Beschreibung
Tote Mutter I ist ein Werk Egon Schieles von 1910: oben das blasse, eingefallene Gesicht einer sterbenden Mutter, in der Mitte ein glühend oranges Oval mit einem Kinderkopf und kleinen roten Händen, alles umhüllt von einer Masse kreisender schwarzer Striche. Das Original befindet sich im Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer 475; es misst 25,7 x 32,1 cm – 25,7 cm breit und 32,1 cm hoch, eine kleine, hochgestellte Tafel. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, in dreizehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Tote Mutter I |
| Andere Titel: | Dead Mother I · Mrtva mati I |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1910; rechts oben monogrammiert und datiert „S. 10.“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 25,7 cm x 32,1 cm |
| Originaltechnik: | Öl, Bleistift auf Holz |
| Stil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv. 475) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 13 Größen von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Tote Mutter I – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Zwei Köpfe und drei Hände auf schwarzem Grund. Oben liegt geneigt das Gesicht der Mutter, blass graugelb, mit eingefallenen Zügen und halb geschlossenem Auge, gerahmt von dunkelbraunem Haar; am rechten Rand läuft ihre blasse Schulter hinab. Fast der ganze übrige Teil der Tafel ist schwarz, in dicken kreisenden Strichen aufgetragen, die sich wie eine Hülle herumlegen. Mitten in diesem Schwarz sitzt ein warmes oranges Oval, und darin das Kind: ein zur Seite gedrehter Kopf mit rotem Mund und einem sichtbaren Auge, dazu zwei kleine rote Hände, eine davon mit gespreizten Fingern erhoben. Links unten liegt über dem Schwarz eine große, knochige, blasse Hand – die der Mutter. Rechts oben stehen klein und weiß Monogramm und Datum.
Wer ist das Kind?
Laut Museumseintrag das ungeborene Kind. „Ein Kokon aus breiten Pinselstrichen umschließt das ungeborene Kind, dessen in Untersicht gegebener Kopf und die segensgleich gehobene Linke das glühend-helle Zentrum der Komposition bilden.“ Die Mutter, in kühlen, dunkeltonigen Farben, nimmt dem Eintrag zufolge „mit eingefallenen Zügen und brechenden Augen Abschied“, und die vermeintlich schützende Geste der ausgezehrten Hand schreibt den Eindruck des Sterbens fort. Das ist die Lesart des Museums, das die Arbeit besitzt, und wir geben sie als die seine wieder.
Besiegelt der Tod der Mutter das Schicksal des Kindes oder befreit er es?
Das Museum lässt beides offen: Ob ihr Tod auch das Schicksal des Ungeborenen besiegeln wird oder dadurch seine Fesseln gesprengt werden – „beide Interpretationswege sind in dem Gemälde angelegt“. Es liest das Werk zudem als eine einprägsame Engführung von Sexualität und Tod anhand des Mutter-Kind-Themas. Auch wir entscheiden uns nicht.
Wie schnell ist es entstanden?
Laut Arthur Roessler (1877–1955), den das Museum anführt, malte Schiele es am Weihnachtstag des Jahres 1910 innerhalb weniger Stunden. Er war zwanzig. Wenige Monate später zählte er diese erste Version der Toten Mutter laut Eintrag selbst zu seinen besten Arbeiten.
Worauf ist das Original gemalt?
Auf Holz. Laut Eintrag ist die Technik Öl und Bleistift auf einer Holztafel, Monogramm und Jahr „S. 10.“ stehen rechts oben. Unsere Reproduktion wird in Ölfarben auf Leinwand gemalt. Wir geben das nicht als dasselbe aus: Eine kleine Tafel in Öl und Bleistift und eine gespannte Leinwand sind verschiedene Träger, und wir nennen den Unterschied.
Ist das Format hoch oder quer?
Hoch. Unsere Stufen folgen ihr im Hochformat, von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm. Die Höhe gibt dem Schwarz Raum, sich von oben bis unten um das Oval zu legen.
Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?
In der Größe des Originals nicht: Die Tafel misst 25,7 x 32,1 cm, und unsere kleinste Stufe, 50 x 65 cm, ist etwa doppelt so breit und doppelt so hoch. Im Seitenverhältnis kommt es auf die Stufe an. Das Original hat ein Verhältnis von 1 : 1,249, und vier Stufen kommen ihm in der Höhe auf zwei Millimeter nahe: 60 x 75 cm, 80 x 100 cm, 120 x 150 cm und 65 x 81 cm. Die übrigen neun sind höher geschnitten, um etwa 2,5 cm oder etwa 5 cm; am weitesten entfernt sind 50 x 65 cm, 100 x 130 cm, 140 x 180 cm und 160 x 205 cm. Wenn Ihnen das genaue Verhältnis wichtig ist, wählen Sie eine der vier oder ein Maß nach Wunsch.
Woher kommt das Werk und wo ist es heute?
Diese Seite trug bisher keinen Provenienzvermerk – bei diesem Werk gab es keinen, was wir offen sagen, statt stillschweigend einen Ersatz zu liefern. Was folgt, ist die Kette, wie das Museum sie veröffentlicht, und sie ist kurz: Arthur Roessler, Wien, von vor 1913 bis 1951; Rudolf Leopold, Wien, von 1951 bis 1994; und ab 1994 die Leopold Museum-Privatstiftung. Die Deutung ist unsere. Der erste Eigentümer trägt den Namen der Quelle, die das Museum für die Entstehung anführt, Arthur Roessler, und der Eintrag nennt für ihn kein Anfangsjahr, nur „vor 1913“. Für Leopold nennt er ein Dossier von Sonja Niederacher vom 30. April 2011 und das Buch, das Diethard Leopold 2018 über Rudolf Leopold schrieb. Roesslers Name eröffnet auch die Kette von Versinkende Sonne aus derselben Sammlung. Das Werk ist heute im Leopold Museum unter der Inventarnummer 475; der gesamte Schiele-Bestand des Museums ist auf der Egon-Schiele-Seite des Leopold Museums vorgestellt.
Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?
Am Anfang eines Themas, zu dem er immer wieder zurückkehrte. Das Museum nennt spätere Werke, die das Mutter-Kind-Thema fortführen, darunter Mutter und Kind von 1912; aus demselben Jahr wie Mutter und Kind stammt, ebenfalls eine kleine Tafel, das Selbstbildnis mit gesenktem Kopf. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Egon Schiele, mehr zum Leben des Malers im Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde hält es Leben und Tod auf einer kleinen Tafel. Versinkende Sonne ist Öl auf Leinwand; diese Tafel ist es nicht.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler mit Ölfarben, Strich für Strich; es ist kein maschineller Abzug – unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Stellen sind hier die schwierigsten. Die erste ist das Schwarz: Es ist kein flacher Hintergrund, sondern dicke Striche, die um das Oval kreisen, und ihre Richtung macht die Hülle; malt der Maler es als glattes Schwarz, verschwindet der Kokon. Die zweite ist der Gegensatz der beiden Gesichter – das warme, glühende Orange des Kindes und die kühle, gräuliche Blässe der Mutter müssen weit auseinanderbleiben; wärmt der Maler die Mutter oder kühlt er das Kind, verliert das Werk den Unterschied zwischen dem Lebenden und der Sterbenden. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Fotografie zur Freigabe, erst dann geht sie in den Versand. Für diese Werkfamilie haben wir keine Atelierfotos – in unserer Werkstatt wurde sie noch nicht fotografiert, und es wurde nichts entfernt; wenn sie das nächste Mal gemalt wird, fotografieren wir sie und ergänzen die Aufnahmen hier. Als Reproduktion auf Leinwand ist sie auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: Das Motiv ist intim und braucht keine Größe. Für eine schmale Wand, einen Flur oder neben einer Tür 50 x 65 cm oder 60 x 75 cm, über einer Kommode 80 x 100 cm, für einen großen Raum 120 x 150 cm bis 160 x 205 cm. Unsere kleinste Größe ist 50 x 65 cm, schon etwa doppelt so groß wie das Original. Als Kunstgemälde verändert sich dieses Motiv mit dem Maßstab: In den kleinen Stufen behält es die Nähe der Tafel, in den großen wird das kreisende Schwarz zum Ersten, was man sieht.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Ansicht an Ihrer eigenen Wand. Der Rahmen wird gesondert gewählt und muss nicht Teil der Bestellung sein.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe, und sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Die Fertigungszeit richtet sich nach der Größe und der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Was zeigt Schieles Tote Mutter I?
Eine sterbende Mutter und, nach der Deutung des Leopold Museum, ihr ungeborenes Kind: Der leuchtende Kopf des Kindes und seine kleine erhobene Hand liegen in einem Kokon aus breiten schwarzen Pinselstrichen, das Gesicht der Mutter darüber ist bleich und eingefallen. Das Museum liest das Werk als eindrückliche Verbindung von Sexualität und Tod und lässt offen, ob der Tod der Mutter das Schicksal des Kindes besiegelt oder es befreit.
Warum heißt es Tote Mutter I?
Weil es die erste Fassung ist: Ein Jahr später, 1911, malte Schiele Tote Mutter II, die auch als Die Geburt des Genius bekannt ist. Das Mutter-Kind-Thema begleitete ihn weiter, und das Leopold Museum nennt spätere Werke, die es fortführen, darunter Mutter und Kind von 1912.
Wann entstand Tote Mutter I?
Im Jahr 1910; die Tafel ist rechts oben mit „S. 10.“ monogrammiert und datiert. Laut Arthur Roessler, den das Museum anführt, malte Schiele sie am Weihnachtstag 1910 innerhalb weniger Stunden. Er war damals zwanzig.
Wer war Arthur Roessler?
Ein Wiener Kunstkritiker, der Schiele in der Arbeiter-Zeitung als Erster erkannte und verteidigte, ein enger Freund wurde, seine Werke kaufte und ihn mit Sammlern bekannt machte. Schiele malte 1910 sein Porträt. Roessler war auch der erste Eigentümer der Toten Mutter I, von vor 1913 bis 1951, und 1911 schrieb Schiele ihm, sie sei eines seiner besten Werke.
Wo befindet sich Tote Mutter I heute?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 475. Das Museum nennt Arthur Roessler (vor 1913 bis 1951) und Rudolf Leopold (1951 bis 1994) als frühere Eigentümer; seit 1994 gehört sie der Leopold Museum-Privatstiftung. Es ist eine kleine Tafel im Hochformat, 25,7 x 32,1 cm, in Öl und Bleistift auf Holz.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe die richtige ist, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: oben eine sterbende Mutter, ein ungeborenes Kind in einem glühenden Oval, umhüllt von kreisendem Schwarz.
- Original: 1910, Öl und Bleistift auf Holz, 25,7 x 32,1 cm, rechts oben monogrammiert, Leopold Museum, Wien, Inv. 475.
- Unseres: handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, 13 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: Laut Arthur Roessler malte Schiele es in wenigen Stunden am Weihnachtstag 1910.









































