Beschreibung
L’enfant gras ist eine kleine Leinwand von 1915, die die Pinacoteca di Brera in Mailand verwahrt. Der französische Titel bedeutet das dicke Kind und beschreibt, was zu sehen ist: ein rundes Kindergesicht mit kräftigen Wangen, in wenigen breiten Flächen gemalt. Bei uns entsteht daraus eine handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, auf Bestellung, in acht Größen oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand.
| Titel: | L’enfant gras |
| Weitere Titel: | Enfant gras (Titel nach dem Eintrag der Pinacoteca di Brera) |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | 1915 |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 38 × 46 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus, École de Paris |
| Standort: | Pinacoteca di Brera, Mailand – Sammlung Lamberto Vitali |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
L’enfant gras – Amedeo Modigliani
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Ein Kind, bis zu den Schultern gegeben, fast frontal zum Betrachter gewendet. Das Gesicht ist rund und voll, was bei Modigliani die Ausnahme ist – seine Gesichter sind in der Regel längliche Ovale. Die Wangen sind breit und rötlich, das Kinn klein, der Mund winzig. Die Augen sitzen hoch und sind nicht symmetrisch. Das Haar ist dunkel und kurz, über die Stirn gekämmt. Die Kleidung ist einfach und dunkel. Der Grund ist einheitlich, ohne Gegenstände und ohne Tiefe. Die ganze Leinwand ist aus wenigen breiten Flächen aufgebaut und wirkt gerade deshalb größer, als sie ist: mit 38 × 46 cm gehört sie zu den kleinsten dieses Regals.
Das Jahr 1915 und „le grand style“
Der Eintrag der Brera stellt diese Leinwand in einen genau bestimmten Moment. 1915 ist das Jahr, in dem Modigliani nach eigenen Worten le grand style begann – eine Reihe von Porträts und Akten mit stark geometrisierten Zügen, mit unwirklichen Tönen, in breiten und dichten Flächen aufgetragen. Genau das ist der Grund, weshalb das Kindergesicht hier so flächig ist: es ist keine Ungeschicklichkeit, sondern eine Entscheidung. In dieselbe Reihe gehört auch Bildnis Moïse Kisling, das ebenfalls die Brera verwahrt. Aus demselben Jahr stehen auf unserem Regal Madam Pompadour und Roter Kopf, später dann Der Knabe. Den Kreis, in dem Modigliani damals arbeitete, nennen wir heute École de Paris. Die ganze Auswahl steht in der Galerie von Amedeo Modigliani, und über den Maler haben wir einen längeren Artikel geschrieben.
⚠️ Der Eintrag zum Original und eine Korrektur der Sammlung
Das Original ist Öl auf Leinwand, und die Brera misst es mit 45,5 × 37,5 cm; unsere Angabe 38 × 46 cm ist dieses Maß, auf ganze Zentimeter gerundet. Hier haben wir korrigiert, und die Korrektur ist eine Erklärung wert. Unsere Seite nannte zuvor die Sammlung Emilio Jesi als den Weg dieser Leinwand in die Brera. Das trifft nicht zu. Der Eintrag der Brera unterscheidet die beiden Wege ausdrücklich: diese Leinwand war zuvor im Besitz von Paul Guillaume und wurde 1938 bei der Mailänder Galerie Barbaroux vom Sammler Lamberto Vitali erworben; mit der Schenkung Jesi kam dagegen das Bildnis Moïse Kisling in die Brera, nicht dieses Werk. Falsch war also nur diese Seite. Der Weg über Jesi gilt für das Kisling-Porträt, und dort nennen wir ihn richtig. Eine Inventarnummer nennen wir nicht: die öffentliche Seite des Museums gibt für dieses Werk keine an, die Sammlung dagegen schon, und mehr behaupten wir nicht. Das Werk hat außerdem einen eigenen Datensatz bei Wikidata.
Wer war Lamberto Vitali?
Vitali war ein Mailänder Sammler und einer der ersten in Italien, die Modigliani ernst nahmen. Dessen Werk lernte er 1922 auf der Biennale von Venedig kennen, sieben Jahre nach der Entstehung dieser Leinwand, und 1929 gab er gemeinsam mit dem Verleger und Kritiker Giovanni Scheiwiller eine kleine Sammlung von Zeichnungen Modiglianis heraus. Im Vorwort schrieb er einen Satz, den die Brera bis heute zitiert: entweder sei er selbst blind, oder Italien werde sich entschließen müssen, in Modigliani einen Zeichner anzuerkennen, der neben seinen Klassikern der Vergangenheit bestehen kann. 1922 war das keine allgemeine Meinung; einige Jahrzehnte später wurde sie es.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Es malt ein Maler, mit dem Pinsel, in Öl auf Leinwand, auf Ihre Bestellung. Jedes Kunstgemälde braucht einige Wochen, und jedes Exemplar fällt etwas anders aus; das ist keine Abweichung, sondern die Folge davon, dass ein Mensch malt und keine Maschine. Bei diesem Motiv liegt die Falle offen zutage: ein Kindergesicht lässt sich leicht niedlich malen, und das Original ist nicht niedlich – es ist ernst und ein wenig abwesend. Der Maler weicht die Flächen deshalb nicht auf und setzt keine Lichter in die Augen. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Leinwand und geben sie frei. Es ist niemals ein Druck.
Welche Größe für welche Wand?
Für dieses Motiv empfehlen wir 50 × 60 cm. Das Original ist klein, das Gesicht aber aus breiten Flächen aufgebaut und verträgt die Vergrößerung besser als die meisten Porträts dieses Regals; 60 × 75 cm ist deshalb eine durchaus mögliche Wahl für eine Hauptwand. Für ein Kinderzimmer oder den Flur genügt 40 × 50 cm. Wünschen Sie ein postimpressionistisches Gemälde in einem Maß, das nicht in der Liste steht, fertigen wir es nach Wunsch.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In der Pinacoteca di Brera in Mailand, in der Sammlung Lamberto Vitali.
Warum nennen Sie keine Inventarnummer?
Weil die öffentliche Seite des Museums für dieses Werk keine angibt. Die Sammlung nennen wir, weil das Museum sie nennt; Nummern erfinden wir nicht.
Wie genau folgt unsere Leinwand den Proportionen des Originals?
Das Original misst 38 × 46 cm. Am nächsten kommt unser Maß 50 x 60 cm, das vom Verhältnis des Originals um 0,88 % abweicht.
- Motiv: rundes Kindergesicht bis zu den Schultern, breite rötliche Wangen, hoch sitzende Augen, einheitlicher Grund
- Original: 38 × 46 cm, Öl auf Leinwand, 1915, Pinacoteca di Brera, Mailand, Sammlung Lamberto Vitali
- Unsere Fassung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße oder nach Maß, mit einer Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: die Sammlung haben wir korrigiert – in die Brera kam diese Leinwand nicht mit Jesi, sondern über Vitali
Die Augen auf dieser Leinwand sind ohne Pupillen gemalt. Wir haben alle 76 Werke Modiglianis auf diesem Regal gezählt: 53 sind so, 17 nicht – Werk für Werk.









































