Beschreibung
Der barmherzige Samariter (nach Delacroix) ist das Gemälde, das Vincent van Gogh Anfang Mai 1890 in Saint-Rémy-de-Provence nach einem Druck eines Werks von Eugène Delacroix malte: Auf einem Weg durch eine felsige Schlucht hebt ein Mann in gelbem Gewand und blauer Hose einen verwundeten, halb nackten Reisenden auf ein braunes Pferd, am Boden liegt eine offene, leere Truhe, und in der Ferne entfernen sich kleine Gestalten. Das Original, Öl auf Leinwand, misst 73 x 59,5 cm und befindet sich im Kröller-Müller Museum in Otterlo. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in 16 Formaten von 40 x 50 bis 135 x 160 cm oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Der barmherzige Samariter (nach Delacroix) |
| Weitere Titel: | The Good Samaritan (after Delacroix) · De barmhartige Samaritaan (naar Delacroix) |
| Maler: | Vincent van Gogh (1853–1890) |
| Entstehungsjahr: | Anfang Mai 1890, Saint-Rémy-de-Provence |
| Originalgröße: | 73 cm x 59,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Postimpressionismus |
| Standort: | Kröller-Müller Museum, Otterlo (Inv.-Nr. KM 104.010) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 16 Formate oder nach Maß |
Der barmherzige Samariter (nach Delacroix) – Vincent van Gogh
Was zeigt das Gemälde Der barmherzige Samariter (nach Delacroix)?
In der Mitte der hohen Leinwand stemmt der Samariter, in langem gelbem Gewand, blauer Hose und hellen Pantoffeln, die Beine in den Boden und schiebt einen Verwundeten auf den Rücken eines braunen Pferdes. Der Verwundete ist halb nackt, sein Kopf mit einem weißen Tuch verbunden, von seinen Beinen rutscht ein blaues Tuch, und während er gehoben wird, klammert er sich an die Schultern seines Helfers.
Unten links liegt eine offene Truhe, leer, daneben ein blaues Tuch: Das haben die Räuber zurückgelassen. Weiter hinten, auf dem Weg, der aus der Schlucht hinaufführt, entfernen sich kleine Gestalten. Die Felsen um sie herum wirbeln in Bändern aus Blau, Weiß und Grün, und rechts fließt ein Bach vorbei.
Warum kopierte Van Gogh ein Gemälde von Delacroix?
Weil das Kopieren ihm erlaubte, in einer schweren Zeit weiterzuarbeiten. Laut dem Kröller-Müller Museum malte er dieses Werk nach einem weiteren schweren Zusammenbruch, in der Anstalt Saint-Paul in Saint-Rémy-de-Provence, in die er sich, wie Wikipedia festhält, selbst begeben hatte. Dort kopierte er mehr als 30 Werke von Künstlern, die er schätzte.
Er arbeitete nach einer schwarz-weißen Reproduktion, die das Museum einen Stich nennt, und schuf, wie das Museum schreibt, seine eigene Übersetzung in Farbe und auf Leinwand, gestützt auf seine Erinnerung an Delacroix’ Gemälde. Der englische Wikipedia-Artikel über Van Goghs Kopien zitiert seinen Brief über den Grund: Er habe unabsichtlich damit begonnen und dann gemerkt, dass er daraus lerne und dass sie ihm „eine Art Trost“ gäben.
Was bedeutet Der barmherzige Samariter (nach Delacroix)?
Das Motiv ist ein Gleichnis aus dem Lukasevangelium. Ein Reisender wird überfallen und am Weg liegen gelassen, zwei Männer gehen an ihm vorbei, und ein Samariter, ein Fremder, hält an, verbindet seine Wunden und setzt ihn auf sein eigenes Tier. Die Geschichte beantwortet die Frage, wer als Nächster handelt.
In der Lesart des Museums ist die Wahl des Motivs kein Zufall: Der Samariter ist der mitfühlende Mann, der seine Reise unterbricht, um einem Wehrlosen zu helfen, und auch Van Gogh musste sich erholen. Das Museum vermutet, dass er mit diesem Gemälde vielleicht auch auf seinen Bruder Theo anspielt, seinen eigenen barmherzigen Samariter, der immer für ihn da war.
Wo ist das Original?
Das Original befindet sich im Kröller-Müller Museum in Otterlo in den Niederlanden, das es unter dem Titel De barmhartige Samaritaan (naar Delacroix) führt, Anfang Mai 1890, Öl auf Leinwand, unter der Inventarnummer KM 104.010. Der Museumseintrag gibt die Leinwand mit 73 cm Höhe und 59,5 cm Breite an.
