Beschreibung
»Port-en-Bessin, der Außenhafen bei Ebbe« ist ein Gemälde von Georges Seurat aus dem Jahr 1888, entstanden in dem Sommer, den der Maler im normannischen Badeort Port-en-Bessin verbrachte: Hinter den niedrigen Steinmauern des Hafens reihen sich am Ufer Häuser unter einem grünen Hang, die untere Hälfte der Leinwand nehmen helle Flächen aus seichtem Wasser und freigelegtem Grund ein. Das Original, Öl auf Leinwand im Format 66,7 x 54,3 cm, bewahrt das Saint Louis Art Museum unter der Nummer 4:1934 auf. Bei uns entsteht es als Kunstgemälde, handgemalt mit Ölfarben auf Leinwand, in acht Formaten oder nach Ihren Maßen; vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Port-en-Bessin, der Außenhafen bei Ebbe |
| Weitere Titel: | »Port-en-Bessin: The Outer Harbor (Low Tide)« |
| Maler: | Georges Seurat (1859–1891) |
| Entstehungsjahr: | 1888 |
| Originalgröße: | 66,7 cm x 54,3 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Pointillismus – Malen mit winzigen Farbpunkten |
| Standort: | Saint Louis Art Museum, Saint Louis (Inv.-Nr. 4:1934) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 8 Formate von 46 x 38 cm bis 150 x 120 cm, auf Wunsch nach Maß |
Port-en-Bessin, der Außenhafen bei Ebbe – Georges Seurat
Was zeigt das Gemälde?
Den äußeren Teil des Hafens von Port-en-Bessin bei Ebbe. Im Hintergrund stehen in einer langen Reihe Häuser mit graublauen und rötlichen Dächern, links darüber größere Gebäude auf einer Anhöhe, rechts ragen zwischen den Häusern Bäume auf, und das Ganze schließt unter dem Himmel ein niedriger grüner Hang ab. Vor den Häusern verläuft, von Öffnungen unterbrochen, die niedrige Steinmauer des Hafens, die rechts in einer abgerundeten Mole endet. An der Mauer, fast in der Mitte des Gemäldes, liegt ein kleines dunkles Boot, und über den Dächern erheben sich in der Ferne dünne Stangen. Die untere Hälfte der Leinwand nehmen weite, offene Flächen ein: ein heller Streifen an der Mauer, darunter ein wärmerer, rosa-orangefarbener Streifen und ganz unten blasses, grünliches, ruhiges Wasser. Von links ragt eine hohe steinerne Mole in die Szene, und vom unteren Rand zieht sich schräg zur Mitte ein schmaler heller Streifen, der an einen hölzernen Steg erinnert. Das Museum erwähnt ausdrücklich ein Segel im Vordergrund und die Fahnenstangen in der Ferne. Menschliche Gestalten lassen sich auf der Aufnahme des Museums nicht erkennen, und auch der Museumseintrag erwähnt keine.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Eine Leinwand im Querformat, von Rand zu Rand mit winzigen Farbpunkten bedeckt. Der Himmel besteht aus hellblauen, grauen und rosa Punkten, die aus der Entfernung zu einem gleichmäßigen, hellen Grau mit zarten Wolken verschmelzen. Die Häuser sind mit Punkten in Ocker, Weiß, Blau und Violett gemalt, der Hang dahinter mit dichten grünen und gelben Punkten. Die Steinmauern tragen kühle, blauviolette Schatten, das Wasser im unteren Teil setzt sich aus grünen, blauen und gelblichen Punkten zusammen. Darin liegt, was das Museum hervorhebt: Kleine Farbpunkte, nebeneinander aufgetragen, verschmelzen aus der Distanz zu einem Ganzen. Die Komposition ist aus klaren waagerechten Streifen aufgebaut – Himmel, Häuser, Mauer, Sand, Wasser –, die nur die senkrechte Mole links und der schräge Steg unten durchschneiden. Unten links zeigt die Aufnahme des Museums den Schriftzug Seurat; der Museumseintrag verzeichnet keine Inschriften auf dem Gemälde.
Warum ist dieses Gemälde bedeutend?
