Beschreibung
Die Häuser am Meer ist ein Werk Egon Schieles von 1914: fünf Häuser in einer Reihe quer über die Mitte der Leinwand, mit kleinen dunklen Fenstern in blassen Fassaden, zwischen grauem Himmel oben und Feldstreifen unten. Das Original befindet sich im Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer 452; es misst 119,7 x 99,5 cm – 119,7 cm breit und 99,5 cm hoch. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, in zehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Die Häuser am Meer |
| Andere Titel: | Die Häuser am Meer (Häuserreihe) · Houses by the Sea (Row of Houses) |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1914; links unten signiert und datiert „Egon Schiele 1914“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 119,7 cm x 99,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Stil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv. 452) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 10 Größen von 43 x 35 cm bis 130 x 105 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Die Häuser am Meer – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Eine Häuserreihe, von vorn gesehen. Quer über die Mitte stehen fünf Gebäude nebeneinander, mit blassen, weißlichen und rosafarbenen Fassaden, Dächern in Braun, Ocker und stumpfem Rot und kleinen dunklen Fenstern in kurzen Reihen; rote Akzente markieren Türen und Sockel. Dahinter liegt ein breites dunkelgrünes Band aus feinen waagrechten Strichen, darüber ein streifiger grauer Himmel, den eine dünne Linie mit zwei blassen, niedrigen Erhebungen quert. Unter den Häusern eine niedrige Mauer, darunter lange Streifen in Grün, Grau und Rot mit dünnen roten Pfosten. Links unten steht in einem kleinen Kästchen die Signatur.
Ist auf dem Werk wirklich ein Meer?
Ja, laut Museum. Seine Beschreibung stellt die Häuser in eine undefinierbare Landschaft zwischen Himmel, Meer und Feldern und spricht von den Wasser- und Himmelsflächen im Hintergrund – das dunkelgrüne Band hinter den Dächern ist also das Meer. Wellen hat es keine: Wie alles andere auf der Leinwand liegt es flach, als eine weitere waagrechte Schicht.
Wie zeigt Schiele Nähe und Ferne ohne Perspektive?
Über die Breite der Streifen. Laut Museumseintrag folgt das ganze Werk dem Prinzip der horizontalen Schichtung, typisch für die flächigen Räume in Schieles Kompositionen dieser Zeit, und deutet Nähe und Ferne ohne perspektivische Mittel an: Die Geländestreifen in der unteren Hälfte sind schmaler als die Wasser- und Himmelsflächen dahinter, die dadurch weiter entfernt wirken. Die Häuser durchziehen die Leinwand wie ein waagrechter Gürtel, in den Worten des Museums aufgereiht wie Perlen.
Warum sehen die Häuser wie Gesichter aus?
Weil Schiele sie so gemalt hat, und das Museum sagt es direkt: Die Häuser sind anthropomorph dargestellt, die Fassaden zu blassen Gesichtern, die Fenster zu Augen und Mündern geworden. Der Eintrag liest die fünf Häuser als auffallend vereinzelt und stellt ihnen die enge, zellenartige Verbindung der Gebäude in Werken wie „Die kleine Stadt“ III gegenüber. Das ist die Lesart des Museums, das die Arbeit besitzt, und wir geben sie als die seine wieder.
Womit ist das Original gemalt?
Laut Eintrag mit Ölfarben auf Leinwand, links unten signiert und datiert. Unsere Reproduktion wird ebenfalls mit Ölfarben auf Leinwand gemalt: Malmittel und Träger sind dieselben wie beim Original.
Ist das Format hoch oder quer?
Quer. Unsere Stufen folgen ihr im Querformat, von 43 x 35 cm bis 130 x 105 cm. Die Breite trägt die Häuserreihe fast von Rand zu Rand.
Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?
