rahmen. Mehr vom Künstler gibt es in der Edvard-Munch-Galerie, und über sein Leben und seine Malerei schreiben wir im Edvard-Munch-Blog.

Entstehungsjahr:1883–1884
Originalgröße:59,5 cm x 49 cm
Stil:Realismus
Originaltechnik:Öl auf Leinwand
Standort:Munch-Museum (Munchmuseet), Oslo

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