Weil es nach den Worten des Museums Seurats charakteristische Punkttechnik zeigt – das Auftragen kleiner Farbpunkte auf die Leinwand, die aus der Entfernung verschmelzen. Diese Malweise mit Punkten nennen wir heute Pointillismus, ein verwandter Begriff ist Neoimpressionismus. Das Museum betont außerdem den kräftigen geometrischen Aufbau des Gemäldes, der ein Gefühl von Ruhe und Ordnung vermittelt. Hinzu kommt eine reiche Ausstellungsgeschichte: Laut Eintrag war es schon 1889 und 1890 ausgestellt, also noch zu Lebzeiten des Malers, und später besaß es der Maler Théo von Rysselberghe. Georges Seurat, ein französischer Maler, hat es laut Museum gemalt, als er den Sommer in Port-en-Bessin verbrachte, und es ganz aus Punkten und ruhigen waagerechten Streifen aufgebaut.
Was bedeutet das Gemälde?
Das Museum schreibt, dass der feste geometrische Aufbau die Absicht des Malers ausdrückt, einen flüchtigen Moment wie etwas Ewiges wirken zu lassen. Die Ebbe ist genau so ein Moment: Das Wasser zieht sich zurück und kehrt in einigen Stunden wieder, auf dem Gemälde aber verharrt der Hafen in vollkommener Ruhe. Keine Wellen, keine Eile, keine Geschichte; nur Licht, Mauern, Häuser und ein kleines Segel. Deshalb beruhigt das Gemälde einen Raum, statt ihn aufzuwühlen. Die hellen Pastellfarben passen gut zu weißen Wänden, hellem Holz und blauen oder sandfarbenen Einrichtungstönen.
Welchen Weg hat das Original genommen?
Das Museum veröffentlicht die Provenienz und stützt sich dabei als Hauptquelle auf den Katalog von Robert Herbert zur Ausstellung »Georges Seurat, 1859-1891« von 1991–1992 (Kat.-Nr. 208). Nach der Dissertation von Susan Canning war es eines von zwei Gemälden Seurats, die 1889 auf der Ausstellung der Gruppe Les Vingt in Brüssel verkauft wurden; laut Herbert erwarb es damals mutmaßlich G. de la Hault aus Paris. Bei ihm war es spätestens 1890, als er es für die 6. Ausstellung der Société des artistes indépendants auslieh, und noch 1892, als er es für Ausstellungen in Brüssel und Paris verlieh. Spätestens ab 1904 und noch 1909 gehörte es dem Maler Théo von Rysselberghe (1862–1926) in Brüssel; in dieser Sammlung führen es der Katalog der Seurat-Retrospektive von 1905 und der Ausstellungskatalog von 1908–1909. Spätestens ab 1922 bis 1928 besaß es Charles Pacquement aus Paris; nach dem Katalog von 1934 kam es 1928 beim Verkauf seiner Sammlung zum Angebot. Bis 1929 hatte es George Bernheim aus Paris; von ihm kaufte es die Galerie M. Knoedler & Co. (New York, London, Paris), bei der es von 1929 bis 1934 unter der Lagernummer A539 geführt wurde. Von ihr erwarb es das Museum in Saint Louis am 4. Januar 1934. Laut Museum werden die Einträge regelmäßig ergänzt und können unvollständig sein.
Welchen Platz hat es unter Seurats Werken?
Es gehört zu den Leinwänden, die Seurat im Sommer 1888 in Port-en-Bessin malte. Vom selben Hafen und aus demselben Jahr bieten wir zwei weitere Kunstwerke an: Port-en-Bessin, Hafeneinfahrt, das das Museum of Modern Art in New York verwahrt, und Meereslandschaft bei Port-en-Bessin, Normandie aus der National Gallery of Art in Washington. Von derselben normannischen Küste stammt auch Boote bei Ebbe, Grandcamp, auf dem ebenfalls Ebbe zu sehen ist. Wer mehrere Häfen Seurats an der Wand möchte, kann diese Leinwände zusammen wählen und nebeneinander hängen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit Pinsel und Ölfarben, nie mit einem Drucker. Unser Maler arbeitet nach einer Aufnahme des Originals und baut die Leinwand wie Seurat aus winzigen Punkten auf: Zuerst legt er die waagerechten Streifen von Himmel, Häusern, Mauer und Wasser an, dann verdichtet er sie Schritt für Schritt mit Punkten reiner Farben, bis sie aus der Entfernung zu einem hellen Ganzen verschmelzen. Die pointillistische Technik verlangt Geduld, denn jeder Punkt muss an seiner Stelle sitzen. Da alles von Hand gemalt wird, gleicht keine Leinwand der anderen vollständig, und jede handgemalte Kopie ist ein Unikat. Eigene Aufnahmen einer fertigen Leinwand haben wir noch nicht; sobald wir das Motiv erstmals malen, fotografieren wir es und zeigen die Aufnahmen hier.
Welches Format für welche Wand?