Beinahe, aber nicht genau, und die nächste Größe ist nicht die nächste Form. Das Original ist 119,7 cm breit und 99,5 cm hoch. Unsere Stufe 120 x 95 cm trifft die Breite auf drei Millimeter, ist aber 4,5 cm niedriger; unsere größte, 130 x 105 cm, ist in beiden Richtungen größer. Das Seitenverhältnis des Originals ist 1 : 1,203, und nur 60 x 50 cm teilt es, auf etwa einen Millimeter; die übrigen Stufen weichen in der Höhe um sieben Millimeter bis fast fünf Zentimeter ab, 120 x 95 cm mit am stärksten. Für Größe und Verhältnis zugleich bleibt nur ein Maß nach Wunsch.
Woher kommt das Werk und wo ist es heute?
Die Provenienznotiz, die diese Seite bereits trug, folgt unmittelbar darunter und bleibt wortgetreu und unverändert. Der Museumseintrag bestätigt jedes Datum darin und nennt, was sie auslässt; die Deutung ist unsere. Vor Jenny Steiner führt er Josef Hoffmann (1914) an – belegt durch ein Schreiben Schieles an Hoffmann vom 16. April 1914 –, danach Gustav Nebehay, Karl Grünwald und Wilhelm Steiner. Die Beschlagnahme vom 3. Oktober 1938 ist im Österreichischen Staatsarchiv dokumentiert. Zwischen der Auktion von 1941 und Rudolf Leopold, wo die Notiz unten weiterspringt, nennt das Museum zwei Eigentümer: Josefine Ernst, die das Werk dort erwarb, und ihren Sohn Johann Ernst, der es Leopold mit Kaufvertrag vom 1. August 1955 verkaufte. In seinem Text zum Vergleich vom Juni 2012 ergänzt das Museum, dass Jenny Steiner, geborene Pulitzer (1863–1958), eine Seidenfabrik besaß, unmittelbar nach dem „Anschluss“ nach Paris floh und später in die USA emigrierte; dass das Werk 1940 im Dorotheum ohne Käufer blieb; und dass es ihr 1938 eindeutig entzogen wurde. Mit ihrer einzigen Enkelin wurde 2011 eine Lösung gefunden, mit den übrigen Erben 2012. Das Werk ist heute im Leopold Museum unter der Inventarnummer 452; der gesamte Schiele-Bestand des Museums ist auf der Egon-Schiele-Seite des Leopold Museums vorgestellt.
⭐ Die Geschichte des Werks: Entzug 1938, später verglichen
1922 gelangte das Werk in den Besitz der Wiener Sammlerin Jenny (Eugenie) Steiner. Am 3. Oktober 1938 wurde es von NS-Behörden beschlagnahmt und gepfändet, am 4. Februar 1941 in der 463. Kunstauktion des Wiener Dorotheums als Los Nr. 68 versteigert. Nach dem Krieg kam es in die Sammlung Rudolf Leopolds und 1994 in die Leopold Museum-Privatstiftung. Ein Anspruch der Erben Jenny Steiners wurde später vergleichsweise geregelt. Wir schreiben diese Geschichte auf, weil sie zum Werk gehört.
Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?
Unter seinen Stadt- und Häuserdarstellungen. Ein Jahr später entstand Hauswand am Fluss, zwei Jahre früher die Landschaft Kalvarienberg, und in unserem Angebot ist auch Krumau an der Moldau („Die kleine Stadt“ IV). Die ganze Auswahl steht in der Galerie Egon Schiele, mehr zum Leben des Malers im Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde macht es aus einer Häuserreihe eine Reihe von Gesichtern. Wie Hauswand am Fluss ist es Öl auf Leinwand.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler mit Ölfarben, Strich für Strich; es ist kein maschineller Abzug – unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Stellen sind hier die schwierigsten. Die erste sind die Fenster: klein, dunkel und leicht unregelmäßig, machen gerade sie jede Fassade zum Gesicht; richtet der Maler sie zu ordentlichen Reihen aus, schauen die Häuser nicht mehr zurück. Die zweite ist die Breite der Streifen: Die Streifen der unteren Hälfte müssen schmaler bleiben als Wasser und Himmel oben, denn dieser Unterschied ist die einzige Tiefe im Werk – gleicht er sie an, verlieren die Häuser ihren Platz zwischen Nähe und Ferne. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Fotografie zur Freigabe, erst dann geht sie in den Versand. Für diese Werkfamilie haben wir keine Atelierfotos – in unserer Werkstatt wurde sie noch nicht fotografiert, und es wurde nichts entfernt; wenn sie das nächste Mal gemalt wird, fotografieren wir sie und ergänzen die Aufnahmen hier. Als Reproduktion auf Leinwand ist sie auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: Eine Häuserreihe will eine lange Wand. Über einem Sofa oder einer Kommode wirken 100 x 80 cm und 110 x 90 cm, für eine kleinere Wand 60 x 50 cm oder 70 x 55 cm, für einen großen Raum 120 x 95 cm und 130 x 105 cm, unsere größte Stufe. Unsere kleinste Größe ist 43 x 35 cm. Als Kunstgemälde mit fünf Häusern braucht es genug Breite, damit die Fenster lesbar bleiben: unter 60 x 50 cm werden sie zu Punkten.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der zehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Ansicht an Ihrer eigenen Wand. Der Rahmen wird gesondert gewählt und muss nicht Teil der Bestellung sein.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe, und sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Die Fertigungszeit richtet sich nach der Größe und der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Wo ist das Meer auf dem Gemälde Die Häuser am Meer?