Das Museum sieht in Delacroix Van Goghs geistigen Mentor in der Farbe und verweist auf die Kontraste von Blau und Violett gegen Gelb sowie von Rot gegen Grün, ebenso auf die schweren Linien und den welligen Pinselstrich. Es zitiert Van Gogh zu seiner Methode: „Der vage Zusammenklang von Farben, die im selben Gefühl stehen, wenn auch nicht richtig – das ist meine eigene Interpretation.“
Der barmherzige Samariter (nach Delacroix) oder ein anderer Van Gogh – welches wählen?
Wikipedia nennt solche Werke „Übersetzungen“: Van Gogh wollte andere Künstler nicht nachahmen, sondern übertrug ihre Motive in seine eigene Farbe und Technik. Drei der nächsten Verwandten in unserem Sortiment gehören zu dieser Gruppe. Pietà (nach Delacroix) von 1889 folgt einer Lithografie eines anderen Gemäldes von Delacroix. Die Siesta von 1890 folgt Jean-François Millets Mittagsruhe, und Die Runde der Gefangenen einem Druck von Gustave Doré.
Das vierte, An der Schwelle der Ewigkeit, ist ein weiteres Figurengemälde aus derselben Zeit seines Lebens. Der Samariter passt als Geschichte der Hilfe an eine hohe Wand, die Pietà in eine ruhige Ecke, Die Siesta zu warmen Gelbtönen und Die Runde der Gefangenen als dunklerer Akzent ins Arbeitszimmer.
Wie entsteht unser handgemaltes Gemälde Der barmherzige Samariter (nach Delacroix)?
Der Maler skizziert zuerst die beiden Gestalten, das Pferd und den Weg und prüft die Proportionen am Original. Dann folgen die wirbelnden Felsen und der Himmel, danach der Bach und das Ufer, dann das gelbe Gewand und die blaue Hose, das Pferd und die Truhe und zuletzt die Gesichter, die Hände und die dunklen Umrisse. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand mit echtem Impasto: Die Farbe wird dick aufgetragen, sodass die Pinselstriche wie beim Original über der Leinwand stehen und das Licht fangen.
Bei diesem Gemälde zeigt sich das Relief am stärksten in den welligen Strichen der Felsen, in den Falten des gelben Gewands und in den kurzen Strichen des Grases am Weg. Ein Druck zeigt nur eine flache Fläche, auf unserem Gemälde sind die Striche echt.
Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, die eigens für Ihre Bestellung entsteht, darum gleicht keines genau dem anderen.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 40 x 50 oder 55 x 66 cm für eine schmale Wand im Flur oder neben einer Tür, 64 x 80 oder 80 x 100 cm über einer Kommode oder einem Bett und 100 x 120 oder 120 x 140 cm über dem Sofa oder an einer hohen Wand.
Es gibt 16 Formate: 40 x 50, 55 x 66, 60 x 70, 64 x 80, 70 x 85, 75 x 90, 80 x 100, 85 x 105, 90 x 110, 93 x 115, 100 x 120, 105 x 125, 110 x 130, 120 x 140, 127 x 150 und 135 x 160 cm (Breite x Höhe). Das Original ist 59,5 cm breit und 73 cm hoch, daher kommen ihm unsere Formate 60 x 70 und 64 x 80 cm am nächsten, und 40 x 50, 64 x 80 und 80 x 100 cm treffen seine Proportionen fast genau. Das kräftige Gelb und Blau wirken am besten an einer weißen, cremefarbenen oder hellgrauen Wand und in warmem Licht, wo das Ölgemälde zur Geltung kommt. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Breite des Möbels darunter einnehmen.
Hängen Sie es so auf, dass die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden liegt. Über Sofa, Bett oder Kommode lassen Sie 20 bis 30 cm zwischen Möbel und Unterkante frei.
Was, wenn ich ein Sonderformat oder einen Rahmen brauche?
Passt keines der 16 Formate zu Ihrer Wand, malen wir es nach Maß, in jeder Breite und Höhe. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Das Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist unser separater Service der Raumplatzierung. Eine goldene Leiste greift das gelbe Gewand auf, eine dunkle Holz- oder schwarze Leiste gibt den blauen Felsen einen festen Rand.
Wie laufen Lieferung und Gewährleistung ab?
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe, und wir korrigieren alles, was nicht stimmt. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Van Gogh Gemälde finden Sie unter allen unseren Gemälden von Vincent van Gogh, mehr über den Maler in unserem Beitrag über Vincent van Gogh. Sind Sie sich beim Format eines Geschenks unsicher, gibt es einen Geschenkgutschein, mit dem die beschenkte Person selbst wählt.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original des Gemäldes Der barmherzige Samariter (nach Delacroix) heute?
Im Kröller-Müller Museum in Otterlo in den Niederlanden. Das Museum führt es als Öl auf Leinwand, Anfang Mai 1890 gemalt, unter der Inventarnummer KM 104.010 und mit dem niederländischen Titel De barmhartige Samaritaan (naar Delacroix). Van Gogh malte es in Saint-Rémy-de-Provence, in der Anstalt, in der seine Kopien nach anderen Künstlern entstanden.
