Beschreibung
Ankunft des Zuges aus der Normandie ist eine handgemalte Reproduktion von Monets Pariser Bahnhof: unter dem weiten Glasdach steigt Dampf in blauen Wolken auf, rechts steht eine dunkle Lokomotive mit hohem Schornstein, und über die grünlichen Gleise bewegen sich winzige Gestalten. Das Original misst 80,2 x 60,3 cm, ist Öl auf Leinwand und gehört dem Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1933.1158. Das Museum datiert es auf 1877 und nennt die Signatur unten links, „Claude Monet 77“. Wir malen es in acht Größen oder nach Ihrem Maß, mit einer Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe vor dem Versand.
| Titel: | Ankunft des Zuges aus der Normandie |
| Weitere Titel: | Arrival of the Normandy Train, Gare Saint-Lazare (Name im Museumseintrag) |
| Maler: | Claude Monet (1840–1926) |
| Entstehungsjahr: | 1877; signiert unten links „Claude Monet 77“ |
| Originalgröße: | 80,2 cm x 60,3 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Art Institute of Chicago (Inv.-Nr. 1933.1158) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Ankunft des Zuges aus der Normandie – Claude Monet
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Das Dach ist die Hauptsache. Die oberen zwei Drittel nimmt die Konstruktion der Halle ein: schräge Bänder aus Glas und Eisen, die von beiden Seiten zur Mitte laufen, und darunter hängt eine dichte Dampfwolke, blau und grau, die alles verwischt, was sie berührt. Rechts der Mitte steht eine Lokomotive, dunkel und fast schwarz, mit hohem Schornstein, aus dem der Dampf senkrecht aufsteigt. Links auf einem Nebengleis steht ein Güterwagen, daneben zwei Gestalten. In der Mitte sind im Dunst kaum die Häuser der Stadt und die hohe Dachkonstruktion der zweiten Halle auszumachen. Das untere Drittel nehmen die Gleise ein, in grünlichen und braunen Strichen gemalt. Die Signatur steht unten links, in dunkler Farbe.
Welcher Bahnhof ist das, und was sagt das Museum über ihn?
Der Bahnhof Saint-Lazare in Paris. Das Art Institute of Chicago hält fest, dieser Bahnhof sei Monet in den siebziger Jahren ein vertrauter und bedeutsamer Anblick gewesen: von dort fuhr er in die Normandie, wo er in den sechziger Jahren sein Malen im Freien entwickelt hatte, und von dort stiegen die Impressionisten in die Züge zu den Orten westlich und nördlich von Paris. Das Museum ergänzt, Monet habe sich hier auf die Bahnhofshalle aus Glas und Eisen konzentriert, weil er in ihr eine reizvolle Mischung aus Künstlichem und Natürlichem fand: den Dampf der Lokomotiven, unter der Konstruktion gefangen, und das Tageslicht, das durch die verglasten Teile des Daches fällt.
Wie ist das Werk datiert?
Mit einem einzigen Jahr, und das aus zwei voneinander unabhängigen Quellen. Das Museum nennt unter Datierung 1877, ohne Spanne und ohne vorsichtiges „um“. Auf der Leinwand steht eine Inschrift, die das Museum abschreibt: unten links „Claude Monet 77“. Da Museumseintrag und Jahreszahl auf der Leinwand übereinstimmen, nennen wir auf dieser Seite 1877 ohne Vorbehalt. Bei Monets Werken ist das nicht selbstverständlich: manche Werke tragen eine Spanne oder ein vorsichtiges „um“, weil das Museum sie so datiert, und dort nennen wir nirgends ein Jahr.
Was sagt der Museumseintrag zu den Maßen?
Das Werk gehört dem Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1933.1158. Die Maße nennt es in der Reihenfolge Höhe mal Breite, 60,3 x 80,2 cm; unsere Tabelle stellt die Breite voran, deshalb lesen wir hier 80,2 x 60,3 cm. Mit Rahmen misst das Ganze 80,7 x 100,4 x 10,2 cm. Diese Zahl korrigiert die, die vorher auf dieser Seite stand: wir nannten 59,6 x 80,2 cm, eine Angabe aus einer Datenbank. Das Museum misst seine Leinwand selbst und kommt auf 60,3 Höhe, also sieben Millimeter mehr. Das Museum vermerkt außerdem, dass das Werk derzeit nicht ausgestellt ist.