Wenn Sie nicht sicher sind, welches Format Sie nehmen sollen, wählen Sie 70 x 60 cm. Es kommt dem Original mit 66,7 x 54,3 cm am nächsten: Unser Format ist 3,3 cm breiter und 5,7 cm höher. Das Querformat passt über eine Kommode, ein Sofa oder ein Bett. 46 x 38 und 50 x 40 cm eignen sich für kleinere Wände, Flure und Regale; 60 x 50, 70 x 60 und 80 x 65 cm füllen allein eine Wand im Wohn- oder Schlafzimmer; 90 x 75, 120 x 100 und 150 x 120 cm sind für große Wände gedacht, an denen die gepunktete Oberfläche auch aus der Ferne zur Geltung kommt. Alle Leinwandgemälde mit diesem Motiv entstehen auf Bestellung.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der acht Formate zu Ihrer Wand, malen wir nach Ihren Maßen und behalten die Proportionen des Originals bei, damit die waagerechten Streifen im Gleichgewicht bleiben; das ist unser Gemälde nach Maß. Jede Leinwand liefern wir auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Den Rahmen suchen Sie in unserer 3D-Anwendung aus, die für dieses Motiv goldene, silberne, schwarze, weiße und hölzerne Profile zeigt; sie dient nur der Rahmenwahl. Wie das Gemälde an Ihrer Wand aussieht, zeigt unser separater Dienst zur Raumvisualisierung.
Lieferung und Garantie
Jede Leinwand wird auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien gemalt, deshalb dauert es je nach Format 15 bis 45 Tage. Wir versenden sie gespannt, für den Transport geschützt und auf Wunsch gerahmt, innerhalb Sloweniens und der EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe; für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Sämtliche Seurat-Motive finden Sie in der Galerie Georges Seurat, und unser Artikel über Georges Seurat erklärt, wann die Reproduktion eines berühmten Gemäldes wirklich gelungen ist.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Saint Louis Art Museum, unter der Nummer 4:1934. Das Museum kaufte es am 4. Januar 1934; laut Museumseintrag ist es in Saal 218 ausgestellt.
Wann ist das Gemälde entstanden?
1888, als Seurat den Sommer im normannischen Badeort Port-en-Bessin verbrachte.
Was bedeutet die Ebbe im Titel?
Dass der Hafen bei Niedrigwasser gemalt ist: Das Meer hat sich zurückgezogen, deshalb nehmen seichtes Wasser und helle Streifen des Grundes die untere Hälfte ein.
Ist das ein Druck?
Nein. Unser Gemälde wird von Hand mit Ölfarben auf Leinwand gemalt; Punkte und Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar.
Welches Format soll ich wählen?
Für die meisten Wände 70 x 60 cm, das zugleich dem Original am nächsten kommt. Ausführliche Hinweise stehen weiter oben.
Kann ich ein Format bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja, wir malen nach Maß und behalten das Seitenverhältnis des Originals bei.
Warum besteht das Gemälde nur aus Punkten?
Weil Seurat die Farbe in kleinen Punkten auftrug, die aus der Entfernung verschmelzen; das Museum nennt das Seurats charakteristische Punkttechnik.
Wer besaß das Gemälde vor dem Museum?
Laut Museumseintrag G. de la Hault, der Maler Théo von Rysselberghe, Charles Pacquement, George Bernheim und die Galerie M. Knoedler & Co.
Steht das Original zum Verkauf?
Nein. Die Leinwand ist Eigentum des Museums in Saint Louis und wird nicht verkauft. Für Ihr Zuhause malen wir Ihnen das Motiv von Hand.
Wie hoch soll ich das Gemälde aufhängen?
Die Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; kleinere Formate hängen Sie tiefer, näher an den Platz, an dem Sie sitzen.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, vor allem für Liebhaber des Meeres, der Häfen oder der Normandie. Wer die Wahl dem Beschenkten überlassen möchte, findet bei uns einen Geschenkgutschein.
- Motiv: der Außenhafen von Port-en-Bessin bei Ebbe, mit Häusern, Steinmauern und Segel – 1888
- Original: 66,7 x 54,3 cm, Ölfarben auf Leinwand, Saint Louis Art Museum (Inv.-Nr. 4:1934)
- Unsere Ausführung: handgemalt, acht Formate von 46 x 38 bis 150 x 120 cm, immer auf Keilrahmen gespannt, auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: einst besaß das Gemälde der Maler Théo von Rysselberghe; der Katalog der Seurat-Retrospektive von 1905 führt es in seiner Sammlung









































