Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | um 1897–1905 |
| Originalgröße: | 45,8 cm x 37,8 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Gewebe |
| Standort: | Cleveland Museum of Art, Cleveland |
Vorstadt von Paris, um 1897–1905
Das Haus am Weg
Den linken Vordergrund nimmt ein niedriges helles Haus mit rotem Ziegeldach und zwei
Schornsteinen ein. Im Erdgeschoss stehen drei hohe Öffnungen mit orangebraunen Läden, auf
dem First eine Wetterfahne. Rechts vom Haus setzt sich eine niedrige Mauer fort und schließt
den Hof ab. Hinter dem Dach erhebt sich eine große volle grüne Krone – die dunkelste und
dichteste Form der linken Bildhälfte, die das Haus stützt und zugleich mit dem Himmel
verbindet.
Der Weg und zwei Gestalten
Aus der unteren linken Ecke windet sich ein sandiger Weg von blassgelblicher Farbe in die
Tiefe. An der Mauer stehen zwei kleine Gestalten: die eine mit hellem Strohhut und dunkler
Kleidung, die andere ganz dunkel. Sie messen kaum einige Prozent der Leinwandhöhe und stehen
doch genau dort, wo der Weg umbiegt – sodass der Blick ihnen ungefragt in die Ferne folgt.
Daneben steht ein dunkles Holzgestell mit kreuzweise verstrebten Balken.
Das Wasser und der Rettungsring
Rechts vom Weg öffnet sich eine breite helle Wasserfläche mit weich geschwungenem Ufer.
An ihrem Rand liegt unten rechts ein rotweißer Ring – ein Rettungsring, klein und sorgfältig
gemalt, in einer sonst stillen Landschaft das einzige Warnzeichen weit und breit. Näher zur
Mitte erhebt sich ein kleines weißes Dreieck, das sich als Segel lesen lässt. Das Wasser ist
nicht bewegt; es ist als eine gleichmäßige helle Fläche gemalt, ohne Wellen.
Das rechte Ufer und die Fahne
Am rechten Rand steht ein hohes helles mehrgeschossiges Gebäude mit dunklem Dach, daneben
hängt eine französische Trikolore an einer Stange. Dahinter ragen schlanke Pappeln in einer
Reihe auf, dazwischen sind niedrige Bauten mit roten Dächern zu sehen. Das ist die Vorstadt,
wie Rousseau sie aus dem Alltag kannte: ein paar Häuser, ein paar Bäume, Wasser und eine
einzige Fahne als Zeichen eines öffentlichen Gebäudes.
Ein Himmel, der die halbe Leinwand einnimmt
Die obere Hälfte gehört dem Himmel. Über der Landschaft breitet sich ein Band großer
grau-weißer Quellwolken mit weichen Rändern aus, darunter ist der Himmel blass blaugrün. Die
Wolken sind kein Schmuck: durch ihr Gewicht liest sich das untere Band aus Häusern und
Bäumen als schmaler Streifen, was in Rousseaus Vorstadtansichten häufig vorkommt. Ein
vergleichbares Flussmotiv unserer Reihe ist Die Ufer der Bièvre bei Bicêtre.
Museum und Eintrag
Das Original bewahrt das Cleveland Museum of Art unter der Inventarnummer 1929.951 auf,
erworben aus dem J.-H.-Wade-Fonds. Das Museum datiert es auf etwa 1897-1905 und führt die
Technik als Öl auf Gewebe – nicht als Öl auf Leinwand. Es gibt außerdem zwei Maße an:
gerahmt 56,5 x 65,5 cm und ungerahmt 37,8 x 45,8 cm. Das Gemälde selbst ist das ungerahmte
Maß, und dieses steht hier. Ein weiteres Pariser Motiv unserer Reihe ist Jardin du Luxembourg, eine
abendliche Vorstadtszene ist Ein Karnevalsabend.
Wie wir diese Leinwand anfertigen
Wir fertigen das Gemälde als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand an, auf
Bestellung und in der Größe Ihrer Wahl. Das Original ist auf Gewebe gemalt; unsere
Reproduktion entsteht in Öl auf Künstlerleinwand. Da das Original klein ist, bedeutet ein
größeres Maß, dass die winzigen Einzelheiten – die beiden Gestalten an der Mauer, der Ring
am Wasser, die Fahne – größer gemalt werden als im Original, und genau diese müssen genau
bleiben. Da in Handarbeit gearbeitet wird, weicht jedes Exemplar leicht vom vorigen ab. Ein
Porträt desselben Malers im Freien ist Vergangenheit und Gegenwart. Das gesamte Werk dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.









