Die dritte Impressionisten-Ausstellung, April 1877
Eben diese Leinwand hing in der dritten Impressionisten-Ausstellung im April 1877, in der rue Le Peletier 6; im Katalog trug sie die Nummer 97 und den Namen „Arrivée du train de Normandie, gare St-Lazare“. Das Museum sagt, Monet habe bis zu jener Ausstellung acht seiner zwölf bekannten Leinwände vom Bahnhof Saint-Lazare fertiggestellt und sie wahrscheinlich im selben Raum gezeigt. Es fügt hinzu, diese Werke seien sein letzter Versuch gewesen, das Leben der Stadt darzustellen: danach wandte er sich der Landschaft zu und blieb bei ihr.
Der Weg nach Chicago: von Hoschedé zu Ryerson
Das Museum veröffentlicht eine ungewöhnlich lange Kette von Eigentümern, und jede Station stammt von ihm. Im März 1877 kaufte Ernest Hoschedé das Werk; 1878 ging es an den Sammler Georges de Bellio, nach dessen Tod 1894 an seine Tochter Victorine und den Schwiegersohn Eugène Donop de Monchy. Um 1899 hatte es das Haus Bernheim-Jeune, bis Oktober 1911 Paul Rosenberg, und am 13. Oktober 1911 kaufte es das Pariser Haus Durand-Ruel für 13.000 Franc und brachte es noch im Dezember nach New York. Von dort kam es an Martin A. Ryerson aus Chicago und mit seiner Sammlung 1933 ins Museum.
Zwölf Bahnhöfe Saint-Lazare — welcher ist unserer?
Zwölf bekannte Leinwände von diesem Bahnhof heißen, dass eine Verwechslung real ist, und zwei sind besonders trügerisch. Die erste hütet die National Gallery in London unter der Inventarnummer NG6479 und misst 73,6 x 54,3 cm — eine kleinere Leinwand mit demselben Glasdach. Die zweite ist in Harvard, unter der Nummer 1951.53, und heißt Der Bahnhof Saint-Lazare: Ankunft eines Zuges — dem Titel nach fast unsere, den Maßen nach mit 101,5 x 83 cm deutlich größer. Unseres ist das einzige, das das Art Institute of Chicago nach dem Zug aus der Normandie benennt, unter der Inventarnummer 1933.1158. Eine weitere, Der Bahnhof Saint-Lazare aus dem Pariser Musée d’Orsay, führen wir ebenfalls.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Bestellung malt ein Maler einzeln, mit Ölfarben auf Baumwoll- oder Leinengewebe. Ein Gemälde auf Leinwand entsteht bei uns ohne Druck, ohne Übertragung und ohne maschinellen Zwischenschritt. Dieses Motiv ist wegen des Dampfes anspruchsvoll: er ist kein Gegenstand mit Kante, sondern ein Übergang zwischen zwei Farben, und malt ihn der Maler als weißen Fleck, verschwindet das Dach dahinter, statt hindurchzuscheinen. Deshalb entsteht er in dünnen Schichten, die einander beim Trocknen überdecken. Die eisernen Träger des Daches dagegen müssen in einem Zug gezogen werden, sonst sackt die Konstruktion. Jedes Ölgemälde aus unserer Werkstatt ist ein wenig eigen. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl, von 40 x 30 bis 130 x 98 cm. Hier lässt sich etwas sagen, das bei anderen Werken Monets nicht zutrifft: das Maß 80 x 60 cm liegt zwei Millimeter in der Breite und drei in der Höhe vom Original entfernt. Es ist also zugleich das nächste der Größe nach und praktisch gleich im Seitenverhältnis, 1,33 gegenüber 1,33 des Originals. Die Szene ist niedrig und breit und passt über Sofa oder Kommode. Als Kunstgemälde im Esszimmer oder als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt 120 x 90 cm stärker, weil sich der Dampf im größeren Maß in einzelne Striche auflöst. Verwandte Motive finden Sie in der Galerie Claude Monet: Die Eisenbahnbrücke bei Argenteuil, Die Brücke bei Argenteuil und Der Tuileriengarten.