Laut Leopold Museum im Hintergrund: Das dunkelgrüne Band aus feinen waagrechten Strichen hinter den Dächern ist das Wasser. Das Museum verortet die fünf Häuser in einer undefinierbaren Landschaft zwischen Himmel, Meer und Feldern. Wellen gibt es keine; wie alles andere im Werk ist auch das Meer flach gelegt, als eine weitere waagrechte Schicht.
Warum wirken die Häuser auf dem Gemälde wie Gesichter?
Weil Schiele sie anthropomorph gestaltet hat: In den Worten des Museums werden die Fassaden zu blassen Gesichtern, die Fenster zu Augen und Mündern. Die fünf Häuser stehen in markanter Vereinzelung, wie Perlen an einer Schnur über die Leinwand aufgereiht.
Wo befinden sich Die Häuser am Meer heute?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 452. Rudolf Leopold kaufte das Gemälde 1955, und 1994 ging es mit seiner Sammlung in die Leopold Museum-Privatstiftung ein. Das Museum führt es auch als Häuserreihe.
Wer besaß Die Häuser am Meer als Erster?
Der Architekt Josef Hoffmann, ab 1914, dem Entstehungsjahr; das Museum stützt sich dabei auf einen Brief Schieles an Hoffmann vom 16. April 1914. Nach ihm nennt der Eintrag Gustav Nebehay, Karl Grünwald und Wilhelm Steiner, ab 1922 die Wiener Sammlerin Jenny Steiner.
Wurde das Gemälde Die Häuser am Meer von den Nationalsozialisten beschlagnahmt?
Ja. Es wurde Jenny Steiner im Oktober 1938 entzogen, nachdem sie nach Paris geflohen war, und im Februar 1941 im Wiener Dorotheum als Los 68 versteigert. Nach dem Krieg kam es zu Rudolf Leopold; das Leopold Museum einigte sich mit ihren Erben, 2011 mit ihrer einzigen Enkelin und 2012 mit den übrigen Erben.
Gibt es ein Foto von Schiele mit den Häusern am Meer?
Ja: 1914 fotografierte Anton Josef Trčka Schiele im Atelier, wie er mit seinen typischen ausdrucksstarken Gesten posiert und ein geschnitztes Spielzeugpferd hält, im Hintergrund die Häuser am Meer. Das Leopold Museum erwarb das Foto 2023.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe die richtige ist, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: fünf Häuser in einer Reihe mit Fassaden wie Gesichter, zwischen Meer und Himmel dahinter und Feldstreifen davor.
- Original: 1914, Ölfarben auf Leinwand, 119,7 x 99,5 cm, links unten signiert, Leopold Museum, Wien, Inv. 452.
- Unseres: handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, 10 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: Das Werk wurde 1938 Jenny Steiner entzogen; das Museum hat mit ihren Erben einen Vergleich geschlossen.









