Wann und wo malte Van Gogh das Gemälde Der barmherzige Samariter (nach Delacroix)?
Anfang Mai 1890, in der Anstalt Saint-Paul in Saint-Rémy-de-Provence, in die er sich selbst begeben hatte. Das Kröller-Müller Museum datiert es auf Anfang Mai 1890 und schreibt, er habe es nach einem weiteren schweren Zusammenbruch gemalt. Es gehört zu den mehr als 30 Kopien nach anderen Künstlern, die er während seines Aufenthalts dort malte.
Nach welchem Werk von Delacroix entstand Van Goghs barmherziger Samariter?
Nach Eugène Delacroix’ Gemälde mit demselben Motiv, das Van Gogh aus einer schwarz-weißen Reproduktion kannte; das Kröller-Müller Museum nennt sie einen Stich. Er ahmte es nicht sklavisch nach: Die Farben sind seine eigenen, gewählt aus der Erinnerung an Delacroix’ Gemälde. Laut Wikipedia wollte er schon 1889 genau diesen Samariter von Delacroix kopieren, neben anderen Werken.
Was erzählt das Gleichnis vom barmherzigen Samariter?
Es ist eine Geschichte, die Jesus im Lukasevangelium erzählt. Ein Reisender auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho wird überfallen und halb tot liegen gelassen. Ein Priester und ein Levit sehen ihn und gehen vorüber. Ein Samariter, ein Fremder für ihn, hält an, verbindet seine Wunden, setzt ihn auf sein eigenes Tier und bezahlt einen Wirt für seine Pflege.
Wer sind die Gestalten im Hintergrund des Gemäldes Der barmherzige Samariter (nach Delacroix)?
Es sind die Reisenden, die nicht anhielten. Im Gleichnis gehen vor dem Samariter erst ein Priester und dann ein Levit an dem Verwundeten vorbei, und im Gemälde entfernen sich kleine Gestalten links in der Ferne auf dem Weg. Die offene, leere Truhe im Vordergrund zeigt, was die Räuber zurückgelassen haben.
Warum wählte Van Gogh das Motiv des barmherzigen Samariters?
Das Kröller-Müller Museum hält es nicht für Zufall: Der Samariter unterbricht seine Reise, um einem Wehrlosen zu helfen, und Van Gogh erholte sich damals selbst von einem Zusammenbruch. Das Museum liest das Gemälde auch als mögliche Anspielung auf seinen Bruder Theo, seinen eigenen barmherzigen Samariter. Wikipedia verbindet die Wahl mit seiner Lektüre der Nachfolge Christi.
Wie groß ist das Original des Gemäldes Der barmherzige Samariter (nach Delacroix)?
73 cm hoch und 59,5 cm breit, laut Kröller-Müller Museum, ein mittleres Hochformat. Unsere Formate 60 x 70 und 64 x 80 cm kommen ihm am nächsten. Wenn Sie die Szene größer möchten, gibt es 16 Formate bis 135 x 160 cm sowie Anfertigungen nach Maß in jedem Verhältnis, das Ihre Wand verlangt.
Welches Format des Gemäldes Der barmherzige Samariter passt ins Wohnzimmer?
Über dem Sofa wählen Sie 100 x 120 oder 120 x 140 cm, damit das Kunstgemälde einen guten Teil der Sofabreite einnimmt und die Figuren auch vom anderen Ende des Raums zu erkennen sind. Für eine schmalere Wand oder über einem Sideboard genügt 64 x 80 oder 80 x 100 cm. Für eine hohe Wand oder ein Treppenhaus ist 135 x 160 cm das größte Format.
Hat Ihr Gemälde Der barmherzige Samariter die erhabenen Pinselstriche des Originals?
Ja. Wir malen unseren Samariter in Impasto: Die Farbe wird dick aufgetragen, sodass die Pinselstriche wie auf Van Goghs Original über der Leinwand stehen. Am besten sieht man das in den welligen Strichen der blauen und weißen Felsen, in den Falten des gelben Gewands und im Gras am Weg, wo das Relief das Licht fängt.
- Motiv: in einer felsigen Schlucht hebt der Samariter in Gelb und Blau einen verwundeten, halb nackten Mann auf ein braunes Pferd; am Boden eine offene, leere Truhe, in der Ferne entfernen sich Gestalten.
- Original: Anfang Mai 1890, Saint-Rémy-de-Provence, Öl auf Leinwand, 73 x 59,5 cm, Kröller-Müller Museum, Otterlo.
- Unsere Fassung: handgemalt in Öl auf Leinwand, in 16 Formaten von 40 x 50 bis 135 x 160 cm oder nach Maß.









