Anfertigung nach Maß, Keilrahmen und Rahmen
Wollen Sie das Verhältnis des Originals genau, führt nur die Anfertigung nach Maß dorthin: senden Sie Breite und Höhe in Zentimetern — obwohl bei diesem Werk das Maß 80 x 60 cm schon so nah liegt, dass Sie den Unterschied nicht sehen werden. Die Leinwand kann auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig geliefert werden, oder gerollt in der Hülse, wenn Sie selbst rahmen lassen. Ein Rahmen ist im Preis nicht enthalten. Zu dieser Szene passt ein dunkler schmaler Rahmen, der das Eisen des Daches aufnimmt; ein breiter goldener streitet mit diesem Werk.
Lieferung und Garantie
Die Anfertigung dauert in der Regel zwei bis drei Wochen, bei den größten Maßen einige Tage länger, denn das Öl muss zwischen den Schichten antrocknen. Kommt das Werk beschädigt an oder weicht es deutlich von der freigegebenen Aufnahme ab, tauschen wir es oder erstatten den Kaufpreis. Eine handgemalte Kopie ist kein Fabrikerzeugnis, kleine Abweichungen im Strich sind zu erwarten; ein Schaden oder ein falsches Motiv sind es nicht. Wir liefern in die Länder der Europäischen Union.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In Chicago, im Art Institute of Chicago, unter der Inventarnummer 1933.1158. Das Museum vermerkt, dass es derzeit nicht ausgestellt ist.
Welcher Bahnhof ist gemalt?
Saint-Lazare in Paris, der Bahnhof für die Normandie. Monet malte von dort zwölf bekannte Leinwände, acht davon vollendete er bis zur Ausstellung im April 1877.
Ist das Werk in der National Gallery dieselbe Leinwand?
Nein. NG6479 misst 73,6 x 54,3 cm und ist kleiner; unseres misst 80,2 x 60,3 cm und wird vom Museum nach dem Zug aus der Normandie benannt.
Ist das ein Druck?
Nein. Eine Reproduktion entsteht bei uns immer von Hand, in Öl auf Leinwand. Gedrucktes oder maschinell Übertragenes verkaufen wir nicht.
Welches Maß soll ich wählen?
Wollen Sie dem Original so nah wie möglich kommen, 80 x 60 cm: es weicht um zwei beziehungsweise drei Millimeter ab. Sonst messen Sie die Wand und nehmen etwa zwei Drittel ihrer Breite.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja. Die Anfertigung nach Ihrem Maß ist bei uns üblich, obwohl bei diesem Werk eines der Standardmaße schon fast genau das richtige ist.
Wie kommt das Werk zu mir?
Auf den Keilrahmen gespannt im festen Karton oder gerollt in der Hülse, nach Ihrer Wahl, mit Sendungsverfolgung. Zuvor erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass Dampf unter einem Glasdach ebenso malenswert ist wie eine Wolke über dem Feld, und dass der Impressionismus damit in die Stadt zog.
Ist das Original zu verkaufen und was ist es wert?
Nein. Es ist seit 1933 in öffentlicher Sammlung. Der letzte Preis, den das Museum nennt, sind 13.000 Franc von 1911, was über den heutigen Wert nichts aussagt.
Wie hoch soll ich es aufhängen?
Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden, über einem Möbel die Unterkante 20 bis 30 cm darüber. Mehr zum Hängen schreiben wir in unserem Blog.
Eignet sich das Werk als Geschenk?
Ja, und wenn Sie nicht wissen, welches Maß Sie wählen sollen, gibt es einen Geschenkgutschein, mit dem die Beschenkten Maß und Motiv selbst wählen.
- Motiv. Das Glas- und Eisendach der Halle über die oberen zwei Drittel, darunter eine blaue Dampfwolke, rechts eine dunkle Lokomotive, unten Gleise mit winzigen Gestalten.
- Original. Öl auf Leinwand, 80,2 x 60,3 cm, 1877, signiert unten links „Claude Monet 77“; Art Institute of Chicago, Inv.-Nr. 1933.1158, Sammlung Ryerson.
- Unseres. Acht Größen von 40 x 30 bis 130 x 98 cm; das Maß 80 x 60 cm liegt nur zwei und drei Millimeter vom Original entfernt.
- Wissenswert. Eben diese Leinwand hing in der dritten Impressionisten-Ausstellung im April 1877 unter der Katalognummer 97.









































