Beschreibung
Madam Pompadour – handgemaltes Ölgemälde nach Amedeo Modigliani
Madam Pompadour ist ein Porträt von 1915 und eines der wenigen Werke Modiglianis, die ihr eigenes Datum tragen: Madam / Pompadour / 1915 steht unten in der Mitte in die Farbe geschrieben, die Signatur modigliani unten rechts. Als handgemaltes Ölgemälde lebt die Arbeit von einer einzigen Geste — einem gewaltigen dunklen Hut, der über die Stirn fällt und ein Drittel der Leinwand mitnimmt. Das Original befindet sich im Art Institute of Chicago, in der Joseph Winterbotham Collection.
Was auf der Leinwand zu sehen ist
Die Frau ist als Brustfigur wiedergegeben und leicht nach links gewendet. Der Hut ist gross und dunkel, mit weicher breiter Krempe über den Brauen und einem helleren Band um den Kopf. An den Schläfen zeigt sich kastanienbraunes Haar. Das Gesicht ist eine lange Maske in Rosa-Ocker, die Augen leere Mandeln ohne Pupillen — Modigliani lässt sie oft blicklos, wenn ein Gesicht Form bleiben und nicht Person werden soll. Der Mund ist klein und dunkel. Der lange Hals trägt ein dunkles blaugrünes Oberteil. Der Grund ist blaugrau und leer. Inschrift und Signatur sind am Original mit blossem Auge zu lesen.
Der Titel ist ein Scherz über einen Hut, keine Aussage über die Dargestellte
Madame de Pompadour starb 1764, der Titel benennt also nicht die Frau, die dem Maler sass. Der Name ist Modiglianis Scherz über den Hut — jenes breite, herrschaftliche Stück Kopfbedeckung, das der Dargestellten eine zurückhaltende, beinahe höfische Haltung verleiht. Der Museumseintrag nennt keine Dargestellte, und deshalb nennen auch wir keine; die Literatur schlägt häufig Beatrice Hastings vor, doch das ist eine Vermutung und keine Museumsangabe. Wir behalten auch die Schreibweise des Hauses bei — Madam, ohne auslautendes e, genau so, wie der Maler es auf die Leinwand schrieb.
Zum Original
Das Original ist Öl auf Leinwand. Das Museum misst es 61,1 cm hoch und 50,2 cm breit; wir nennen zuerst die Breite, bei uns steht also 50,2 x 61,1 cm. Die Angaben wurden unmittelbar aus dem Eintrag des Art Institute of Chicago gelesen: Jahr 1915, Technik Öl auf Leinwand, Joseph Winterbotham Collection, Inventarnummer 1938.217. Die Jahreszahl muss hier nicht zugeschrieben werden — das Werk trägt sie auf seiner Oberfläche. Die Besitzerkette des Hauses ist namentlich und lückenlos: Paul Guillaume erwarb es bis 1916 direkt vom Künstler; bis Dezember 1920 war es bei Léopold Zborowski; im März 1933 wechselte es in Paris auf einer Auktion den Besitzer; und Ende 1937 hatte es New York erreicht. Unter den Gemälden auf Leinwand dieser Jahre ist das eine seltene Vollständigkeit.
Was Sie erhalten
Wir malen das Werk von Hand, Öl auf Leinwand, auf Bestellung und in der Grösse Ihrer Wahl, auch nach Mass. Das Motiv lohnt eine Wand über einer Kommode oder im Entree, weil es auf Distanz wirkt: die dunkle Masse des Hutes trägt durch den ganzen Raum, das Gesicht öffnet sich erst aus der Nähe. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Leinwand. Es ist von Hand gemalt und kein Druck.
| Entstehungsjahr: | 1915 |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 50,2 x 61,1 cm |
| Malstil: | Expressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Art Institute of Chicago, Joseph Winterbotham Collection, Inv. 1938.217 |
Der Maler schrieb einen Namen und ein Jahr auf diese Leinwand, aber keine Dargestellte. Hundert Jahre später wissen wir, wann sie entstand und wie sie heisst — nicht aber, wer die Frau unter dem Hut war.









































